Bitcoin vor Quanten-Schock? So könnte man sogar Satoshis 1,1 Millionen BTC retten

BTC-Echo  | 
aufrufe Aufrufe: 525
A-
A+
Lesemodus
playAudio
playTeilen

Quantencomputer gelten noch als Zukunftstechnologie. Eine Analyse zeigt jedoch, dass bereits heute Millionen Bitcoin potenziell angreifbar wären. Doch es gibt einen Lösungsvorschlag – auch für Satoshis Bestände.

Die Debatte um die Sicherheit von Bitcoin im Zeitalter der Quantencomputer gewinnt an Dynamik. Das US-Unternehmen AmericanFortress hat nun ein Verfahren vorgestellt, das Wallets gegen mögliche Angriffe durch Quantencomputer absichern soll. Nach Angaben des Unternehmens könnte die Lösung sogar alte Bitcoin-Bestände schützen, darunter die mutmaßlich 1,1 Millionen BTC von Satoshi Nakamoto.

“Sogar Satoshis Bitcoin können geschützt werden”

Die Rede ist von einem sogenannten postquantenresistenten Signatursystem. Anders als frühere Ansätze soll dafür keine vollständige Migration aller Bestände notwendig sein. Stattdessen setzt AmericanFortress Software-Updates und Zero-Knowledge-Proofs. Nutzer müssten demnach lediglich ihre Wallet aktualisieren.

Besonders heikel bleibt der Umgang mit alten Wallets aus der Frühphase von Bitcoin. Viele dieser Adressen basieren auf älteren Standards und lassen sich nicht automatisch aktualisieren. Laut AmericanFortress könnte ein Soft Fork diese Wallets vorübergehend einfrieren, bis die Community über den weiteren Umgang entscheidet.

“Das bedeutet jedoch, dass sogar Satoshi Wallets durch einen kleinen BIP geschützt werden können”, so CEO Pospieszalski in einem Interview. Ein ähnlicher Vorschlag sorgte bereits im April für Aufsehen in der Community.

6 Millionen Bitcoin in Gefahr?

Neue Daten der Analysefirma Glassnode zeigen, dass bereits rund 30 Prozent aller im Umlauf befindlichen Bitcoin potenziell anfällig für Quantenangriffe sind. Das entspricht mehr als sechs Millionen BTC mit einem aktuellen Gegenwert von rund 469 Milliarden US-Dollar.

Werte aus dem Artikel:
BTC/EUR 65.069,130 -0,12%
Bitcoin 75.685,990 -0,13%

Grund dafür ist die technische Struktur von Bitcoin. Sobald öffentliche Schlüssel einer Wallet sichtbar werden, könnten ausreichend leistungsfähige Quantencomputer theoretisch die dazugehörigen privaten Schlüssel berechnen.

Lest auch
Sicherheitsängste Muss sich Bitcoin vor Quantencomputern fürchten? Das sagt die BTC-ECHO Redaktion

Glassnode unterscheidet dabei zwei Arten der Gefährdung. Rund 1,92 Millionen BTC gelten als strukturell exponiert. Dazu zählen frühe Wallet-Formate aus der Satoshi-Ära oder ältere Multi-Signatur-Strukturen. Deutlich größer ist der Bereich der operativen Risiken. Rund 4,12 Millionen BTC wurden durch wiederverwendete Adressen angreifbar. Vor allem Krypto-Börsen spielen hier eine zentrale Rolle. Glassnode zufolge weisen Binance und Bitfinex besonders hohe Anteile exponierter Bestände auf. Coinbase schneidet im Vergleich deutlich besser ab.


Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.

Themen im Trend