Ich habe mir bewusst Zeit genommen und auch im Vorfeld kritisch manche Punkte thematisiert.
Für manche Punkte werde ich keine sachlichen Gründe finden, weshalb ich schließlich mit einem Totalverlust rechnen musste:
- meines Erachtens muss der Vorstand Kenntnis gehabt haben! (es gibt keine VS-Protokolle, das Geld wurde 2 philippinische Banken anvertraut, ohne Guthaben konnte auch keine Sicherheit gestellt werden - dann konnten auch keine Umsätze erzielt werden, ich traue auch den anderen Zahlen nicht mehr - wer einmal betrügt, betrügt auch woanders - wofür braucht man dann 2.000 Mitarbeiter in Asien?? 1.400 haben angeblich einen LinkedIn-Account (ob diese Info stimmt - kann ich nicht beurteilen) - aber wie viele meiner 300 Kollegen haben einen LinkedIn-Account? Vllt.20, aber keine 210! Braun verleiht Aktien für 150 Mio. am eigenen Unternehmen, der KPMG-Bericht deutete bereits nach Außen massive Missstände an - da wird jede seriöse Firma aktiv - und nicht erst dann!)
- Wenn das Geschäftsmodell tragfähig sein würde -im Vergleich zu Adyen- dann wäre ein Schneeballsystem nicht erforderlich und man riskiert nicht ein übermäßig gut dotiertes Gehalt und riskiert Ärger mit der Staatsanwaltschaft, möglichen Gefängnisstrafen, mangelnder Reputation und der fehlenden Möglichkeit einer weiteren Karriere in der freien Wirtschaft.
Es gibt eine interessante Studie, welche besagt, dass ab 75.000 Dollar Jahresgehalt das Glücksempfinden nicht weiter steigt. Bei einem normalen Konzern im Management sind das lächerliche Beträge! Weshalb würde dann das Management diese Risiken eingehen, wenn Sie nicht erforderlich wären??
Ich bin raus und wünsche Ihnen allen gute Nerven und hoffe dennoch, dass die deutsche Aktienkultur keinen allzu großen Schaden davon nimmt- es gibt schließlich sehr viele gute Firmen in Deutschland!