Schwab meldete zuletzt Kundengelder in Höhe von 12,22 Billionen US-Dollar und ist als Brokerage-Anbieter in Trading, Banking und Wealth Management aktiv.
Laut Ankündigung können Kunden ihre Krypto-Positionen künftig direkt neben Aktien und anderen Vermögenswerten über Schwabs Web-Plattform, die Mobile-App und Thinkorswim handeln und einsehen. Die Verwahrung übernimmt dabei die hauseigene Bankeinheit, während die Ausführung über eine Partnerschaft mit Paxos läuft, einem in den USA regulierten Trust-Unternehmen.
Zum Launch unterstützt der Service ausschließlich BTC und ETH. Schwab verlangt dafür eine Gebühr von 75 Basispunkten pro Transaktion, also 0,75 Prozent. Perspektivisch sollen weitere Kryptowährungen hinzukommen, außerdem sind Ein- und Auszahlungen geplant.
Der Rollout erfolgt schrittweise. Zunächst ist das Angebot nur für berechtigte US-Privatkunden vorgesehen – ausgenommen sind Bewohner von New York und Louisiana.
Schwab betont, dass der Schritt eine Erweiterung der bisherigen Krypto-Palette darstellt. Dazu zählen bereits börsengehandelte Produkte (ETPs), Futures und Fonds mit Krypto-Bezug. Nach internen Schätzungen hält die Schwab-Kundschaft aktuell rund 20 Prozent der Spot-Krypto-ETPs.
Der Vorstoß passt in einen breiteren Trend: Klassische Finanzhäuser erweitern ihre Krypto-Produktlandschaft über Trading, ETFs und strukturierte Produkte hinweg. So brachte Morgan Stanley am 8. April einen Spot-Bitcoin-ETF an die NYSE Arca. Auch Goldman Sachs reichte bei der US-Börsenaufsicht SEC Unterlagen für einen Bitcoin-bezogenen ETF ein, der über Optionsstrategien Erträge generieren und gleichzeitig die Volatilität begrenzen soll.

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