BERLIN (dpa-AFX) - Die Bundesregierung plant eine nationale Gasreserve zur staatlichen Krisenvorsorge. Damit wolle man die Gasversorgung in außergewöhnlichen Krisensituationen absichern, sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums in Berlin. Als Beispiel nannte sie plötzliche Importausfälle, etwa durch Angriffe auf Pipelines. In einem solchen Fall schaffe eine Gasreserve wertvolle Zeit, um alternative Importe zu organisieren oder technische Störungen zu beheben.
Für dich zusammengefasst:
Die Bundesregierung plant eine nationale Gasreserve.
Die Gasreserve soll 24 Milliarden Kilowattstunden umfassen.
Die Finanzierung erfolgt über eine Umlage für Verbraucher.
Die Gasreserve soll den Angaben zufolge einen Umfang von 24 Milliarden Kilowattstunden haben, die aber in einem Zeitraum von mehreren Jahren beschafft werden. Zur Finanzierung ist eine Umlage für Verbraucher vorgesehen, die mit 29 bis 36 Cent je Megawattstunde allerdings deutlich geringer ausfallen soll als die mittlerweile abgeschaffte Gasspeicherumlage.
Die Ministeriumssprecherin betonte, dass dieses Vorhaben unabhängig von der regulären Wintervorsorge sei. Diese bleibe im Gegensatz zur staatlichen Gasreserve weiterhin eine Aufgabe der Marktakteure./ax/DP/jha
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