"Die Anzeichen für ein Aufwärts in 2003 sind nicht mehr zu übersehen", sagte Unternehmensberater Roland Berger der "Bild". Die neuen Länder allerdings werden nach Einschätzung von Ökonomen trotz eines stärkeren Wirtschaftswachstums 2003 nicht gegenüber dem Westen aufholen können.
Mit Hinweis auf den gestiegenen ifo-Index der Geschäftserwartungen im Dezember sagte Berger: "Die Wirtschaft schaut wieder zuversichtlicher nach vorne. Wenn Unternehmer die Zukunft optimistischer beurteilen, werden sie bald wieder mehr investieren und dann neue Arbeitskräfte benötigen." Die erforderliche Bereitschaft zur Veränderung sei in der Bevölkerung vorhanden, unterstrich Berger. Im Dezember hatten die Unternehmen ihre Geschäftsaussichten für das kommende halbe Jahr erstmals seit Mai wieder etwas zuversichtlicher beurteilt.
Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Michael Sommer, rief zu einer sozialen Modernisierung auf: "Die politische Kraft und Konzentration muss sich darauf richten, unser Land menschlich zu modernisieren. Am Beispiel der Leiharbeit haben wir gezeigt, dass soziale Modernisierung möglich ist."
Trotz der Gefahren eines drohenden Irak-Krieges für die Weltwirtschaft sieht der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Professor Klaus Zimmermann, "Hoffnungszeichen durch die gute Konjunkturentwicklung in den USA". Zimmermann mahnte weitere Reformen an: "Die Hartz- Reform zu Leiharbeit und Minijobs ist ein erster wichtiger Impuls für den Arbeitsmarkt. Jetzt müssen weitere Reformschritte kommen."
Das Wachstum in Ostdeutschland ist nach Ansicht des Präsidenten des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Rüdiger Pohl, "allein auf den Sondereffekt des Programms zum Wiederaufbau nach dem Hochwasser zurückzuführen". Es handele sich nicht um einen strukturellen Aufholprozesses gegenüber den alten Ländern, sagte Pohl in einer Umfrage der "Märkischen Oderzeitung". Auch das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) warnte vor falschen Schlüssen aus dem stärkeren Wachstum in den neuen Ländern. "Dieser Zufallseffekt hat nichts mit der Grunddynamik zu tun", meinte RWI-Konjunkturforscher Roland Döhrn. Pohl rechnet mit rund 1,5 Prozent Wachstum im Osten. Bundesweit prognostiziert der IWH- Präsident 1,1 Prozent.
Für den ostdeutschen Arbeitsmarkt erwarten die Institute für das kommende Jahr bestenfalls mit einer Stagnation der Arbeitslosenzahlen. "Auch hier greift das Programm zur Bewältigung der Flutfolgen", sagte Pohl. Außerdem mache sich die sinkende Zahl von Erwerbstätigen auf Grund anhaltender Abwanderung bemerkbar.
So long,
Calexa
www.investorweb.de
Mit Hinweis auf den gestiegenen ifo-Index der Geschäftserwartungen im Dezember sagte Berger: "Die Wirtschaft schaut wieder zuversichtlicher nach vorne. Wenn Unternehmer die Zukunft optimistischer beurteilen, werden sie bald wieder mehr investieren und dann neue Arbeitskräfte benötigen." Die erforderliche Bereitschaft zur Veränderung sei in der Bevölkerung vorhanden, unterstrich Berger. Im Dezember hatten die Unternehmen ihre Geschäftsaussichten für das kommende halbe Jahr erstmals seit Mai wieder etwas zuversichtlicher beurteilt.
Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Michael Sommer, rief zu einer sozialen Modernisierung auf: "Die politische Kraft und Konzentration muss sich darauf richten, unser Land menschlich zu modernisieren. Am Beispiel der Leiharbeit haben wir gezeigt, dass soziale Modernisierung möglich ist."
Trotz der Gefahren eines drohenden Irak-Krieges für die Weltwirtschaft sieht der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Professor Klaus Zimmermann, "Hoffnungszeichen durch die gute Konjunkturentwicklung in den USA". Zimmermann mahnte weitere Reformen an: "Die Hartz- Reform zu Leiharbeit und Minijobs ist ein erster wichtiger Impuls für den Arbeitsmarkt. Jetzt müssen weitere Reformschritte kommen."
Das Wachstum in Ostdeutschland ist nach Ansicht des Präsidenten des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Rüdiger Pohl, "allein auf den Sondereffekt des Programms zum Wiederaufbau nach dem Hochwasser zurückzuführen". Es handele sich nicht um einen strukturellen Aufholprozesses gegenüber den alten Ländern, sagte Pohl in einer Umfrage der "Märkischen Oderzeitung". Auch das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) warnte vor falschen Schlüssen aus dem stärkeren Wachstum in den neuen Ländern. "Dieser Zufallseffekt hat nichts mit der Grunddynamik zu tun", meinte RWI-Konjunkturforscher Roland Döhrn. Pohl rechnet mit rund 1,5 Prozent Wachstum im Osten. Bundesweit prognostiziert der IWH- Präsident 1,1 Prozent.
Für den ostdeutschen Arbeitsmarkt erwarten die Institute für das kommende Jahr bestenfalls mit einer Stagnation der Arbeitslosenzahlen. "Auch hier greift das Programm zur Bewältigung der Flutfolgen", sagte Pohl. Außerdem mache sich die sinkende Zahl von Erwerbstätigen auf Grund anhaltender Abwanderung bemerkbar.
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