BERLIN/MÜNCHEN (dpa-AFX) - Eines der größten Neubauprojekte der Deutschen Bahn soll knapp neun Milliarden Euro kosten - im ungünstigen Fall aber auch erheblich mehr. Die Bahn geht für Planung und Bau der deutschen Zuleitungsstrecke zum Brennerbasistunnel von München bis zur österreichischen Grenze mittlerweile von Planungs- und Baukosten in Höhe von 8,57 Milliarden Euro aus, wie die Projektleitung berichtete. Als mögliche Zuschläge hinzu kommen Risiko- und Inflationsvorsorge in Höhe von zusammengerechnet knapp 7,6 Milliarden Euro.
Für dich zusammengefasst:
Die Deutsche Bahn plant ein Projekt für 8,57 Milliarden Euro.
Zusätzlich sind knapp 7,6 Milliarden Euro für Risiken vorgesehen.
Der Brennerbasistunnel soll 2032 in Betrieb gehen.
Bahn- und andere Großprojekte werden erfahrungsgemäß teurer als geplant. DIe Bahn geht aber davon aus, dass der immense Puffer für den Brenner-Nordzulauf nicht in voller Höhe gebraucht werden wird. So hat das Unternehmen die mögliche Inflationsrate demnach mit bis zu zehn Prozent sehr hoch angesetzt. Die Alpenquerung samt Brenner-Nordzulauf ist Teil des sogenannten Scan-Med-Korridors von Skandinavien nach Italien und würde voraussichtlich von der EU gefördert.
Bundestag demnächst am Zug
Zuletzt hatte die DB im Jahr 2021 die möglichen Kosten auf knapp acht Milliarden Euro geschätzt. Das lang verzögerte Projekt geht demnächst in die entscheidende Phase. Das Bundesverkehrsministerium will die DB-Planungsunterlagen der DB für die Trasse samt dazugehörigem ministeriellem Bericht und einer Einschätzung des Eisenbahn-Bundesamts alsbald an den Bundestag übermitteln, wie ein Sprecher von Ressortchef Patrick Schnieder (CDU) in Berlin sagte.
Der Brennerbasistunnel und die dazugehörigen Zuleitungsstrecken in Bayern, Tirol und Italien sollen die über 150 Jahre alte, kurvige Strecke über die Alpen ersetzen und die Fahrzeit von Deutschland nach Italien um etwa zwei Stunden verkürzen. Die Tunnelarbeiten begannen 2015, vom Jahr 2032 an sollen Züge durch den Tunnel fahren. Ohne neue Zubringerstrecke kann die Kapazität des Tunnels nicht genutzt werden./cho/DP/jha
Hinweis:
ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen.
Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich
dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch
eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link
„Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für
diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.