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Pichel:

zieht euch warm an!

 
01.03.12 14:00
01.03.12 13:57     dpa-AFX: Razzia wegen Insiderhandels: Fahnder sehen Parallele zu SdK-Skandal
   MÜNCHEN (dpa-AFX) - Mit einer groß angelegten Razzia und Durchsuchungen
von mindestens 86 Objekten sind internationale Ermittler gegen ein mögliches
Netzwerk von Börsenbetrügern vorgegangen. Beteiligt an der Aktion am Mittwoch
waren elf Staatsanwälte, zehn Mitarbeiter der Finanzaufsicht Bafin und über 200
Polizeibeamte, wie der Sprecher der Münchner Staatsanwaltschaft, Thomas
Steinkraus-Koch, der dpa am Donnerstag sagte.

   Insgesamt habe man 53 Objekte in Deutschland und 33 im Ausland
durchsucht, davon vier außerhalb Europas. Es werde gegen mehrere Personen
ermittelt. Angaben zu Tatverdächtigen oder Betroffenen wollte der Sprecher nicht machen.

   Kern der Ermittlungen ist der Verdacht auf Insiderhandel bei
Börsengeschäften. Kurse seien - zum Teil mittels Publikationen - beeinflusst
worden. Der Staatsanwalt sprach von Parallelen zum SdK-Skandal: 'Es handelt sich
um ein neues Verfahren und anders gelagerte Vorwürfe, aber es gibt
Überschneidungen in der Vorgehensweise.'

   Im SdK-Skandal um Aktienkursmanipulation und
Insiderhandel steht derzeit der Ex-Vizechef der Schutzgemeinschaft der
Kapitalanleger (SdK), Markus Straub, vor dem Landgericht München. Zusammen mit
einem mitangeklagten Herausgeber von Börsenbriefen soll er Aktienkurse von
unternehmen gezielt beeinflusst und damit ein Vermögen verdient haben. Er weist
die Vorwürfe zurück.

   Straub war von 1999 bis zu seinem Rücktritt 2008 im Vorstand der
SdK und hatte ein hohes Ansehen bei vielen Aktionären. Laut Anklage nutzte er
seine Funktion aber auch für eigene Interessen: Unter anderem soll er 2006 mit
seinem Privatvermögen auf fallende Kurse bei einem Motorenhersteller gesetzt und
daraufhin Anlegern geraten haben, die Aktie zu verkaufen. Durch den Kursrutsch
legten seine Optionen auf fallende Kurse um mehr als eine halbe Million Euro an
Wert zu.

   Bislang galten die Ermittlungen gegen Straub, einen mutmaßlichen
Mittäter sowie weitere Beteiligte einer Clique aus Aktionärsvertretern und
Finanzautoren als der größte Schlag gegen organisierte Kursmanipulationen in
Deutschland./mda/DP/tw



Finanzielle Probleme lassen sich am besten mit anderer Leute Geld regeln. (J. Paul Getty)
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