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Airbnb und Tourismusverband planen Fonds für ländliche Räume

BERLIN (dpa-AFX) - Mit einem Fonds in Höhe von einer Million Euro wollen die Buchungsplattform Airbnb und der Deutsche Tourismusverband (DTV) Tourismus-Projekte in ländlichen Regionen unterstützen. "Wir sehen einen grundsätzlichen Trend hin zu Reisezielen abseits der großen Städte", sagte Airbnb-Mitgründer Nathan Blecharczyk der Deutschen Presse-Agentur.

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Immer mehr Menschen wollten in die Natur. "60 Prozent aller Airbnb-Aufenthalte in Europa finden inzwischen außerhalb von urbanen Regionen statt. Wir sehen da einen starken Anstieg in der Nachfrage", betonte Blecharczyk.

Mit dem Fonds sollen deshalb Projekte etwa von Tourismus-Organisationen oder lokalen Unternehmen auf dem Land unterstützt werden. Pro ausgewähltem Vorhaben stehen bis zu 100.000 Euro zur Verfügung. Bewerbungen werden zwischen Juni und Mitte September entgegengenommen. Ziel sei es, Reisen in weniger frequentierte Regionen zu fördern.

Fonds auch in anderen europäischen Ländern

"Wir haben solche Initiativen bereits in anderen europäischen Ländern gestartet", betonte der Airbnb-Manager und verwies unter anderem auf Spanien, Frankreich sowie Großbritannien.

In vielen ländlichen Gegenden sei der Tourismus bislang unterentwickelt. Es gebe kaum Hotels oder Unterkünfte. Viele kleinere Städte und Gemeinden kämen deshalb mit Unterstützungsanfragen auf Airbnb zu. Die Buchungsplattform bringe dabei auch mit Blick auf mögliche Regulierungen Erfahrung aus den großen Städten mit. "Wir haben es grundsätzlich immer unterstützt, wenn Städte verhältnismäßige entwickeln und wir möchten mit Städten zusammenarbeiten", betonte der Mitgründer.

Airbnb und andere Buchungsplattformen stehen insbesondere in Ballungsräumen in der Kritik, den Wohnraummangel zu verschärfen, weil Privatpersonen ihre Wohnungen lieber teurer an Kurzurlauber vermieten, als sie auf dem Mietwohnungsmarkt anzubieten.

Droht eine solche Entwicklung auch auf dem Land? Blecharczyk weist diese Bedenken zurück. "Viele der ländlichen Reiseziele begrüßen Tourismus", sagt er und verweist zudem auf die Zusammenarbeit mit dem DTV. Der neue Fokus biete darüber hinaus die Möglichkeit, Tourismus besser auszubalancieren./maa/DP/zb

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