"Für die Menschen ist die Situation, die ihr Hab und Gut verloren haben, unerträglich", sagte Umweltminister Albert Rösti. Sie bräuchten moralische und finanzielle Unterstützung. Landwirte hätten ihre Höfe und Nutzflächen verloren, Unternehmer ihre Hotels, Angestellte ihre Arbeitsplätze. Es sei weiter unklar, ob und wann der Berg erneut ins Rutschen komme, so Rösti.
Ende Mai hatte sich eine gigantische Eis-, Fels- und Schuttlawine ins Tal gewälzt. Die 300 Bewohner Blattens waren vorher bereits vorsorglich evakuiert worden. Ein 64-jähriger Schäfer, der sich zum Zeitpunkt des Unglücks wohl in einem Stall wenig außerhalb des Sperrgebiets aufgehalten hatte, wird allerdings weiter vermisst. Der Schuttkegel auf dem Dorf ist teils rund 100 Meter mächtig.
Es gebe Überlegungen, das Dorf an anderer, sicherer Stelle wieder aufzubauen, sagte Rösti. Die Entscheidung über einen möglichen Neustart sei anspruchsvoll. "Wir wollen den Menschen im Lötschental eine Zukunft geben. Eine Entsiedelung der Täler ist für uns keine Option", so der Umweltminister weiter. Das verschüttete Blatten könne den Menschen nicht zurückgegeben werden. "Das hat der Berg verschlungen", sagte Rösti. Ob die Menschen einen neuen Standort akzeptierten, sei dann ihre Entscheidung./mrd/DP/stw
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