Ausverkauft! China bestellt mehr Nvidia-Chips, als der Konzern liefern kann

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Nicolas Ebert steht für kompakte Nachrichten mit einem sicheren Gespür für relevante Marktthemen. Nach über 6 Jahren für wallstreetONLINE und ariva.de im Einsatz fühlt sich der Berliner in der Finanzwelt wie zu Hause. Seine Inhalte reichen querbeet von Value-Titeln und den Märkten in Asien über die US Big-Techs bis hin zu aktuellen Top-Performern auf dem globalen Börsenparkett. So entstehen informative News, die Anlegern echten Halt geben.

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Die chinesische Flagge.
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ByteDance, Alibaba und Tencent bestellen Nvidia-Grafikkarten für über 35 Milliarden US-Dollar. Doch Nvidia kann nur einen Bruchteil liefern. Warum die Aktie trotzdem kaum reagiert und was jetzt auf dem Spiel steht.
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Chinas Technologieriesen stehen bei Nvidia Schlange. ByteDance, Alibaba und Tencent haben mehr als drei Millionen Grafikkarten vom Typ RTX PRO 5500 bestellt, berichtet Reuters unter Berufung auf Insider. Der Gesamtwert liegt bei über 35 Milliarden US-Dollar. Doch Nvidia kann die Wünsche kaum erfüllen. Der Konzern habe Kunden gewarnt, dass er die Lieferung nicht garantieren könne.

China: Hunger nach Rechenleistung

Die RTX PRO 5500 ist eigentlich ein Chip für Arbeitsplatzrechner, nicht für große Rechenzentren. Sie zählt aber zu den stärksten Nvidia-Chips, die China noch kaufen darf. Den modernen B300 verbieten die US-amerikanischen Exportregeln, den H200 prüft Washington im Einzelfall.

Eine Grafikkarte kostet rund 11.400 US-Dollar. Die Käufer wollen damit vor allem Antworten von Chatbots berechnen. Dabei hatte Nvidia-Chef Jensen Huang den eigenen Marktanteil bei Chips für chinesische Rechenzentren zuletzt praktisch auf null beziffert.

Werte aus dem Artikel:
Nvidia Aktie 215,90 $ -0,55%
Broadcom Aktie 338,03 $ +1,03%
TSMC Aktie (ADR) 422,32 $ +0,50%
Alibaba Aktie (ADR) 108,63 $ +0,06%
Tencent Aktie 52,242 $ 0,00%

Die Nachfrage sprengt alle Pläne. Insgesamt sollen Kunden in China mehr als sechs Millionen Karten geordert haben. Nvidia könne im Jahr 2027 weltweit aber höchstens drei Millionen Stück fertigen. Manche Partner bekämen womöglich nur fünf bis zehn Prozent der bestellten Menge.

Der Grund: Bei TSMC reserviert Nvidia den Großteil seiner Kapazitäten für Rubin, die nächste Generation für Rechenzentren. Erste Muster sollen im Dezember kommen. Die Auslieferung startet im ersten Quartal 2027.

Europa: Fast zehn Milliarden für den Kontinent

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Parallel baut Nvidia sein Geschäft in Europa aus. Auf dem Gipfel Invest in Germany in Berlin stellte der Konzern am Montag Zusagen über fast zehn Milliarden US-Dollar für Unternehmen und Forschung in Europa vor. Unterstützung erhalten unter anderem die deutschen Start-ups Agile Robots und Reflex Aerospace. "Künstliche Intelligenz kann Ihre Fähigkeiten nur erweitern, sie wird sie nicht ersetzen", sagte Huang in Berlin.

Nvidia-Aktie: Wenig Bewegung trotz Milliardenorder

An der Börse blieb der große Sprung aus. Mit rund 5,2 Billionen US-Dollar ist Nvidia gut dreimal so viel wert wie Rivale Broadcom. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis für das laufende Geschäftsjahr liegt bei rund 22. Analysten raten im Schnitt zum Kauf. Ihr mittleres Kursziel von 342,38 US-Dollar liegt fast 60 Prozent über dem Kurs. Am 17. November legt Nvidia Zahlen vor.

Fazit

China bleibt für Nvidia ein Milliardenmarkt, selbst mit abgespeckten Chips. Der Engpass liegt in der Fertigung, nicht in der Nachfrage. Das stützt Preise und Margen. Das Risiko bleibt die Politik in Washington und Peking.


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