HALLE (dpa-AFX) - Im Kampf gegen illegale Wettanbieter fordert die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) in Halle eine Ausweitung ihrer Befugnisse. GGL-Vorstand Ronald Benter schlug dafür eine entsprechende Änderung des Glücksspielstaatsvertrags der Länder vor.
Für dich zusammengefasst:
Die GGL fordert mehr Befugnisse im Glücksspielkampf.
Ronald Benter schlägt eine Änderung des Staatsvertrags vor.
Staatsanwaltschaften sollten Verfahren gegen ausländische Anbieter eröffnen.
"Derzeit sind die Regelungen im Staatsvertrag teilweise sehr kleinteilig", sagte Benter der "Mitteldeutschen Zeitung". Änderungen könnten trotz Einigkeit der Länder mehrere Jahre dauern. Entsprechend langsam könne die Behörde auf Entwicklungen am Markt reagieren. Das könne Kunden den illegalen Anbietern in die Arme treiben.
"Der illegale Markt ist sehr dynamisch. Deswegen müssen wir als Behörde auch schneller werden." Benter plädiert für kürzere Entscheidungswege in Abstimmung mit dem Verwaltungsrat der GGL, der die Interessen der Länder vertritt: "Aber am Ende haben wir die Expertise und sollten deswegen auch schneller auf Entwicklungen reagieren und über neue Maßnahmen entscheiden können."
Um gegen die Anbieter illegalen Glücksspiels effektiver vorgehen zu können, sollten Deutschlands Staatsanwaltschaften aus Sicht des Behördenleiters zudem Verfahren gegen aus dem Ausland operierende Personen eröffnen können. "Das wird bisher so gut wie nie getan, könnte die Abschreckung aber erhöhen."/mse/DP/jha
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