In der vergangenen Woche hatten vorübergehend bis zu 60.000 Menschen von Marokko aus die spanische Exklave erreicht. Die Mehrheit der Staats- und Regierungschefs der EU kritisierte daraufhin die spanische Migrationspolitik. Spaniens Regierung warf den anderen Mitgliedsländern wiederum vor, die Krise politisch auszuschlachten. Der weitaus größte Teil der Migranten ist nach Angaben der Zentralregierung in Madrid inzwischen nach Marokko zurückgekehrt.
Die EU-Kommission rief vor dem Treffen zum Zusammenhalt auf und ist bemüht, keine Zweifel an dem EU-Migrationssystem aufkommen zu lassen, das erst vor gut sieben Wochen in Kraft trat. Die Ereignisse der vergangenen Woche seien ein Härtetest für die Sicherheit der europäischen Außengrenzen gewesen, den Europa fürs Erste bestanden habe, sagte EU-Migrationskommissar Magnus Brunner der Deutschen Presse-Agentur. Niemand sei in den Schengen-Raum gelangt. "Jetzt kommt es darauf an, dass die EU geeint handelt und die richtigen Schlüsse aus diesen Ereignissen zieht", sagte der österreichische Politiker./tre/DP/he
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