Alibabas Bezahlsystem Alipay gekappt.
Wenn man bedenkt, dass WeChat 600 Millionen Nutzer hat.................
www.chinadailyasia.com/business/2015-02/06/...nt_15224994.html
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... ist der Rest von Yahoo! vollkommen zurecht von einigen Medien zu einem Übernahmeziel "hoch"gestuft worden. Um diese Möglichkeit anzukündigen, hat es in jedem Fall der Zustimmung von Alibaba bedurft. Die Reaktion von Alibaba, dass es ihnen vollkommen egal ist, ob nun Yahoo! oder "SpinCo." dieses Aktienpaket hält, ist daher auch ein wenig "geblufft". Ein potenzieller Käufer würde diese Vereinbarung mit Alibaba auch übernehmen und damit die Möglichkeit, den "SpinCo."-Anteil als Bestandteil eines möglichen Übernahmeangebots zu nutzen. Bis Dienstag vorletzter Woche war es nämlich noch gar nicht klar, wie ein potenzieller Käufer mit diesem Konstrukt und der $40 Mrd.-Beteiligung hätte umgehen können. Ich würde daher die Möglichkeit einer Übernahme noch sehr viel höher einschätzen als noch vor 2-3 Monaten. Dann muss man auch nicht bis zum 4. Quartal warten, um eine entsprechende Übernahme zu verkünden, zumal bis dahin auch die zusätzlichen $7 Mrd. Cash für Yahoo! durch den Alipay-Börsengang wieder thematisiert werden könnten, was eine mögliche Übernahme zu diesem Zeitpunkt noch wesentlich verteuern könnte. Dieses Geld landet vermutlich Anfang nächsten Jahres in den Kassen des Unternehmens, dss Yahoo! bis dahin übernommen hat!
By the way: Es wäre überhaupt spannend zu wissen, ob diese $7 Mrd. am Ende des Tages an "SpinCo." oder an Yahoo! überwiesen werden!? Vielleicht könnte ja irgendjemand einmal diese Frage an Marissa Mayer weiterreichen...
An einem kleinen Beispiel versucht Eric Jackson erneut seinem Unmut über die Arbeit von Marissa Mayer und ihrem Team Luft zu machen. Konkret geht es darum, dass Yahoo! für seine App bei Snapchat eine antiquierte Journalistin (Katie Couric) für ein mehrheitlich junges Punblikum präsentiert, während eine 4-Personen-Klitsche mit einer Snapchat-App namens "Fusion" zu begeistern weiß. Hier die wichtigsten Kernaussagen aus dem 5seitigen Artikel:
http://www.forbes.com/sites/ericjackson/2015/02/...snapchat-discover/
... "This one little story of the Yahoo News By Katie Couric app within Snapchat Discover is emblematic of the deep problems that still exist within Yahoos core business. Sure the stock price has gone up (and recently down) because of the value of Alibaba. But Marissa Mayer and her team have had zero to do with that. They are only responsible for the core business and the core business as witnessed by this whole Katie Snapchat fiasco is sick as a dog." ...
... "Marissa Mayer should realize the error of her ways and cut Couric now to let her pursue other interests that are a better fit for her talent. Mayer shouldnt wait for her successor to make this eventual decision."
Oder anders ausgedrückt: Marissa und ihr Team sollten besser heute als morgen ihren Stuhl räumen!
Der nächste Schritt von Starboard muss die zwingende Absetzung von Marissa Mayer zur Folge haben. Ein Schnellschuss ist von daher ausgeschlossen, wenn der Plan nicht steht, wie genau das gelingen soll. Es gibt ja die Möglichkeit, dem Verwaltungsrat bis zum 27.03.2015 Vorschläge für einen möglichen Chefwechsel vorzuschlagen. Da geht wohl um auch Punkte, die bei oder bis zur Aktionärsversammlung im Juni geregelt werden sollen. Wenn sich Starboard also zu Wort melden wird, dann steht der Plan, wie genau es laufen soll und wer diesen Posten dann auch besetzten soll. Deshalb meinte ich ja auch, dass die aktuelle Situation für jede Menge Wasser auf die Mühlen von Starboard sorgt. Der Artikel von Eric Jackson ist da nur ein weiterer Eimer Wasser. Ich hoffe sehr, dass man sich nicht bis zum letzten Tag Zeit lassen wird, seine Pläne zu offenbaren. Gleichzeitig vertraue ich darauf, dass Marissa Mayer sich ihrer Situation sehr bewusst ist und schon vorher ihren Rückzug ankündigt oder aber "besondere Nachrichten" diese Thematik ein für alleman beenden.
