Zähe Inflation in Deutschland: Erste Schätzung für das Gesamtjahr 2025
WIESBADEN (dpa-AFX) - Die große Teuerungswelle ist vorbei, doch Deutschlands Verbraucherinnen und Verbraucher haben es mit hartnäckig steigenden Preisen vor allem bei Dienstleistungen zu tun. In den vergangenen Monaten hielt sich die Inflationsrate über der - auch psychologisch - wichtigen Marke von zwei Prozent. An diesem Dienstag (14.00 Uhr) gibt es eine erste Schätzung für Dezember und für das Gesamtjahr 2025 vom Statistischen Bundesamt.
Volkswirte gehen davon aus, dass sich die Menschen in Deutschland weiterhin mit Teuerungsraten oberhalb der Zwei-Prozent-Marke abfinden müssen. Bei Lebensmitteln hat sich der Preisauftrieb zwar etwas verlangsamt, viele Produkte sind dennoch deutlich teurer als vor der Corona-Pandemie.
Inflation zäher als gedacht
"Der Rückgang der Inflationsrate in Deutschland verläuft etwas zäher als gedacht", prognostizierte jüngst Bundesbank-Präsident Joachim Nagel. Wegen des Lohnwachstums und weniger stark fallender Energiepreise werde die Rate langsamer sinken als erwartet.
Für das Gesamtjahr 2025 erwarten führende Wirtschaftsforschungsinstitute eine relativ moderate Inflationsrate von 2,1 Prozent - auf ähnlichem Niveau wie 2024 mit 2,2 Prozent. In den Jahren 2022 (6,9 Prozent) und 2023 (5,9 Prozent) war die Teuerung sprunghaft geklettert, weil infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine die Preise für Energie und Lebensmittel deutlich anzogen.
Höhere Inflationsraten schmälern die Kaufkraft: Verbraucher können sich für einen Euro weniger leisten. Für den Euroraum strebt die Europäische Zentralbank ein stabiles Preisniveau bei mittelfristig 2,0 Prozent Inflation an./ben/DP/jha
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