Analysten rufen das Ende der Magnificent 7 aus

Nicolas Ebert Nicolas Ebert
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Nicolas Ebert steht für kompakte Nachrichten mit einem sicheren Gespür für relevante Marktthemen. Nach über 6 Jahren für wallstreetONLINE und ariva.de im Einsatz fühlt sich der Berliner in der Finanzwelt wie zu Hause. Seine Inhalte reichen querbeet von Value-Titeln und den Märkten in Asien über die US Big-Techs bis hin zu aktuellen Top-Performern auf dem globalen Börsenparkett. So entstehen informative News, die Anlegern echten Halt geben.

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 Alphabet, Microsoft, Tesla, Apple, Nvidia, Amazon and Meta logo displayed on a phone screen and a laptop keyboard are seen in this multiple exposure illustration photo taken in Krakow, Poland on February 19, 2026. (Photo by Jakub Porzycki/NurPhoto)
Die sogenannten Magnificent 7 wachsen noch stark. Doch ihre Dominanz bröckelt. Neue Gewinnmaschinen übernehmen und im vierten Quartal könnte der Rest des Marktes die Tech-Elite sogar überholen.
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Der Begriff Magnificent 7 eignet sich nach Einschätzung der Citigroup nicht mehr für die Analyse des US-amerikanischen Marktes für künstliche Intelligenz. Anleger sollten ihren Blick auf deutlich mehr Unternehmen richten.

Das Team um Citigroup-Stratege Scott Chronert empfiehlt stattdessen einen breiteren Wachstumscluster. Dieser umfasst große Technologiekonzerne und zahlreiche Unternehmen, die vom Ausbau der Infrastruktur für künstliche Intelligenz profitieren.

Die Gruppe steht für mehr als die Hälfte des Börsenwerts im S&P 500 und erwirtschaftet fast 48 Prozent der Gewinne. "Die Magnificent 7 sind als Konzept zur Bewertung der Wachstumsdynamik großer Unternehmen überholt", schrieb Chronert.

Börsenentwicklung stützt Einschätzung

Werte aus dem Artikel:
Amazon Aktie 244,77 $ -1,12%
Apple Aktie 325,87 $ -0,57%
Broadcom Aktie 396,69 $ +2,64%
Chevron Aktie 192,98 $ 0,00%
Meta Platforms Aktie 627,06 $ -2,60%
Microsoft Aktie 390,34 $ -1,86%
Nvidia Aktie 211,97 $ +2,26%
Tesla Aktie 374,30 $ -1,22%

Amazon, Nvidia, Meta Platforms, Apple, Microsoft, Tesla und Alphabet bewegen sich nicht mehr im Gleichschritt. Der Bloomberg-Index der sieben Aktien blieb 2026 hinter dem breiten Markt zurück.

Microsoft und Meta gerieten wegen Zweifeln an der Rentabilität ihrer milliardenschweren Investitionen unter Druck. Apple legte dagegen zweistellig zu. Anleger begrüßten, dass sich der Konzern bislang nicht am kostspieligen Wettrüsten um Rechenzentren beteiligt.

Die 7 Technologiekonzerne wachsen beim Gewinn weiterhin schneller als die übrigen 493 Unternehmen im Leitindex. Für das zweite Quartal erwartet FactSet ein Plus von 31,1 Prozent. Beim Rest des Index liegt die Wachstumsrate bei 22,8 Prozent.

Die Unterschiede werden jedoch kleiner. Vier der fünf wichtigsten Gewinnträger gehören nicht zu den Magnificent 7. Micron Technology, Chevron, Exxon Mobil und Broadcom leisten besonders hohe Beiträge. Nvidia ist das einzige Mitglied der bisherigen Elitegruppe unter den fünf größten Treibern.

Micron und Nvidia sind zusammen die wichtigsten Stützen des Gewinnwachstums. Ohne beide Unternehmen würde die Wachstumsrate des Index im zweiten Quartal von 24,7 auf 16,8 Prozent fallen.

In der zweiten Jahreshälfte dürfte sich das Wachstum weiter verbreitern. Für das vierte Quartal erwarten Analysten bei den übrigen 493 Unternehmen ein Gewinnplus von 25,3 Prozent. Die Magnificent 7 sollen nur noch um 22,8 Prozent wachsen. Damit könnte der Rest des Marktes die früheren Börsenlieblinge wieder überholen.


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