BERLIN (dpa-AFX) - Die Migrationsbeauftragte Natalie Pawlik (SPD) warnt vor den Folgen von Kürzungen im Bundeshaushalt bei Hilfen zur Integration. "Wir profitieren von Zuwanderung und dürfen unsere Integrationsinfrastruktur nicht kaputtsparen", sagte Pawlik der Deutschen Presse-Agentur. Die Mittel für die Durchführung von Integrationskursen sollen im kommenden Jahr von über eine Milliarde auf rund 590 Millionen Euro sinken, wie eine Übersicht der beim Sozialministerium angesiedelten Beauftragten zeigt. In Integrationskursen sollen Zugewanderte Deutsch, etwa für den Arbeitsmarkt, und das Wichtigste über Deutschland lernen.
Für dich zusammengefasst:
Mittel für Integrationskurse sinken auf 590 Millionen Euro.
Kürzungen betreffen auch Deutschkurse und Asylberatung.
Gesamtausgaben des Bundeshaushalts 2027 betragen 555,4 Milliarden.
Es ist der bei weitem größte Kürzungsposten der Liste mit den Haushaltsplänen, die für die einzelnen Ressorts mit Bezug zur Integration vorliegen. Doch auch bei anderen Einzelposten sind Kürzungen vorgesehen, etwa bei bestimmten berufsbezogenen Deutschkursen oder bei behördenunabhängiger Asylverfahrensberatung.
Pawlik warnte vor Kürzungen in verschiedenen Bereichen. "Leistungsfähige Kitas, Integrations- und Sprachkurse, Integrationsprojekte vor Ort sowie die Arbeit gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus, der Menschen zur Abwanderung bewegt, sind dringend notwendig und kein Steinbruch für die Haushaltskonsolidierung", sagte sie.
Die SPD-Politikerin lobte zwar die "Handlungsfähigkeit der Bundesregierung". Der im Kabinett verabschiedete Haushalt gebe dem Land trotz aller Sparzwänge Wachstumsimpulse. "Aber ohne Integration gibt es kein Wachstum und keine dauerhaft stabilen Sozialversicherungssysteme", mahnte sie. "Im parlamentarischen Verfahren müssen wir bei integrationsrelevanten Programmen daher auf eine angemessene Finanzausstattung achten."
Insgesamt sieht der Kabinettsbeschluss vom Montag für den Bundeshaushalt 2027 steigende Ausgaben in Höhe von 555,4 Milliarden Euro vor. Einsparungen soll es in mehreren Etats geben./bw/DP/zb
Hinweis:
ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen.
Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich
dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch
eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link
„Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für
diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.