Heliostar erklärte, das laufende Bohrprogramm bei Ana Paula solle bislang abgeleitete Goldmengen in verlässlichere Kategorien überführen. Solche Kategorien sind für die spätere Minenplanung wichtig, weil sie zeigen, wie gut eine Lagerstätte durch Bohrdaten belegt ist. Gleichzeitig solle das Programm die laufende Feasibility Study unterstützen. Eine Feasibility Study ist eine Machbarkeitsstudie, in der technische, wirtschaftliche und betriebliche Grundlagen eines möglichen Minenbaus geprüft werden.
Nach Unternehmensangaben wurden im Bohrprogramm 2025/2026 bisher 88 Bohrlöcher mit insgesamt 31.184 Metern abgeschlossen. Die jetzt veröffentlichten Ergebnisse betreffen fünf Bohrlöcher im High-Grade-Panel. Heliostar meldete außerdem, dass noch Ergebnisse aus 14 weiteren Bohrlöchern aus diesem Bereich ausstünden. Das Programm geht nach Angaben des Unternehmens über die ursprünglich geplanten 28.000 Meter hinaus. Heliostar begründete die Ausweitung mit Kosteneffizienz und Explorationserfolgen. Parallel zu den Bohrungen im High-Grade-Panel prüfe das Unternehmen auch tiefere Erweiterungen in der Expansion Zone sowie zusätzliche Goldzonen in der Nähe geplanter unterirdischer Infrastruktur.
Das Bohrloch AP-25-360 liegt nach Angaben von Heliostar zentral im aktuellen Bohrmuster. Es sollte die Goldzone in der Tiefe genauer prüfen. Das Unternehmen meldete daraus 69,15 Meter mit 10,09 g/t Gold ab 93,0 Metern Tiefe. Heliostar bezeichnete diesen Abschnitt als einen der mächtigsten bisher im High-Grade-Panel erbohrten Abschnitte.
Bohrloch AP-25-359 liegt rund 55 Meter südwestlich von AP-25-360. Es sollte die senkrechte Ausdehnung des High-Grade-Panel testen und enger abgrenzen. Heliostar meldete daraus 43,80 Meter mit 13,91 g/t Gold. Darin enthalten seien 19,85 Meter mit 22,51 g/t Gold. Zusätzlich nannte das Unternehmen weitere Abschnitte von 24,75 Metern mit 8,96 g/t Gold sowie 6,00 Metern mit 27,98 g/t Gold. Nach Einschätzung des Unternehmens stützten diese Resultate die Annahme, dass sich die goldreichen Bereiche über mehrere Bohrlöcher hinweg fortsetzen.
Bohrloch AP-25-349 liegt rund 55 Meter westlich von AP-25-359 und rund 104 Meter westlich von AP-25-360. Es wurde laut Heliostar gebohrt, um einen bislang weniger sicher eingestuften Bereich innerhalb des High-Grade-Panel genauer zu untersuchen. Das Loch lieferte 28,95 Meter mit 11,24 g/t Gold. Darin enthalten seien 19,70 Meter mit 15,14 g/t Gold.
Auch Bohrloch AP-25-371 lieferte hohe Werte. Das Unternehmen meldete daraus 30,65 Meter mit 11,33 g/t Gold. Darin enthalten seien 14,05 Meter mit 22,13 g/t Gold. Diese Ergebnisse ergänzten laut Heliostar die Datenbasis im östlichen Teil des aktuellen Bohrmusters.
President and Chief Executive Officer Charles Funk erklärte, die Ergebnisse zeigten die besondere Natur des High-Grade-Panel. Dieser Bereich liefere nach seiner Aussage wiederholt hohe Goldgehalte über breite Abschnitte. Das laufende Infill-Bohrprogramm bestätige diese Art der Goldvererzung in Bereichen, die derzeit noch als inferred eingestuft seien. Inferred bedeutet, dass ein Goldvorkommen anhand vorhandener Daten angenommen wird, die Sicherheit aber noch geringer ist als bei besser belegten Ressourcenkategorien.
Funk sagte weiter, Heliostar sei auf Kurs, diese Zonen aufzuwerten und sie in den Minenplan der für 2027 vorgesehenen Feasibility Study aufzunehmen. Das Ziel dieser Studie sei es, die in der November 2025 veröffentlichten PEA (Preliminary Economic Assessment) dargestellte Minenlaufzeit von neun Jahren und ein Produktionsprofil von rund 100.000 Unzen Gold pro Jahr zu erweitern.
Heliostar sammelt in geeigneten Bohrlöchern zusätzlich Daten zur Festigkeit des Gesteins, zu Wasserverhältnissen im Untergrund und zur Metallurgie. Metallurgie bedeutet in diesem Zusammenhang, wie gut sich Gold später aus dem Gestein gewinnen lässt. Diese Informationen sollen nach Unternehmensangaben helfen, das Minendesign für Ana Paula genauer auszuarbeiten.
Das Unternehmen beschreibt die Goldführung bei Ana Paula als Mischung aus fein verteiltem Gold im Gestein und kleinen goldhaltigen Adern. Vereinfacht bedeutet das: Das Gold liegt nicht nur in einem einzelnen klar sichtbaren Band, sondern verteilt sich in bestimmten Gesteinsbereichen und in einem Netz kleiner Risse und Adern. Heliostar verweist außerdem auf unterschiedliche Gesteinsarten und Bruchzonen. Solche Bruchzonen entstehen, wenn Gestein im Untergrund aufreißt oder verschoben wird. In diesen Bereichen können mineralhaltige Flüssigkeiten leichter zirkulieren und Gold ablagern. Für die weitere Erkundung ist deshalb wichtig, ob sich diese günstigen Strukturen in andere Richtungen fortsetzen.
Nach Angaben von Heliostar laufen die Bohrungen weiter. Das Unternehmen erklärte, die nächsten Resultate aus Ana Paula würden im Mai erwartet. Außerdem würden weitere Daten aus dem High-Grade-Panel und aus der Expansion Zone ausstehen. Für den Ausblick erklärte das Management, die zusätzlichen Bohrdaten würden in die weitere Planung der Feasibility Study einfließen. Die Studie solle nach Unternehmensangaben zeigen, ob die bislang modellierte Minenlaufzeit und das Produktionsprofil erweitert werden könnten. Der CEO sagte zudem, Ana Paula solle nach Unternehmensplanung im Jahr 2028 in Produktion gehen und damit einen wichtigen Beitrag zum Ziel leisten, bis zum Ende des Jahrzehnts eine jährliche Produktion von 500.000 Unzen Gold zu erreichen.
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