Laut Martinelli stellt die Aufrechterhaltung der juristischen Person Balancer Labs mittlerweile ein untragbares Haftungsrisiko dar. Das Protokoll müsse sich unbelastet von vergangenen Sicherheitsvorfällen weiterentwickeln. Künftig soll die Steuerung vollständig über die DAO, die Balancer Foundation und ein Dienstleistermodell erfolgen.
Trotz der drastischen Entscheidung betont Martinelli, dass es sich nicht um eine komplette Einstellung des Protokolls handelt. Die Marktsignale seien zwar brutal, doch das System generiere weiterhin reale Einnahmen. Zuletzt verzeichnete Balancer annualisierte Gebühren von über einer Million US-Dollar.
Das Problem lag laut dem Mitgründer nicht an der zugrunde liegenden Technologie, sondern an einem ineffizienten Wirtschaftsmodell und dem Vertrauensverlust durch die Sicherheitsvorfälle. Um die Nachhaltigkeit zu sichern, unterstützt die Führung einen “schlanken Restrukturierungsplan”.
Ein zentraler Bestandteil der Neuausrichtung ist die Reform des BAL-Token. Der Plan sieht vor, die Emissionen neuer Token einzustellen und das bisherige veBAL-Governance-Modell auslaufen zu lassen. Zudem sollen die Gebührenstrukturen so angepasst werden, dass die DAO-Treasury künftig 100 Prozent der Protokollgebühren erhält.
Um den Inhabern von BAL-Token eine Exit-Möglichkeit zu bieten, ist zudem ein Rückkaufprogramm geplant. Die künftige Entwicklung soll sich auf Kernprodukte wie reCLAMM, Liquidity Bootstrapping Pools (LBPs) und Stable-Pools auf ausgewählten Chains konzentrieren.
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