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Bahnverkehr gestört: Staatsschutz prüft politische Motive

LEHRTE/HANNOVER (dpa-AFX) - Nach dem Brand an einem Stellwerk in Lehrte ermittelt angesichts bundesweit ähnlicher Vorfälle in jüngerer Vergangenheit der Staatsschutz. Die Spezialeinheit der Polizeidirektion Hannover habe den Fall übernommen, da eine politische Motivation nicht auszuschließen sei, sagte ein Sprecher.

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Ein Regionalzug auf offener Strecke (Symbolbild).
Quelle: - pixabay.com:

Die Polizei ermittle weiterhin in alle Richtungen, denn die Ursache des Brandes sei noch unklar. Bisher gebe es keine Verdächtigen.

Verspätungen und Ausfälle für Bahnreisende nach Brand

Am Samstag hatte ein Sicherungskasten eines Stellwerks in Lehrte bei Hannover gebrannt. Der Kriminaldauerdienst sicherte daraufhin Spuren und nahm den gesamten Kasten mit, um ihn zu untersuchen. Nach dem Vorfall war der Bahnverkehr stark beeinträchtigt. Bahnreisende zwischen Hannover und Berlin müssen weiterhin mit Einschränkungen rechnen.

Ende August rief ein Feuer an einem Gleisbereich bei Wuppertal-Oberbarmen ebenfalls den Staatsschutz auf den Plan. Zwar konnte es schnell gelöscht werden. Die Wuppertaler Polizei erklärte danach jedoch: "Wir müssen von einer gezielten Brandlegung ausgehen", also von einem "Anschlag auf die kritische Infrastruktur". Aufgeklärt wurde der Fall bislang nicht.

Staatsschutz übernimmt bei möglichem politischem Hintergrund

In Nordrhein-Westfalen waren zudem Ende Juli zwei Brandsätze auf der Bahnstrecke Düsseldorf-Duisburg gezündet worden. Durch die verursachten Brände waren Kabel für die Steuerung von Weichen und Signalen zerstört worden. In der Folge war der Fern- und Regionalverkehr erheblich gestört.

Der Polizeiliche Staatsschutz ist eine Spezialeinheit innerhalb der Kriminalpolizei. Er übernimmt in der Regel die Ermittlungen, sobald ein politischer oder staatsgefährdender Hintergrund einer möglichen Straftat erkennbar oder nicht auszuschließen ist./lfi/DP/stw

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