Nur zur Klarstellung: Es bestehen wohl direkte Kontakte zwischen Jeffrey Smith (von Starboard) und Nicholas Carlson, der das Buch über Marissa Mayer geschrieben hat. Eric Jackson hat meines Wissens nur einen externen Einblick in die Beziehung der beiden anderen und gehört wohl nicht dazu, ist aber sicherlich ein ähnlich scharfer Kritiker von Marissa Mayers Arbeit.
... fest im Sattel, weil das Ausmaß des Kursanstiegs bei Yahoo! bis September 2014 nicht eindeutig dem Resultat ihrer Bemühungen rund um einen Turnaround des Yahoo!-Kerngeschäfts, noch dem der Alibaba-Beteiligung zugerechnet werden konnte. Seit September 2014 nun wurde dieses Thema durch die Steuerdebatte "übertüncht": Wären die Steuern fällig gewesen, dann wäre das Yahoo!-Kerngeschäft (inkl. der Beteiligung an Yahoo! Japan) ca. $20 je Aktie wert gewesen. Das wäre zwar trotzdem als nicht sonderlich positiv zu bewerten, aber immerhin etwas! Jetzt aber, nachdem das Steuerproblem bezüglich der Aliababa-Beteiligung gelöst wurde, ist auch dem Letzten klar geworden, dass das Yahoo! Kerngeschäft (ohne die Beteiligung an Yahoo! Japan) komplett wertlos ist und damit auch ihre gesamte Arbeit der letzten 2,5 Jahre!
Demnach darf und muss man annehmen dürfen, dass wenn da einmal eine Eiche stand, diese heute nur noch ein Schatten ihrer selbst ist und selbst nach dem Konsum von halluzinogenen Drogen nicht mehr als solche wahrgenommen werden kann, auch wenn einige Medienvertreter diesen Standpunkt vertreten. Die Börse sieht das nachweislich anders und somit ist ihr "Eichen-Status" faktisch hinfällig. Diese Einsicht wird sich seit der letzten Woche auch in weiten Teilen des Verwaltungsrats von Yahoo! durchgesetzt haben, wenn der Ø-IQ in diesem Gremium einen kleinen wenig oberhalb der Raumtemperatur liegt, und müssten eher heute als morgen zu Konsequenzen führen: Die Eiche bei Yahoo! brennt seit etwas über einer Woche lichterloh!
... habe, ist Alipay im Segment der Online-Bezahldienste marktführend in China, danach kommt Tenpay, der entsprechende Dienst von Tencent. Letztlich ist es die unternehmerische Entscheidung von Tencent, inwieweit man es sich erlauben kann, seinen eigenen Kunden die Wahl zu nehmen, auch den Online-Bezahldienst eines Wettbewerbers für ihre Zahlungen zu nutzen. Ich denke, dass der Online-Handel für weitaus mehr Umsatz sorgt und sorgen wird, als Internet-Dienstleistungen wie Spiele. Im Westen würdest Du heute einen großen Fehler machen, wenn Du Paypal nicht anbieten würdest, nur weil Du mit Ebay im Wettbewerb stehst. Es könnte also sein, dass die Maßnahme von Tencent (mittel- bis langfrisitg) nach hinten losgeht.
Für Alibaba hat das im Übrigen keine direkten Auswirkungen, weil Alipay und Alibaba zwei unterschiedliche Unternehmen sind, die sich (trotz einer kleinen Minderheitsbeteiligung von Alibaba) gegenseitig keine Gewinne zuschieben. Diese Tencent-Maßnahme dürfte demnach keinerlei Auswirkungen auf die Geschäfte und den Geschäftserfolg von Alibaba haben.
