”re: taiwanrealistischer sehe ich persönlich eine zukünftige wiedervereinigung wie sie deutschland ja auch erlebt hat. die taiwanesische partei kmt, welche das befürwortet, hatte letztes jahr bei den wahlen den zweiten platz belegt. ich erwarte, früher oder später wird die kmt wahlen gewinnen und die wiedervereinigung einleiten.
ist aber nur meine persönliche meinung.
voltaren, 03.01.26 15:57
Bei der Wiedervereinigung hier bei uns war es wenn ich mich recht entsinne so, daß es einen kleineren, maroden Teilstaat mit einer Art Diktatur (Scheinwahlen, Einparteiensystem, Moskaus Gnade) gab und einen halbwegs funktionierenden, halbwegs prosperierenden größeren Staat mit einer ganz passablen Demokratie (nach Gründung der Bundesrepublik gab es nach Wahlen tatsächlich mehrere Regierungswesechsel in einem System mit konkurrierenden Parteien mit recht unterschiedlichen Programmen, wenn auch im Rahmen des Grundgesetzes). Die DDR-Bürger wollten alle reich ins Heim ("Wenn die D-Mark nicht zu uns kommt, kommen wir zur D-Mark!" und hier war auch alles viel bunter und roch mehr nach Lenor als nach Braunkohlenhausbrand und Zweitaktermix und Club-Cola war auch echt übelst.).
Taiwan macht auf mich keinen notleidenden Eindruck (wirtschaftlich läuft es wohl nicht schlecht, man hört selten von größeren Kundgebungen unzufriedener Bürger und selbst wenn, dann verschwinden die Leute wohl nicht gerade bei Nacht und Nebel und die haben da, was man so hört auch Wahlen).
Festlandschina hat eine rasante wirtschaftliche Entwicklung hinter sich, aber ich weiß nicht mehr so genau, wie da die letzten Wahlen (*) abliefen und ob die Oppostion stark genug ist, einen Anschluß der "Volks"republik an Taiwan hinzukriegen.
Wer sich die "Wiedervereinigung" Hongkongs mit der "Volks"republik angeguckt hat bzw. die aktuelle Lage anguckt, der wird sich vermutlich gut überlegen, ob er möchte, daß seine Heimat mit Peking "wiedervereinigt" wird.
(*) Aus Opas Mottenkiste ein rassistischer Witz dazu? "evely molning" googeln.