3 unterschätzte Märkte, die 2026 zur Rendite-Bühne für Anleger werden könnten
Australien, Indien und Saudi-Arabien könnten im kommenden Jahr zu überraschenden Gewinnern werden. Diese Märkte bieten potenzielles Wachstum, trotz der Herausforderungen, die noch vor ihnen liegen.
Dina Ting, VP ETF Distribution EMA bei Franklin Templeton, nennt Australien, Indien und Saudi-Arabien als mögliche Überraschungskandidaten für den kommenden Marktzyklus. Laut ihr zeigen sich diese Märkte in unterschiedlicher Weise widerstandsfähig und gut positioniert für zukünftiges Wachstum.
Australien hat seit Jahresbeginn zweistellig zugelegt. Das moderate, aber stetige Wachstum stützt sich auf robuste Rohstoffexporte, steigenden Konsum und eine vorsichtige geldpolitische Lockerung. Die jüngsten Zinssenkungen der Reserve Bank of Australia trugen zur Stabilisierung des Immobilienmarktes bei und sorgten für eine Beruhigung des Verbrauchervertrauens. Ting erklärt:
"Australien bleibt ein Anker mit geringer Volatilität, auch wenn die Exportdynamik durch die schwächere Nachfrage aus China und die Abhängigkeit von Auslandsmärkten gewisse Risiken mit sich bringt."
Indien, das ebenfalls in den Fokus rückt, hat sich im Vergleich zum Vorjahr abgeschwächt. Die Aktien des Landes legten nur um knapp drei Prozent zu, nach zwei Jahren starker Outperformance. Trotz der derzeitigen Konsolidierung bleibt Ting optimistisch:
"Die Fundamentaldaten in Indien sind weiterhin stark, unterstützt durch umfangreiche staatliche Investitionen in Infrastruktur und Digitalisierung."
Die staatlichen Investitionsausgaben haben sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als verfünffacht und erreichten im Haushaltsjahr 2025–2026 etwa 3,4 Prozent des BIP. Indiens langfristige Attraktivität bleibt stark, nicht zuletzt aufgrund des demografischen Vorteils und der Reformdynamik.
Saudi-Arabien hingegen war 2025 der schwächste Markt unter den großen Wettbewerbern. Der Markt stieg nur um etwa 2 Prozent – belastet von gedämpften Ölpreisen und einer geringeren Beteiligung ausländischer Investoren.
Dennoch bleibt Saudi-Arabien für langfristige Anleger ein interessanter Kandidat, sagt Ting:
"Trotz kurzfristiger Marktschwäche schreiten die Reformen voran. Die Transformation weg von Kohlenwasserstoffen hin zu Dienstleistungen und Technologie wird von der Regierung aktiv unterstützt."
Das Land profitiert von seiner stabilen Finanzlage und den starken Reserven, während der Public Investment Fund (PIF) Investitionen in grüne Energie, Infrastruktur und Logistikzentren lenkt.
Ting sieht Saudi-Arabien als ein Land mit einer langfristigen, schrittweisen Neubewertung der Vermögenswerte. Auch wenn die Börsengänge langsamer vorankommen als erwartet, könnten sie 2026 eine neue Dynamik in den Markt bringen und die Stimmung erheblich verbessern.
Autor: sbh-Redaktion/neb
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