Wohin steuert der neue Fed-Chef?


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EinsamerSam.:

Wohin steuert der neue Fed-Chef?

 
12.02.06 23:23
WOCHENAUSBLICK

Wohin steuert der neue Fed-Chef?

Der Dax hält sich bislang auf hohem Niveau. Manche Strategen zeigen sich deshalb skeptisch für die kommende Woche; schließlich müssen die Märkte eine Flut an Zahlen verarbeiten. Andere trauen dem Index durchaus noch 100 Punkte zu. Insgeheim aber gilt die Aufmerksamkeit vor allem einem Mann.

Frankfurt am Main - Dem deutschen Aktienmarkt steht in der kommenden Woche eine Flut an Quartalszahlen bevor. Es sei fraglich, "ob die vorgelegten Zahlenwerke ausreichen werden, ein weiteres Kursfeuerwerk auf Gesamtmarktebene zu zünden", sagte Analyst Michael Köhler von der Landesbank Rheinland Pfalz. Nach der positiven Entwicklung des Dax Chart zeigen in der jüngsten Vergangenheit könnten die Veröffentlichungen vielmehr dem einen oder anderen Investor einen willkommenen Anlass zu Gewinnmitnahmen bieten.

Wohin steuert der neue Fed-Chef? 2384274Bernard Bernanke: Mit Spannung erwarten die Märkte kommende Woche die zwei Auftritte des US-Notenbank-Chefs

Doch es gibt auch optimistischere Töne. "Die Chancen sind nicht schlecht, dass der Dax die 5800-Punkte-Marke knackt", sagte Aktienstratege Markus Reinwand von Helaba Trust. "Sollten die Geschäftszahlen wie auch die Ausblicke der Unternehmen überzeugen, könnte das die Aktienmärkte weiter antreiben", meinte auch Stratege Ralf Grönemeyer von der Commerzbank. Rolf Elgeti, der für ABN Amro die Finanzmärkte beobachtet, sah keinen Grund, warum Anleger Aktien verkaufen sollten. "Der Aufwärtstrend dürfte sich fortsetzen."

Neuer Anstieg nach der Verschaufpause möglich

Der Dax Chart zeigen hat in der vergangenen Woche mehr als 1 Prozent gewonnen und schloss am Freitag bei 5701 Punkten. Nach einer kräftigen Kursrally im Januar hatte der Leitindex in den ersten Februar-Tagen eine Verschnaufpause eingelegt. Diese könnte nun vorbei sein. "Die bisher veröffentlichten Geschäftszahlen deutscher Unternehmen sind gut ausgefallen; das dürfte auch so bleiben", sagte Elgeti.

Märkte erwarten von Bernanke Zeichen der Kontiniutät

Die Aufmerksamkeit der Investoren dürfte in der kommenden Woche vor allem aber Ben Bernanke gelten. Von der ersten offiziellen Erklärung des neuen US-Notenbankchefs erhoffen sich die Märkte wichtige Hinweise auf die künftige Zinspolitik. Bernanke wird am Mittwoch vor dem Finanzausschuss des US-Repräsentantenhauses und am Donnerstag vor dem Bankenausschuss des US-Senats zur Geldpolitik sprechen. Dies sei das wichtigste Ereignis, hieß es.

Vor allem die Aussagen Bernankes zum Inflationsausblick seien interessant, so die Experten der Postbank. Schließlich hätten die jüngsten Arbeitsmarktdaten hier etwas Aufwärtsdruck signalisiert. Auch wenn der US-Notenbankchef bekanntermaßen ein Befürworter eines Inflationsziels ist, werde er wohl vorerst den Kurs seines Vorgängers Alan Greenspan weiter verfolgen, der niedrige Inflation und hohe Beschäftigung als gleichberechtigte Ziele verfolgt habe.

"Die erste Aufgabe muss sein, den Märkten zu zeigen, dass er auf Kontinuität setzt", sagte auch Elgeti von ABN Amro. Alan Greenspan hatte Ende Januar nach mehr als 18 Jahren sein Amt niedergelegt. "Zudem dürfte er auf mögliche Risiken durch die steigenden Preise am US-Immobilienmarkt hinweisen", ergänzte Grönemeyer von der Commerzbank.

Geschäftsdaten aus der Reihen dominieren

Während die Berichtssaison in den USA ihren Höhepunkt mittlerweile überschritten hat, schwillt die Zahl der Bilanzvorlagen in der kommenden Woche hier zu Lande deutlich an.

Am Montag veröffentlicht Fraport Chart zeigen Verkehrszahlen. Die Unternehmen Rhön-Klinkum Chart zeigen und Qiagen Chart zeigen haben die Veröffentlichung ihrer Jahresbilanzen angekündigt. Bei dem Biotechnologie-Unternehmen wird nach der jüngsten Senkung der Umsatzprognose für das vierte Quartal der Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr im Fokus stehen.

Einzig ThyssenKrupp Chart zeigen rückt mit den endgültigen Zahlen als Dax-Wert auf die Agenda.

Am Dienstag stellen der Finanzdienstleister AWD Chart zeigen, der Baukonzern Bilfinger Berger Chart zeigen, Comdirect Chart zeigen, Depfa Bank Chart zeigen und der Pay-TV-Sender Premiere Chart zeigen ihr Zahlenwerk vor.

Auch Commerzbank und Daimlerchrysler berichten

Am Mittwoch rücken dann weitere Blue Chips in den Fokus: Die Commerzbank Chart zeigen legt ihre Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr 2005 vor. Die Münchener Rück Chart zeigen lädt zur Telefonkonferenz, Thema ist die Erneuerungsrunde bei den Verträgen.

Der Bauelementehersteller Epcos Chart zeigen und der Finanzvertrieb MLP Chart zeigen gewähren ebenfalls einen Einblick auf ihre Gesamtjahresdaten. MLP hat im Geschäftsjahr 2005 nach Einschätzung von Analysten Rückgänge bei Umsatz und Ergebnissen verbucht. Denn mit Beginn vergangenen Jahres waren die Steuerprivilegien für Lebensversicherungen eingeschränkt worden.

Am Donnerstag dürften die Investoren ihren Blick dann von den Finanz- auf die Autotitel lenken: Die Veröffentlichung der Jahresbilanz von DaimlerChrysler Chart zeigen und der jüngsten Daten des Branchenverbandes ACEA dürften Schwung in die Autobranche bringen. DaimlerChrysler hatte zuletzt die Jahresprognose bestätigt. Der operative Konzerngewinn für 2005 soll ohne Restrukturierungskosten leicht über 5,8 Mrd. Euro liegen. Wichtigster Ertragsbringer war nach Ansicht von Analysten die Nutzfahrzeugsparte.

Heiße Hauptversammlung bei Infineon erwartet

Während der Pharmakonzern Merck KGaA Chart zeigen ebenfalls mit Zahlen aufwartet, steht bei Infineon Chart zeigen die Hauptversammlung im Blickpunkt. Hier warten die Börsianer gespannt auf Neuigkeiten zur Abspaltung der Speicherchipsparte. Laut einem Pressebericht verdichten sich die Anzeichen für einen Verkauf der Sparte an einen Investor. Ein Börsengang des Speicherchipbereichs wäre damit vom Tisch, hieß es weiter. Am schließlich wird Schwarz Pharma Chart zeigen dann die Vorlage von Bilanzdaten in der kommenden Woche beenden.

Quelle: manager-magazin.de

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