Zetsche (DaimlerChr.): US-Kfz-Markt bleibt stark


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rosch:

Zetsche (DaimlerChr.): US-Kfz-Markt bleibt stark

 
22.08.01 08:13
Zetsche (DaimlerChrysler): US-Kfz-Markt bleibt stark

Detroit (vwd) - Die DaimlerChrysler AG, Stuttgart, erwartet trotz der gegenwärtigen konjunkturellen Schwäche in den USA einen "weiterhin relativ starken Kfz-Markt", sagte Chrysler-CEO Dieter Zetsche am Dienstag vor der Presse in Detroit. Anlässlich der Präsentation des neuen Dodge Ram Pickup Truck bekräftigte Zetsche die Absicht des Konzerns, in den Staaten in diesem Jahr rund 16,6 Mio Fahrzeuge absetzen zu können. Damit erhöhte er noch einmal die voraussichtlich möglich Absatzzahl, die vor einem Monat mit etwa 16,5 Mio und Anfang des Jahres mit 16,0 Mio in Ansatz gebracht worden war.


Zetsche meinte in Bezug auf die erfolgte Zinssenkung durch die Federal Reserve um einen weiteren viertel Punkt, er würde es begrüßen, wenn weitere Zinserleichterungen zur Ankurbelung der Konjunktur beschlossen werden könnten. "Es ist noch Raum für solche Schritte", sagte er und betonte, es sei allgemein erwartet, dass "wir nicht am Ende dieser Lockerung sind".

vwd/DJ/21.8.2001/sa

21. August 2001, 23:50

DaimlerChrysler AG: 710000,710001


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rosch:

Dagegen: FTD: Düstere Prognose für US-Autobauer

 
22.08.01 08:55
Aus der FTD vom 22.8.2001  
Düstere Prognose für US-Autobauer
Von Nicola Liebert, New York

Die US-Automobilindustrie, bis vor kurzem der einzige Lichtblick in Amerikas düsterer Industrielandschaft, gerät zunehmend in Bedrängnis.

Mehrere einflussreiche Analysten, darunter die von Lehman Brothers und Goldman Sachs, senkten ihre Prognosen für Ford und General Motors. Die Rating-Agenturen Standard & Poor’s und Moody’s erwägen eine Herabstufung ihrer Kreditwürdigkeit. Damit kämen weitere Kosten für höhere Zinsen auf die Autokonzerne zu. Am Montag stürzten deshalb die Aktien von Ford und General Motors um rund sechs Prozent.

Vor allem Ford hat die Aufmerksamkeit auf sich gezogen, als der zweitgrößte US-Automobilhersteller Ende vergangener Woche den Abbau von 5000 Stellen ankündigte. Rückrufe von Reifen, Klagen von Unfallopfern und der millionenfache Austausch defekter Zündungen kosten das Unternehmen Milliarden und verschrecken Käufer. Doch die Schlagzeilen über Ford können nicht kaschieren, dass sich die gesamte Branche in Schwierigkeiten befindet. "Es ist ein sehr schwieriges Wettbewerbsumfeld. Die ganze Industrie hat zu kämpfen", bemerkte Ford-Finanzchef Martin Inglis.



Schlechte Aussichten


Die Zukunft sieht laut Analysten nicht besser aus. "Die vollen Auswirkungen von steigender Arbeitslosigkeit, niedrigeren Einkommenszuwächsen und nachlassendem Verbrauchervertrauen werden sich erst noch richtig bemerkbar machen", schrieb Merrill-Lynch-Analyst John Casesa in einem Industriereport. "Ein kräftiger Gegenwind wird nicht nur Ford entgegenblasen, sondern auch General Motors, DaimlerChrysler und den Zulieferern."


Dabei wurden die Autokonzerne nach einem schwierigen Winter mit zeitweiligen Fabrikstilllegungen im ersten Halbjahr 2001 von einer durchaus kräftigen Nachfrage überrascht. Doch das begann sich im Juli zu ändern, als in den USA sechs Prozent weniger Kfz verkauft wurden als im Vorjahr. Besonders schmerzhaft für Ford ist es, dass sich ausgerechnet seine bislang so beliebten Geländewagen und Kleinbusse schlechter verkaufen, wo die Gewinnmargen am größten sind. Das Unternehmen kündigte an, im vierten Quartal seine Produktion um acht Prozent gegenüber dem Vorjahr zu reduzieren.


Am besten halten konnte sich noch DaimlerChrysler, das schon seit vergangenem Winter mit kräftigen Einschnitten der Konjunktur gegensteuert und den Abbau von 26.000 Stellen angekündigt hat.


Nicholas Lobaccaro von Lehman Brothers vermutet, dass General Motors noch in diesem Monat eine Gewinnwarnung aussprechen werde. Lobaccaro senkte seine Gewinnprognose für GM von 4,15 $ auf 3,25 $ pro Aktie im laufenden Jahr. Ford hatte am Freitag Investoren informiert, es sei jetzt nur noch mit 70 Cent statt mit 1,20 $ zu rechnen.


Höhere Benzinpreise und stagnierende Haushaltseinkommen brachten viele amerikanische Autokäufer dazu, sich eher in Richtung etwas kleinerer Autos zu orientieren. Dieser Trend nützte vor allem ausländischen Herstellern, die mit sparsameren Versionen der Geländewagen Kunden gewannen. Der Marktanteil der "großen Drei" - General Motors, Ford und DaimlerChrysler - sank seit Juli 2000 um gut drei Prozentpunkte auf 63,7 Prozent.


Der Rückgang der Verkaufszahlen paart sich zudem mit schrumpfenden Gewinnen pro verkauftem Auto. Denn im Bemühen, Kunden zu halten, überbieten sich die amerikanischen Kfz-Hersteller derzeit mit Rabatten und zinsfreien Krediten. Diese Anreize kosten die Industrie im Schnitt über 2000 $ pro Auto. "Sie haben sich ein großes Loch gegraben, und statt herauszuklettern, graben sie fleißig weiter", kritisiert Lobaccaro diese Strategie.


Auch hier haben es die ausländischen Anbieter leichter. Dank der günstigen Wechselkurse von Euro und Yen gegenüber dem Dollar können sie problemlos günstigere Preise bieten. Honda beispielsweise gibt nur rund 500 $ pro Auto für Kaufanreize aus. Der japanische Autohersteller verkaufte zwar im zweiten Quartal vier Prozent weniger Kfz auf dem nordamerikanischen Markt als im letzten Jahr. Trotzdem stieg der Umsatz um 16 Prozent. Vertreter der US-Automobilindustrie, darunter der Finanzchef von General Motors, John Devine, fordern inzwischen immer lauter Maßnahmen gegen den teuren Dollar.



© 2001 Financial Times Deutschland
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