Berliner Wohnungskrise: Vonovia will 'Teil der Lösung' sein

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Das Brandenburger Tor in der deutschen Hauptstadt Berlin.
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BERLIN (dpa-AFX) - Bei der Bekämpfung der Wohnungsnot in Berlin sieht sich der Immobilienkonzern Vonovia (Vonovia Aktie) in einer wichtigen Rolle. "Ich glaube, dass unser Unternehmen Teil der Lösung sein muss und auch ist", sagte Vonovia-Vorstandschef Luka Mucic im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

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So habe Vonovia etwa den Neubau hochgefahren. "Wir haben in Berlin aktuell circa 1.000 neue Wohneinheiten im Bau, 6.000 haben wir seit 2013 gebaut. Das ist natürlich ein Tropfen auf den heißen Stein, aber es ist trotzdem ein Beitrag, den wir an der Stelle leisten", sagte der 55-Jährige.

Am Sonntag wird in Berlin ein neues Abgeordnetenhaus gewählt. Die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt ist eines der wichtigsten Themen des Wahlkampfs in der Hauptstadt.

Im Wohnungsbestand stehe Vonovia für bezahlbares Wohnen, betonte Mucic. Ende Juni habe die Durchschnittsmiete im Bestand bei 8,26 Euro je Quadratmeter gelegen. "Bei Neuvermietungen lag der Durchschnitt bei 10,80 Euro."

Mucic: Vonovia allein kann Probleme nicht lösen

Werte aus dem Artikel:
Deutsche Wohnen Aktie 15,44 € +0,13%
Vonovia Aktie 16,815 € +0,45%

Laut Mucic haben die Vonovia-Wohnungen in Berlin einen Anteil von weniger als acht Prozent am gesamten Wohnungsbestand. "Dementsprechend können wir natürlich auch nicht alleine zur Lösung beitragen." Es gebe zudem die Notwendigkeit, die Bestände fortzuentwickeln, insbesondere energetisch zu modernisieren.

Auch dies wirke sich auf die Bezahlbarkeit aus. "Weil wir zum Beispiel über eine bessere energetische Modernisierung dann auch die Nebenkosten dämpfen können: durch bessere Wärmedämmung und ähnliche Maßnahmen." Vonovia investiere dort deutlich, unter anderem durch serielle Maßnahmen. "Da kommt die Größe einer Vonovia zum Tragen, dass wir eben auch innovative neue Verfahren zur Sanierung und Fortentwicklung unserer Bestände etablieren können."

Vonovia besitzt in Berlin etwa 130.000 Wohnungen

Vonovia ist Deutschlands größter Wohnimmobilienkonzern. Das Dax-Unternehmen besitzt allein in Berlin zusammen mit der Tochtergesellschaft Deutsche Wohnen gut 130.000 Wohnungen.

Die Berliner Linke fordert eine Enteignung großer Wohnungsbestände. Dies lehnt Mucic ab. "Ich glaube nicht, dass die Vergesellschaftung irgendeine Lösung des Problems bringt, sondern dass wir Rahmenbedingungen schaffen müssen, in denen man wieder mehr Neubau realisieren kann."

Der Immobilienmanager äußerte sich zuversichtlich, dass das Anfang Juli vom Koalitionsausschuss im Bund beschlossene gesetzliche Enteignungsverbot für Mietwohnungsbestände auch umgesetzt wird. "Der politische Wille, das zu tun, ist ja klar dokumentiert worden", sagte Mucic. Bei der Umsetzung sei es aber wichtig, dass dies handwerklich gut und richtig erfolge "und damit möglichst rechtssicher". In dem Ausschuss hatten sich Spitzenvertreter von CDU, CSU und SPD darauf verständigt, die Enteignung großer Immobilienkonzerne auf Landesebene per Bundesgesetz unmöglich zu machen./tob/DP/zb


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