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Ausnahmezustand in Deutschland: Die eisige 'Elli' ist da

BERLIN/HAMBURG/HANNOVER (dpa-AFX) - Sturmtief "Elli" bringt heute viel Schnee und Eiseskälte in Teile Deutschlands. Mitunter besteht auch Glatteisgefahr. Die Auswirkungen des Sturmtiefs sind schon zu spüren. Der Überblick:

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Hinweis

Wetterlage:

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet "von Südwesten aufkommende, teils kräftige Schneefälle", die sich bis zur Elbe ausbreiten. Teils gebe es auch Schneeverwehungen. In der Mitte und im Süden Deutschlands wird teils gefrierender Regen erwartet.

Bei stürmischem Ostwind sind Schneeverwehungen möglich, was zu größeren Behinderungen auf den Verkehrswegen führen kann, warnte der Wetterdienst. Im Süden und Westen Deutschlands soll der Schnee - bei ebenfalls stürmischem, aber aus südwestlichen Richtungen wehendem Wind - am Morgen rasch in Regen übergehen. Örtlich besteht dort dann Glatteisgefahr.

In einem Streifen von der Nordsee bis in den Osten hinein können verbreitet um die 10 oder regional bis zu 20 Zentimeter Neuschnee zusammenkommen. Für die Region von Ostfriesland bis Hamburg sowie große Teile Schleswig-Holsteins hat der DWD aktuell eine Unwetterwarnung ausgesprochen (Stufe drei von vier).

Straßenverkehr:

Autofahren kann bei diesen Wetterverhältnissen hochgefährlich sein. Der DWD warnt vielerorts vor spiegelglatten Straßen. In der Nacht kam es bereits zu ersten Unfällen aufgrund der Glätte. In Baden-Württemberg etwa rutschte ein Bus einen Hang hinunter. Dabei verletzten sich laut der örtlichen Polizei drei Menschen leicht. Die Lagezentren in den Bundesländern sprachen in den frühen Morgenstunden allerdings von einem insgesamt ruhigen Verlauf auf den Straßen mit eher kleinen Unfällen.

Mancherorts wurde für Freitag vorsichtshalber der Busverkehr eingestellt oder schon vor Einschränkungen gewarnt.

Bahnverkehr:

Die Bahn geht davon aus, dass bis Samstag Verspätungen und Zugausfälle im Fernverkehr möglich sind. Wer kann, sollte seine Reise verschieben. Schon gekaufte Tickets könnten auch zu einem späteren Zeitpunkt genutzt werden. Mancherorts wurden vorsorglich Verbindungen des Regionalverkehrs gestrichen.

Bereits am Abend war es Zugausfällen auf einigen Fernverkehrsstrecken gekommen. Betroffen waren etwa die Strecken Kopenhagen-Hamburg, Westerland/Kiel-Hamburg, Binz/Stralsund/Rostock-Berlin, Norddeich/Emden-Hannover/Ruhrgebiet.

Die Bahn hat darüber hinaus Vorbereitungen getroffen: In Bayern zum Beispiel können von den mehr als 10.000 Weichen laut DB rund 8.140 beheizt werden, damit sie nicht einfrieren. Bei Schneeverwehungen würden schwere Loks über verschneite Gleise fahren und eine Spur für nachfolgende Züge ziehen, sagte eine Sprecherin. Allerdings sei man selbst bei bestmöglicher Vorbereitung nicht gegen alle Witterungsfolgen gefeit, hieß es am Donnerstag.

Fährverkehr:

Auch der Fährverkehr an der niedersächsischen Nordseeküste ist weitgehend zum Stillstand gekommen. Mehrere Inseln sind derzeit nicht per Schiff erreichbar - darunter Langeoog, Spiekeroog, Norderney und Wangerooge. Problematisch ist vor allem der erwartete starke Ostwind. Er drückt das Wasser von der Küste weg, Fähren können dann nicht oder nur eingeschränkt fahren.

Schulen:

Schneefrei, zumindest für manche Schüler: In Hamburg, Niedersachsen, Bremen und in Teilen Schleswig-Holsteins fällt der reguläre Schulbetrieb flächendeckend aus. Nach Angaben der zuständigen Behörden gibt es teilweise Distanzunterricht und Notbetreuung für jüngere Kinder. Grund für die Schließung ist meist, dass die Schulbusse nicht fahren und eine sichere Anreise nicht gewährleistet werden kann.

Auch in Regionen in Bayern, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin fällt teils der Präsenzunterricht aus oder Eltern können ihre Kinder vom Unterricht entschuldigen. Mancherorts sind auch Kitas und Kindergärten betroffen./may/DP/zb

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