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Ein Jahr Atomausstieg
Viel Energie für wenig Wende
Montag, 06.08.2012, 18:30 · von FOCUS-Online-Redakteurin Susanne Klaiber und FOCUS-Online-Redakteur Markus Voss
Heute vor einem Jahr, am 6. August 2011, trat in Deutschland das Gesetz zum Atomausstieg in Kraft.
Was ist seitdem passiert? Woran hakt die Energiewende noch und wer ist dagegen? Eine Jahresbilanz.
Auszug:
Welche alternativen Kraftwerke sind seither ans Netz gegangen?
Wie die Änderungen im Strommix erahnen lassen, ist der Anteil der Anlagen im Netz, die aus Wind-oder Wasserkraft, Biomasse und Sonnenenergie Strom erzeugen, gestiegen. Aus den Zahlen des Bundesverbands der Windenergie geht hervor, dass von Juli 2011 bis Juni 2012 allein mögliche Spitzenleistung der installierten Windkraft-Anlagen von knapp 28 Megawatt auf 30 Megawatt gestiegen ist – also um gut sieben Prozent. Ein Teil davon resultiert aus dem Einbau effizienterer Turbinen, denn die Zahl der Windenergieanlagen stieg in Deutschland im gleichen Zeitraum nur um knapp 750 auf 22.600Standorte – ein Plus von 3,4 Prozent.
Allerdings bräuchte Deutschland dringend mehr Offshore-Parks, also Windanlagen auf dem Meer. Derzeit stehen in Nord- und Ostsee 52 Anlagen mit einer Leistung von etwa 200 Megawatt. Doch die Investoren zögern, weil die Regierung wichtige Gesetze für die Anlagen noch nicht verabschiedet hat. Photovoltaikanlagen sind nach Angaben des Bundesverbands Solarwirtschaft von Juni 2011 bis Juni 2012 mit einer Leistung von 19,1 Gigawatt zugebaut worden. Derzeit liegt die installierte Leistung bei gut 29 Gigawatt.