Bekanntlich hatte ich (und habe immer noch) einen beträchtlichen Anteil meines Kapitals in „die Autobauer“ investiert. Derzeit sind es in VW 43,5% und in MBG 27,8%, zusammen also 71,3%. Bei 15,3% Liquidität stecken also derzeit nur 13,4% in anderen Werten (von PAH hatte ich mich getrennt).
Meine Strategie war ja, die Kursschwankungen beider Werte zu nutzen und durch häufiges Traden (immer Teilbestände verkaufen und wieder zurückkaufen) meinen MEK zu reduzieren.
War das bisher erfolgreich? Und was funktioniert dabei bzw. was funktioniert dabei nicht?
Erstaunlicherweise (bzw. bei näherem Hinsehen vielleicht doch nicht so erstaunlich) unterscheidet sich der Erfolg bei MBG gar nicht so sehr vom Erfolg bei VW.
Zum Jahresende 2024 stand der Kurs von MBG bei 53,80 EUR. Mein MEK lag damals bei 58,298 EUR; ich stand also bei einer theoretischen „Kurs-Performance“ von -7,7% bei MBG (die Dividenden lasse ich jetzt mal unbetrachtet).
Heute steht MBG bei 54,96 EUR, der Börsenkurs hat also seit Jahresanfang um knapp 2,2% zugelegt.
„Zufälligerweise“ (bzw. bei näherem Hinsehen gar nicht so zufälligerweise) ist auch die Stückzahl in meinem Depot genau so hoch wie zu Jahresanfang. Das liegt einfach daran, dass ich bei jeweils 1 EUR Kurszuwachs immer die gleiche Anzahl veräußert habe, wie ich bei jeweils 1 EUR Kursverlust dazugekauft habe.
Ohne Transaktionen hätte ich also logischerweise knapp 2,2% an MBG „verdient“.
Durch das „andauernde“ Hin-und-Her ist in den vergangenen 9 Monaten mein MEK auf nur noch 48,120 EUR abgesunken, d. h. ich habe bei MBG eine „Performance“ von 21,1% (Basis: mein MEK von 58,298 zum 31.12.2024; denn: 58,298 / 48,120 = 1,211 = 1 + 21,1%). Das ist doch nicht nur ein deutlicher, sondern sogar ein extremer Unterschied zu den knapp +2,2% der Börsenkurs-Veränderung!
Hätte ich nicht gedacht, dass das SO extrem wird. Ebenso extrem: Rechnerich habe ich meinen MBG-Gesamt-Bestand fast genau 10x umgesetzt, also mehr als 1x monatlich!
Und die Kosten? Sie entsprechen derzeit etwas weniger als 0,5% des eingesetzten Maximalkapitals in einem Zeitraum von 17 Monaten, sind also fast zu vernachlässigen, aber selbstverständlich bei der obigen Rechnung dennoch bereits berücksichtigt.
Zum Jahresende 2024 stand der Kurs von VW bei 88,98 EUR. Mein MEK lag damals bei 104,408 EUR; ich stand also bei einer theoretischen „Kurs-Performance“ von -14,8% bei VW (die Dividenden lasse ich auch hier mal unbetrachtet).
Heute steht VW bei 93,42 EUR, der Börsenkurs hat also seit Jahresanfang um knapp 5,0% zugelegt.
Im Gegensatz zu MBG hat die Stückzahl in meinem Depot ggü. dem Jahresanfang zugenommen (+42%). Das liegt einfach daran, dass sich – als direkte Auswirkung meiner Strategie – während des September-Kursrückgangs bei VW (von 102,80 EUR am 11.09. auf unter 90,00 EUR am 22.09.) wieder ein größerer Bestand aufgebaut hat.
Ohne Transaktionen hätte ich also logischerweise knapp 5% an VW „verdient“. Rechnerich habe ich meinen VW-Gesamt-Bestand ca. 11x umgesetzt, also etwas häufiger als MBG.
Durch das „andauernde“ Hin-und-Her ist in den vergangenen 9 Monaten mein MEK bei VW auf nur noch 85,408 EUR abgesunken, d. h. ich habe bei VW eine „Performance“ von 22,2% (Basis: mein MEK von 104,408 zum 31.12.2024). (die gleichen Nachkomma-Stellen beim MEK sind kein Tippfehler, sondern Zufall). Auch das ist ein extremer Unterschied zu den +5,0% der Börsenkurs-Veränderung!