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BASF-Aktie fällt zurück: Weitere Verluste zu befürchten!

Die Ludwigshafener haben am Freitagmorgen ihre Quartalszahlen vorgelegt, doch viel Positives gibt es nicht zu berichten. Die Aktie verliert weiter an Boden.
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Quelle: - KI-generiertes Symbolbild (ChatGPT).
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BASF kämpft mit anhaltend schwierigem Geschäftsumfeld

Die weltweit noch immer schwache Chemiekonjunktur sowie die Krise der deutschen Wirtschaft haben tiefe Spuren im Geschäftsergebnis von BASF hinterlassen. Das geht aus dem am Freitagmorgen vorlegten Bericht für das abgelaufene Geschäftsjahr hervor.

Die Erlöse gingen gegenüber 2024 um 2,8 Prozent auf 59,7 Milliarden Euro zurück. In seiner Pressemitteilung macht das Unternehmen "negative Währungseinflüsse" mitverantwortlich für das schlechtere Abschneiden.

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Auch operativ mussten die Ludwigshafener Federn lassen. Das EBITDA fiel von 6,2 auf 5,6 Milliarden Euro (-9,7 Prozent). Das operative Ergebnis wurde nach Unternehmensangaben vor allem durch Umstrukturierungskosten (937 Millionen Euro) belastet.

Dividende auf hohem Niveau, aber zulasten der Bilanz

Die Restrukturierungsausgaben scheinen sich mit Blick auf den freien Cashflow zu lohnen. Der kletterte im Vergleich zum Vorjahr um 600 Millionen Euro auf 1,3 Milliarden Euro. Daher will BASF (BASF Aktie) auch für 2025 an einer Dividende in Höhe von 2,25 Euro festhalten, was zum Tageskurs von rund 49 Euro einer Dividendenrendite von 4,6 Prozent entspricht.

Allerdings wird die Ausschüttung aus der Substanz gezahlt, denn der Cashflow genügt nicht, um die Dividende in voller Höhe zu decken. Immerhin: Für 2026 erwartet das Management eine weitere Verbesserung der Mittelzuflüsse, die sich auf 1,5 bis 2,3 Milliarden Euro belaufen sollen.

Beim EBITDA zeigte sich BASF jedoch zurückhaltend. Die Schätzung sieht 6,2 bis 7,0 Milliarden Euro vor. Das entspricht dem Stand von 2025 ±400 Millionen Euro. Eine Verbesserung des Betriebsergebnisses erhofft sich BASF vor allem von den Sparten Ernährung und Chemikalien.

Aktie macht Anfangsverluste wett, aber Schwierigkeiten bleiben bestehen

Am Aktienmarkt reagierten Anlegerinnen und Anleger zunächst mit spürbarer Enttäuschung auf die verhaltene Guidance. Die Aktie eröffnete unter 48 Euro und damit mit einem Minus von rund 3 Prozent. Im weiteren Handelsverlauf konnten die Verluste aber fast vollständig egalisiert und die Kurslücke geschlossen werden.

Entwarnung bedeutet das allerdings noch nicht, nachdem in den vergangenen Tagen ein Pullback eingesetzt hat. Wenngleich die Aktie im Bereich von 47 Euro gut abgesichert ist und auch darunter über solide Unterstützungen verfügt, liegt im Trendstärkeindikator MACD mit einem Crossing ein Verkaufssignal vor. Der Stand noch oberhalb der Nulllinie zeigt aber, dass der jüngste Aufwärtsimpuls grundsätzlich noch intakt ist.

Fazit: Begrenztes Aufwärtspotenzial – Chancen anderswo suchen!

Mit Blick auf die Unternehmensbewertung ist BASF für 2026 auf Grundlage der eigenen Schätzungen mit einem EV/EBITDA-Verhältnis von 8,8 bis 10,2 bewertet. Das liegt deutlich über den Vielfachen der Vorjahre, entspricht aber den Vergleichswerten von Konkurrenten wie Dow und LyondellBasell. Beim KGV wiederum ist BASF mit 14,3 nicht günstig, wenn die verhaltene Geschäftsentwicklung in Betracht gezogen wird, die Mitbewerber sind hier aber deutlich teurer bewertet.

Über ein bisschen Nachholpotenzial verfügen die Ludwigshafener also noch. Allzu viel dürfen sich Anlegerinnen und Anleger jedoch nicht ausrechnen. Andere Werte in derzeit stärkeren Branchen dürften daher die größeren Chancen bieten.

Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross


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