... gelisteten Unternehmen zu betreffen. Tencent ist ja in Hong Kong mit einem KGV von über 300 (!) bewertet, auch wenn zuletzt Baidu und Alibaba das stärkere Wachstum aufzeigten und mit KGVs von unter 40 in den USA gelistet sind. Dem langfristig investierten Anleger wird es egal sein, denn ein Wert von 300 wird sich niemals länger halten können. Werte von um die 40 bei Baidu und Alibaba sind ja durchaus angemessen, aber dennoch scheinen mir die Analysten bei Alibaba ein paar falsche Rückschlüsse auf die Zusammenhänge zwischen Umsatz und Gewinn zu ziehen. Bei BABA wird momentan leider nur die Vergangenheit gehandelt, nicht die Zukunft. Solche Maßstäbe kann man vielleicht in rezessiven Märkten anlegen, aber so wie jetzt ist das weitere Abrutschen nach unten nahezu ausgeschlossen und trotzdem wird man sich natürlich fragen dürfen, aus welchen Gründen (gleichzeit) das Yahoo!-Kerngeschäft mit einem KGV irgendwo zwischen 0 und 3 bewertet wird und gleichzeitig Twitter sowie Amazon trotz negativer KGVs derartige Kurssprünge fabrizieren können, die sich selbst im Falle einer überschwänglichen Phantasie nicht mehr erklären lassen. Gegen derartige Manipulationen im Markt hat man als Kleinanleger (zumindest vorübergehend) definitiv das Nachsehen...
... in dieser Woche bewegen könnten, kommen vielleicht aus Japan (SoftBank Quartalsergebnisse) oder aus New York (Konferenz von Goldman Sachs). Bisher wurde die Talfahrt durch mehr oder weniger irrwitzige Behauptungen und offensichtliche Fehlinterpretationen erklärt. Nachrichten sind momentan also eher zweitrangig und (eigentlich) gute Nachrichten werden durch Uminterpretation umgehend in schlechte verwandelt. Niemand kann und wird vorhersehen können, wann diese Stimmungsmache endlich abebben oder vielleicht sogar ins Gegenteil verkehrt wird. Das Momentum spricht zwar aktuell klar gegen beide Werte, aber die Übertreibung ist schon so signifikant, dass alle potenziell schlechten Nachrichten der nächsten Wochen in den Kursen schon verarbeitet sein müssten, inklusive einer Insolvenz von Yahoo!, denn anders lässt sich die Bewertung des Yahoo! Kerngeschäfts aktuell gar nicht mehr erklären! Wir sollten die Kirche ein wenig im Dorf lassen und uns darüber im Klaren sein,dass Alibaba schon auf $80 sinken muss, um Yahoo! auch nur in die Nähe von $40 zu bringen. Bei einem KGV von dann ca. 26 wäre es spätestens dann sinnvoll, Haus und Hof zu verpfänden, um dort einzusteigen! ;-)
BlackRock Inc. hält zum 31.12.2014 insgesamt 55.942.047 Aktien an Yahoo! Inc., was 5,9% der Anteile entspricht. Das dürfte hinkommen...
Leider lässt sich (noch) nicht genau bestimmen, wie viele Aktien zusätzlich erworben wurden. Zuletzt waren es mindestens 21 Mio. Stück, verteilt über 3 Gesellschaften. BlackRock gilt (leider) nicht als aktivistischer Investor, aber natürlich ist die Aufstockung des weltgrößten Vermögensverwalters ein Statement, dass nicht ungehört bleiben dürfte.
... solche Mitteilungen zu veröffentlichen. Das hatten wir ja auch schon bei den Q3-Ergebnissen, dass die letzten Beteiligungen der Investoren irgendwann Anfang Dezember den Weg in die Öffentlichkeit fanden. Bei uns hier wäre das in jedem Fall eine Ad hoc-Mitteilung, wenn die Grenzen von 3% oder 5% über- oder unterschritten werden. Transparenz sieht in jedem Fall anders aus...
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