Es gibt zwei Möglichkeiten.
(1)Jemand kauft sich sukzessive ein bis 30% und gibt dann ein Pflichtangebot ab. Für diese 30% konkurriert der jeweilige Käufer mit den LV. Bei der LV Quote könnt ihr euch ausmalen, was mit dem Kurs passiert. Der potentielle Käufer muss dann auch bei allen Schwellen (5%, 10% usw) dies bei der Bafin melden. D.h. alle werden Wind davon bekommen und den Kurs wohl noch weiter hoch jagen. Da hierdurch der mindest Übernahmepreis stark steigen kann, wird es für den Bieter relativ teuer.
(2) Jemand macht direkt ein freiwilliges Übernahmeangebot. Der Mindestpreis (3 Monats Durchschnittskurs) wird hierbei nicht durch vorheriges Stockbuilding wie bei (1) hochgetrieben.
Aber IMO wird das Angebot über dem 3 Monats Durchschnittskurs sein, weil sonst dienen viele nicht an. D.h. es wird quasi aus dem Nichts ein Angebot rausgehauen mit einem Premium. Wenn das passiert explodiert der Kurs sehr kurzfristig, weil es mit großer Wahrscheinlichkeit sofort zum Short Squeeze kommt.
In beiden Szenarien, können sich auch aktivistische Investoren einkaufen, die das Übernahmeangebot in die Höhe treiben. Nicht so unwahrscheinlich bei den Perspektiven.
Wie man sieht, bei der Gemengelage, relativ komplex und nicht so einfach für einen Bieter mit einem vernünftigen Preis die Firma zu übernehmen.