Zumwinkel wird neuer Telekom-Chef


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vega2000:

Zumwinkel wird neuer Telekom-Chef

 
05.10.02 11:33

Post-Chef soll die Telekom führen
Dem erfolgreichen Sanierer Klaus Zumwinkel traut man in Bonn und Berlin am ehesten die Sommer-Nachfolge zu.


Sowohl beim Großaktionär Bund als auch bei der Telekom selbst gilt Klaus Zumwinkelt als erste Wahl. Post-Chef Klaus Zumwinkel wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit noch in diesem Jahr neuer Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom. Auf diese Lösung haben sich nach Informationen der Süddeutschen Zeitung die Führungspitze des Bonner Konzerns und der Bund als Großaktionär der Telekom verständigt.

Wie die SZ am Freitag aus Regierungskreisen erfuhr, hat sich Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) bereits eindeutig auf Klaus Zumwinkel als künftigem Vorstandsvorsitzenden der Telekom festgelegt. Eichel hatte schon beim Sturz von Ron Sommer hinter den Kulissen die Fäden gezogen. Als wichtigstes Indiz für die Weichenstellung werten Insider die Tatsache, dass die graue Eminenz des Bundesfinanzministeriums, Staatssekretär Manfred Overhaus, gegenüber Eingeweihten bereits unmissverständlich seine Präferenz für den Chef der Deutschen Post AG zu verstehen gegeben hat.

Der Name Zumwinkel stößt im Berliner Finanzministerium demnach auf Wohlwollen. Zugleich ist er bei der Suche, den die Telekom selbst nach einem qualifizierten Nachfolger für den Mitte Juli zurückgetretenen Sommer angestrengt hat, ebenfalls erste Wahl.

So haben sich dem Vernehmen nach inzwischen Telekom-Interimschef Helmut Sihler und Aufsichtsratsvorsitzender Hans Dietrich Winkhaus gemeinsam auf Klaus Zumwinkel als Favoriten verständigt.

Ricke als Nummer Zwei

Erst auf Rang zwei folgt als interner Anwärter das amtierende Konzernvorstandsmitglied und Chef von T-Mobile International, Kai-Uwe Ricke. Ricke – Sohn des ersten Telekom-Chefs Helmut Ricke – gilt zwar innerhalb des Konzerns als ein beliebter, hoch angesehener und qualifizierter Manager.

Als Minuspunkte werden für ihn aber ins Feld geführt, dass er erstens mit seinen 41 Lebensjahren für solch eine Position noch recht jung ist, dass er zweitens als Entdeckung Ron Sommers gilt und dass er drittens ausgerechnet der Mann ist, in dessen Vorstandsressorts möglicherweise die schmerzhaftesten Operationen stattfinden müssen, nämlich im Bereich der amerikanischen Mobilfunk-Tochter Voicestream.

Ricke hat in jüngster Zeit immer wieder betont, dass sich Voicestream auch ohne Partner auf dem US-Mobilfunkmarkt werde durchsetzten können.

Ablehnende Haltung geändert

Einer Nominierung Zumwinkels scheint inzwischen auch deshalb nichts mehr im Wege zu stehen, weil dieser seine bisher ablehnende Haltung gegenüber einem Wechsel zur Telekom geändert habe.

Zumwinkel, so heisst es in seinem Umfeld, habe sich mit diesem Gedanken erst vertraut gemacht, nachdem sein holländischer Kollege Ad Scheepbouwer kürzlich an die Spitze des krisengeschüttelten Telekom-Pendants KPN berufen worden sei.

Bereits im Vorfeld des Sturzes von Ron Sommer war Zumwinkel von Kanzler Schröder konkret danach gefragt worden, ob er die Nachfolge Sommers übernehmen wolle.

Zunächst ein Korb für den Kanzler

Allein schon aus Gründen der Loyalität gegenüber Sommer hatte Zumwinkel dem Kanzler einen Korb gegeben und dies auch später bei der Bilanzpressekonferenz der Post mit den Worten angedeutet, dass er den Konzern nicht verlassen wolle, weil seine Aufgabe dort noch nicht beendet sei.

Nach zuverlässigen Informationen aus seinem engsten Umfeld schließt Zumwinkel, der bis zum Sonntag einen viertägigen Wanderurlaub in den norditalienischen Alpen verbringt, inzwischen einen solchen Wechsel zumindest dann nicht mehr aus, wenn ihn der Kanzler dringend darum bitten würde.

Es ist unwahrscheinlich, dass es Zumwinkel genauso ergehen würde wie Technik-Vorstand Gerd Tenzer, den die Regierung als Gegenkandidaten zu Sommer ins Gespräch gebracht hatte – in der Erwartung, dass er durch die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat eindeutig unterstützt werde, was aber nicht geschah.

Gut bekannt mit den Gewerkschaften

Der Post-Chef würde vermutlich eine sichere Mehrheit finden, da er den Arbeitnehmervertretern und Gewerkschaften seit über einem Jahrzehnt gut bekannt ist.

Die größten Pluspunkte, die der ehemalige Quelle-Boss Zumwinkel in die Waagschale werfen kann, sind erstens seine unbestreitbaren Erfolge bei der von ihm in unspektakulärer Weise betriebenen Umwandlung der ehemaligen Behörden-Post in einen weltweit agierenden Logistikkonzern.

Im Gegensatz zur Telekom hatte Zumwinkel dabei jedoch den großen Vorteil, dass die gelbe Post seit 1998 in weitaus geringerem Maße reguliert wurde und bis 2006 immer noch erhebliche Teile ihrer klassischen Briefdienstleistungen unter Monopolschutz erbringen darf.

Insbesondere deshalb verfügt die Post auch heute über eine ungleich gesündere Kapitalstruktur als die Telekom.

Aktien weit unter Ausgabepreis

Nimmt man allerdings den Börsenkurs als Gradmesser des Erfolges, so steht der Manager Zumwinkel freilich nicht mehr ganz so strahlend dar, denn der aktuelle Kurs der Aktie Gelb liegt inzwischen prozentual erheblich weiter unter ihrem Emissionskurs, als die T-Aktie unter ihrem Erstausgabekurs von 1996 notiert.

Süddeutsche Zeitung
Zumwinkel wird neuer Telekom-Chef 807000
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Slash:

Schon wieder überholt.

 
05.10.02 15:17
Nun soll Riecke der neue Vorstandsvorsitzende werden. Wobei ich davon ausgehe das sich die Entscheidung noch mal ändern kann.

Gruß slash
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vega2000:

up für mm

 
05.10.02 18:32
Zumwinkel wird neuer Telekom-Chef 807129
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MOTORMAN:

;-o

 
05.10.02 19:05
Thanks.

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