Unternehmensnachrichten bringen Unsicherheit
FRANKFURT (dpa-AFX) - Vor allem der High-Tech-Sektor dürfte in der kommenden Woche der Börsianer-Weisheit "Sell in May and go away" zu Geltung verhelfen. Denn der weiter ausbleibende Ertrags-Turnaround macht eine baldige Kurserholung unwahrscheinlich. Denn ob die Gewinnwarnung von Sun in der vergangenen Woche nur ein Einzelfall oder den Auftakt für neuerliche Ertragsrückgänge bildet, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch, dass die Aufmerksamkeit sich deshalb wieder verstärkt auf Unternehmenszahlen richtet. Noch in den vergangenen Wochen stand die expansive Zinspolitik der US-Notenbank im Mittelpunkt des Anlegerinteresses. Die Unternehmen werden ihre endgültigen Zahlen für das zweite Quartal allerdings erst im Juli bekanntgeben. Dies dürfte den Märkten zuerst einmal Unsicherheit bringen. Im Vorfeld dieser Zahlen werden jedoch Unternehmen hier und dort Warnungen oder ermutigende Nachrichten veröffentlichen. Solche Meldungen könnten den nervösen Markt in den kommenden Wochen dann zu stärkeren Ausschlägen sowohl nach oben als auch nach unten veranlassen. Nach wie vor scheint ein klarer Trend zur konjunkturellen Entwicklung in Europa und den USA nicht erkennbar. So bleiben die Einschätzungen weiter hin- und hergerissen zwischen Inflationsängsten und ausbleibendem Wirtschaftswachstum. Die Hannover Rückwird am Montag noch die Quartalszahlen der ersten drei Monate vorlegen, die jedoch schon weitgehend bekannt sind. Am Mittwoch wird Lion Bioscience den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr bis zum 31. März 2001 vorlegen. Die Analysten der DG-Bank erwarten hier einen Umsatz von 47,6 Mio. Euro und einen EBIT-Verlust von 35,2 Mio Euro. Interessant dürfte die Reaktion des Telekom-Kurses auf die Kapitalerhöhung im Zuge der Voice-Stream-Übernahme sein. Die Telekom begibt 1,17 Mrd. neuer Namensaktien, mit denen die Alt-Aktionäre von Voice-Stream abgefunden werden sollen. Diese "neuen Aktien" werden erstmals am Dien stag gehandelt. Auch am Dienstag wird sich die World of Medicine (WOM) AG den Anlegern im Rahmen einer Presse- und Analystenkonferenz zum bevorstehenden Börsengang präsentieren. Interessierte Anleger werden vom 6. bis 11. Juni die Gelegenheit haben, die Aktien des Herstellers von medizin-technischen Geräten zu zeichnen./fh/ub --- Von Felix Hero (dpa-AFX) ---
Quelle: DPA
FRANKFURT (dpa-AFX) - Vor allem der High-Tech-Sektor dürfte in der kommenden Woche der Börsianer-Weisheit "Sell in May and go away" zu Geltung verhelfen. Denn der weiter ausbleibende Ertrags-Turnaround macht eine baldige Kurserholung unwahrscheinlich. Denn ob die Gewinnwarnung von Sun in der vergangenen Woche nur ein Einzelfall oder den Auftakt für neuerliche Ertragsrückgänge bildet, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch, dass die Aufmerksamkeit sich deshalb wieder verstärkt auf Unternehmenszahlen richtet. Noch in den vergangenen Wochen stand die expansive Zinspolitik der US-Notenbank im Mittelpunkt des Anlegerinteresses. Die Unternehmen werden ihre endgültigen Zahlen für das zweite Quartal allerdings erst im Juli bekanntgeben. Dies dürfte den Märkten zuerst einmal Unsicherheit bringen. Im Vorfeld dieser Zahlen werden jedoch Unternehmen hier und dort Warnungen oder ermutigende Nachrichten veröffentlichen. Solche Meldungen könnten den nervösen Markt in den kommenden Wochen dann zu stärkeren Ausschlägen sowohl nach oben als auch nach unten veranlassen. Nach wie vor scheint ein klarer Trend zur konjunkturellen Entwicklung in Europa und den USA nicht erkennbar. So bleiben die Einschätzungen weiter hin- und hergerissen zwischen Inflationsängsten und ausbleibendem Wirtschaftswachstum. Die Hannover Rückwird am Montag noch die Quartalszahlen der ersten drei Monate vorlegen, die jedoch schon weitgehend bekannt sind. Am Mittwoch wird Lion Bioscience den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr bis zum 31. März 2001 vorlegen. Die Analysten der DG-Bank erwarten hier einen Umsatz von 47,6 Mio. Euro und einen EBIT-Verlust von 35,2 Mio Euro. Interessant dürfte die Reaktion des Telekom-Kurses auf die Kapitalerhöhung im Zuge der Voice-Stream-Übernahme sein. Die Telekom begibt 1,17 Mrd. neuer Namensaktien, mit denen die Alt-Aktionäre von Voice-Stream abgefunden werden sollen. Diese "neuen Aktien" werden erstmals am Dien stag gehandelt. Auch am Dienstag wird sich die World of Medicine (WOM) AG den Anlegern im Rahmen einer Presse- und Analystenkonferenz zum bevorstehenden Börsengang präsentieren. Interessierte Anleger werden vom 6. bis 11. Juni die Gelegenheit haben, die Aktien des Herstellers von medizin-technischen Geräten zu zeichnen./fh/ub --- Von Felix Hero (dpa-AFX) ---
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