In der Nacht zum Sonntag hatten sich in dem etwa 40.000 Einwohner zählenden Ort südöstlich von Murcia Menschen eingefunden, die mutmaßlich dem ultrarechten Milieu angehörten und gegen dort lebende Migranten vorgehen wollten. Polizeibeamte hätten eine direkte Konfrontation der beiden Gruppen verhindert, sagte Bürgermeister Pedro Ángel Roca.
Auf Fernsehbildern waren unter anderem Flaschenwürfe in Richtung der Polizei sowie in Brand gesetzte Müllcontainer und Barrikaden zu sehen. Roca sagte, es gebe keine Zahlen, wie viele Menschen sich bisher beteiligt hätten. Die Mehrheit sei aber von außerhalb angereist.
Aufrufe in Sozialen Netzwerken zu "Jagd auf Migranten"
Nach den Worten Guevaras hatten mutmaßlich Ultrarechte in sozialen Medien ursprünglich für Mittwoch und Donnerstag zu einer "Jagd auf Migranten" in Torre Pacheco aufgerufen. "Es kam nun schon früher dazu, aber wir haben das entdeckt und reagiert", sagte sie. Wie viele zusätzliche Beamte der Polizeieinheit Guardia Civil dort nun eingesetzt werden, sagte sie nicht.
Bereits in der Nacht zum Samstag war es Medienberichten zufolge zu ersten Ausschreitungen gekommen. Auslöser soll ein Angriff auf einen Rentner gewesen sein, der von Migranten aus dem Maghreb geschlagen worden sein soll. Die ultrarechte Szene habe diesen noch nicht geklärten Vorfall dazu genutzt, Einwanderung und Kriminalität gleichzusetzen, schreibt die Zeitung "El País". In sozialen Medien kursierten seit Tagen Drohungen auch gegen in Torre Pacheco wohnende Familien aus Marokko, so die Zeitung weiter. In dem Ort stellen Migranten etwa 30 Prozent der Bevölkerung, wie die Zeitung "El Mundo" schreibt. Dies sei doppelt so hoch wie der Durchschnitt in Spanien./aae/DP/zb
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