Zeit ist Geld


Thema
abonnieren
Beitrag: 1
Zugriffe: 370 / Heute: 1
xpfuture:

Zeit ist Geld

 
23.07.04 22:51
ALTES WUNSCHDENKEN ODER WIRKLICHKEIT?

Wertpapierkurse spiegeln langfristig die wirtschaftliche Entwicklung an den Finanzmärkten wider. Zwischenzeitlich beeinflussen jedoch Faktoren wie Inflation, Zinsen, Politik, Konjunktur, Analystenmeinungen und auch Psychologie die Stimmung an der Börse. Diese Einflüsse können zu übertriebenen Kursanstiegen oder auch zu vorübergehenden Kurseinbrüchen führen. Um in solchen Marktphasen nicht die Nerven zu verlieren, ist es wichtig, einen ausgewogenen, den persönlichen Wünschen und Bedürfnissen entsprechenden Veranlagungsmix zu finden. Einen einfachen Leitfaden für die "richtige Mischung" stellt die Anlagepyramide dar. Ausgehend von einem sicheren Fundament ist es sinnvoll, in ertragreichere Wertpapierbausteine zu investieren.

Veranlagungsentscheidungen bewegen sich immer im Spannungsfeld von Sicherheit, Ertrag und Verfügbarkeit - dem "magischen Dreieck". Wichtig ist es, klare Ziele zu haben, denn es gibt keine Veranlagungsprodukte, die hohe Erträge erzielen, jederzeit verfügbar sind und auch keine Wertschankungen aufweisen. Um beispielsweise in einem Jahr eine Investition tätigen zu können, muß das notwendige Kapital täglich verfügbar sein. Dafür eignet sich ein Sparbuch, das jederzeitigen Zugriff auf das angesparte Kapital ermöglicht.

ERTRAGSCHANCEN VON WERTPAPIEREN

Die letzten Jahrzehnte an der Börse haben gezeigt, daß vor allem langfristig denkende Optimisten erfolgreich waren. Korrekturphasen an den Aktienmärkten haben immer wieder das Anlegervertrauen erschüttert. Trotz der Kursverluste der vergangenen Jahre bleiben Aktien weiterhin die langfristig ertragreichste Veranlagungsform. Seit 1986 konnte eine durchschnittliche jährliche Wertentwicklung von rund 8 Prozent erzielt werden.

Die höhere Schwankungsbreite bei Aktien wird durch eine höhere Rendite ausgeglichen. Anleger verlieren in schwierigen Marktphasen jedoch oft das Vertrauen in Ertragserwartungen. Diese Sichtweise liegt in der Natur des Menschen und kann nur mit einer gewissen Risikobereitschaft und durch den richtigen Anlagehorizont ausgeglichen werden.
 
GIBT ES DEN RICHTIGEN EINSTIEGSZEITPUNKT?

Für viele Anleger stellt sich die Frage: "Soll ich jetzt (wieder) einsteigen?". Die Antwort kann nur lauten: Bei einer langfristigen Veranlagung spielt die Wahl des Einstiegszeitpunktes eine untergeordnete Rolle - entscheidend ist der Anlagehorizont. Beim Vergleich der wichtigsten Anlageformen seit 1926 geht hervor das die Ertragsprognosen in langen Zeitfenstern eingehalten werden konnten.

Aktuell müssen Aktienanleger die Korrekturphase 2000 bis 2003 - mit zwischenzeitlichen Verlusten von ca. 40 Prozent - verdauen. In dieser Phase gilt es nicht die Nerven zu verlieren und Hals über Kopf aus Aktienveranlagungen auszusteigen. Bei niedrigen Kursniveaus ist die Gefahr groß Verluste zu realisieren und bei Anstiegsphasen nicht mehr dabei zu sein.  

Anlageform Ertragsprognose Anlagehorizont
Geldmarkt 3,5 % p.a. ab 3 Jahren
Anleihen 4,5 % p.a. ab 5 Jahren
Aktien 8,0 % p.a. ab 10 Jahren

ZEIT IST GELD

Den größten Erfolgsfaktor an einer Wertpapierveranlagung stellt die Zeit selbst dar. Die laufende Wiederveranlagung der Erträge (Zinsen, Dividenden usw) ergibt für den Anleger einen attraktiven Zinseszins-Effekt, weil die gutgeschriebenen Beträge sofort wieder "arbeiten" und Gewinne erzielen können.

xpfuture
Antworten
Auf neue Beiträge prüfen
Es gibt keine neuen Beiträge.


Börsen-Forum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen
--button_text--