BASEL/ZÜRICH (dpa-AFX) - Der Industriekonzern ABB und die Diagnostiksparte von Roche haben eine globale Zusammenarbeit zur Entwicklung neuer Robotiklösungen für klinische Labore vereinbart. Ziel der Kooperation sei es, Laborabläufe durch den Einsatz intelligenter Robotik und Künstlicher Intelligenz (KI) effizienter und flexibler zu gestalten sowie stärker zu vernetzen, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung vom Mittwoch.
Für dich zusammengefasst:
ABB und Roche arbeiten an neuen Robotiklösungen.
Geplant sind Anwendungen in der Pathologie und Zentrallaboren.
Die Systeme sollen Routineaufgaben übernehmen und entlasten.
Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit stehen laut den Angaben zunächst zwei Anwendungsbereiche. Zum einen sollen in der Pathologie Robotiklösungen für das Handling und die Organisation von Objektträgern entwickelt werden, um digitale und vernetzte Arbeitsabläufe zu unterstützen. Zum anderen sollen in Zentrallaboren autonome mobile Roboter Proben und Materialien zwischen Analysegeräten transportieren und damit die Laborlogistik automatisieren.
Nach Angaben der Unternehmen sollen die Systeme wiederkehrende Routineaufgaben übernehmen und das Laborpersonal entlasten, sodass sich dieses stärker auf komplexe Analysen konzentrieren kann. Gleichzeitig sollen die Lösungen die Verarbeitung beschleunigen und die Effizienz der Diagnostik erhöhen.
ABB bringt in die Kooperation seine Robotik- und Automatisierungstechnologie sowie KI-gestützte Software ein. Roche steuert seine Expertise im Bereich der Labordiagnostik und klinischer Anwendungen bei, damit die Lösungen auf die Anforderungen moderner Diagnostiklabore zugeschnitten werden.
Hintergrund der Zusammenarbeit ist der steigende Druck auf klinische Labore. Die Unternehmen verweisen auf den Fachkräftemangel, die alternde Bevölkerung sowie die zunehmende Bedeutung der personalisierten Medizin, die den Bedarf an effizienteren Laborprozessen erhöhen./hr/rw/AWP/jha
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