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16.06.01 09:20

"Hexensabbat" und Gewinnwarnungen lehren Anleger das Grauen

 

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein rabenschwarzer Freitag war der vorläufige Schlusspunkt einer Serie von Gewinnwarnungen, die die Anleger vergangene Woche das Grauen lehrte. Der "Schocker" der Woche war die Gewinnwarnung von Nokia. Sie schickte die Telekommunikations- und Technologiewerte im Dominoeffekt auf Talfahrt. Die Nokia-Warnung machte erneut deutlich, dass die Risiken noch immer hoch sind. Knüppeldick kam es dann zum Ende der Börsenwoche. Am so genannten dreifachen Hexensabbat am Freitag, dem dreifachen Verfallstermin von Aktien- und Indexoptionen sowie Futurekontrakten rutschte der DAX unter die Marke von 6.000 Zählern. Der rabenschwarze Freitag jagte auch den NEMAX 50 unter die 1.500er Marke. Gewinnwarnungen des US-Netzwerkausrüsters Nortel Networks und vom Elektronikkonzern Philips vermiesten den Börsianern die Stimmung. Zusätzlich belasteten Gerüchte um Warnungen des Netzwerkausrüsters Cisco Systems und des Softwareriesen Microsoft die Märkte und nährten Ängste. INVESTMENTBANKEN: STREICHELEINHEITEN FÜR SAP Die ganze vergangene Woche beherrschte Skepsis das Parkett. Der deutsche Aktienmarkt präsentierte sich mit kräftigen Kursschwankungen. Im DAX mussten Siemens, Infineon und Epcos im Gefolge der Nokia-Gewinnwarnung kräftig Federn lassen. Moderater fielen die Verluste bei SAP aus, wo sich die Bekanntgabe der Kooperation mit IBM positiv auswirkte. Außerdem bekam der Wert am Freitag, dem letzten Handelstag von SAP Vorzugsaktien vor ihrer Umwandlung in Stammaktien, Streicheleinheiten zweier amerikanischer Investmentbanken. Goldman Sachs beließ die Aktien von SAP auf ihrer Empfehlungsliste. Lehman Brothers hat seine Kaufempfehlung für SAP erneuert und erwartet, dass SAP sein Ergebnis in den USA im laufenden Quartal steigern werde. Die Lufthansa-Aktie setzte ihren Sinkflug fort, als das Unternehmen seine Ertragsprognose nach unten korrigieren musste. Dem Kurs der Bayer-Aktie ging die Luft aus, nachdem das Unternehmen die Entwicklung eines Asthma-Medikaments stoppen musste. Die T-Aktie hingegen legte zu. Die ab Montag höhere Gewichtung im DAX, die von 8,36 Prozent auf gut 11 Prozent steigt, und die Zusammenarbeit mit British Telecommunications beim Aufbau des UMTS-Netzes beflügelten die Aktie. Das kurzzeitige Unterschreiten der wichtigen Unterstützungslinie von 6.000 Punkten sehen die Analysten der DG-Bank nicht notwendigerweise als negativ. Es könnte sich auch um eine "Bärenfalle" handeln. Mittelfristig sei davon auszugehen, dass die US-Börse den deutschen Aktien weiterhin freundliche Vorgaben liefern werde, trösteten die Analysten. Der amerikanische Aktienmarkt könnte Mitte Juli sogar zu einer Sommerrally ansetzen./mh/hi/sk  
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sfor:

die Woche war ein Schritt in die richtige Richtung

 
16.06.01 11:45
auch wenn mir dabei viele böse sein werden, ist es wichtig die überbewertungen weiterhin abzubauen, denn nur von ganz unten kann eine neue hausse beginnen. ein weiterer wichtiger schritt war die erkenntnis der amis, dass ihr starker dollar schlecht für deren wirtschaft ist. einsicht ist ja bekanntlich der erste weg zur besserung.
auch diese woche zeigte es sich: gute aktien verlieren weniger, die verluste der biotechs hilten sich im rahmen. deren relative stärke ist schon beeindruckend.
ab mitte nächster woche sollte es eine technische reaktion geben, welche jedoch durch gewinnwarnungen gestört werden kann.
dass die 6000-marke deutlich nach unten durchschritten wurde sei nichts schlechtes, ein schelm der dies schreibt.
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