2025 war Spartenchef Jan Brockmann zufolge ein anspruchsvolles Jahr. Bei den Wärmepumpen habe man in Deutschland und Europa aber Marktanteile gewinnen können - auch ohne Berücksichtigung der jüngsten Zukäufe. "Wir stehen angesichts schwacher Märkte noch gut da. Natürlich wäre es mir lieber, wir hätten regulatorische Sicherheit, eine bessere Kundenzuversicht und damit wieder mehr Nachfrage in unserem Markt", sagte der Manager. Zum Gewinn oder Verkaufszahlen machte er keine Angaben. Man habe einen wesentlichen Beitrag zur Profitabilität der Bosch-Gruppe geleistet, hieß es.
Noch nicht in den Zahlen enthalten ist der Umsatz aus dem Kauf von Teilen des Gebäudetechnik-Konzerns Johnson Controls
Heizungsmarkt in Deutschland schwächelt
Die Marktsituation in Europa zeigte sich Brockmann zufolge eher stagnierend, in Deutschland sogar stark rückläufig. Hierzulande wurden 2025 nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Heizungsindustrie 627.000 Heizungen verkauft - zwölf Prozent weniger als im Vorjahr. Das sei der niedrigste Stand seit 2010. Während der Absatz von Öl- und Gasheizungen zurückging, legten Wärmepumpen deutlich zu. Der weltweite Markt für Heizungen, Lüftungen und Klimatechnik wuchs Bosch zufolge im vergangenen Jahr um rund ein Prozent.
Der Ausblick für das laufende Jahr bleibt entsprechend vorsichtig: Unter der Voraussetzung, dass sich die externen Einflüsse nicht weiter verschärfen, rechnete Brockmann mit einem verhaltenen Wachstum in allen Weltregionen. Ende des zweiten Halbjahrs und 2027 erwarte man aber auch positive Signale, vor allem in Nordamerika. Mittelfristig will Bosch jedes Jahr im oberen einstelligen Prozentbereich wachsen - und damit schneller als der Markt.
Entscheidend für die Erholung sind aus Sicht des Unternehmens klare politische Rahmenbedingungen und eine verbesserte Investitionsstimmung - gerade in Deutschland. Deswegen brauche man beim Gebäudemodernisierungsgesetz schnell Klarheit. "Wir müssen 18 Millionen dezentrale Heizungen in Deutschland tauschen", sagte Brockmann. "Damit die Menschen aber in ihre Häuser oder Wohnungen investieren, müssen wir ihnen durch eine eindeutige und langfristige Förderpolitik Klarheit und Sicherheit geben." Um den Umstieg auf umweltfreundlichere Lösungen wie Wärmepumpen zu erleichtern, brauche es außerdem günstigere Strompreise. Nur so könne man die Klimaziele im Gebäudesektor erreichen./jwe/DP/he
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