Es ist schon erstaunlich
Der Bericht unabhängiger Wirtschaftsprüfer bewirkt nur ein Strohfeuer, die kritischen Kommentare eine FT-Autors jedoch zu nachhaltigen Kursverlusten.
Dieser Umstand ist schon erstaunlich genug, umso erstaunlicher ist es allerdings, wenn man die Vergangenheit des FT-Autors betrachtet.
Dan McCrum hatte bereits 2016 für einen Kursverfall bei Wirecard gesorgt, als er auf dem FT-Blog Alphaville eine negative Studie von Zatarra Research aufgriff.
Die Website von Zatarra ging kurz danach offline und ist auch heute nicht mehr auffindbar. Die Anschuldigungen stellten sich als haltlos heraus.
Bafin und Staatsanwaltschaft ermittelten und am Ende wurde gegen den Zatarra-Herausgeber ein Strafbefehl wegen Markmanipulation erlassen.
Die Vermutung liegt also nahe, dass es sich um ein abgekartetes Spiel handelte. Die Hintermänner haben wohl richtig abgesahnt.
Staatsanwaltschaft
Auch im aktuellen Fall läuft ein Ermittlungsverfahren und es wurde Strafanzeige gestellt. Wohlgemerkt gegen den FT-Autor und nicht gegen Wirecard.
McCrum hat wohl Falschaussagen verbreitet. In seinen Artikeln spricht er von „Durchsuchungen“ und der „Beschlagnahmung“ von Aktien. Beides scheint unwahr zu sein.
Darüber hinaus liegen der Staatsanwaltschaft München scheinbar die Aussagen eines Bankers vor, der bereits zuvor den Inhalt der Artikel und den Zeitpunkt der Veröffentlichung kannte.
Was sagt uns das?
Die Vorgänge sind mehr als dubios und die Vermutung liegt nahe, dass es sich wieder um einen Fall von Marktmanipulation handelt.
Ein Großteil der Anschuldigungen gegen Wirecard wurde bereits von unabhängigen Prüfern widerlegt.
Der FT-Autor Dan McCrum hat eine fragwürdige Historie und man sollte auf Basis seiner Aussagen keinesfalls Anlageentscheidungen treffen. Alles Weitere werden die Gerichte klären müssen, doch eines ist sicher: Er lag 2016 mit seinen Anschuldigungen falsch.
Anleger hätten damals zuschlagen und die Aktie von Wirecard kaufen sollen. Ich habe das öffentlich getan, die Papiere befinden sich heute noch in meinem Depot auf Guidants. Die Position ist trotz des jüngsten Kursverfalls 187% im Plus.
Ich rate Ihnen heute zum selben wie damals. Kaufen.
Weitere Denkanstöße
Aus den letzten Analysen:
Man scheint sich auf den deutschen Finanzdienstleister eingeschossen zu haben. Wird hier absichtlich Panik geschürt?(Link)
Ein Bericht jagt den Anderen, inhaltlich ist es größtenteils eher dürftig. Während Kleinanleger verunsichert sind und die Flucht ergreifen, stockt Goldman Sachs seine Beteiligung weiter auf. (Link)
Charttechnik
Wirecard ist wieder in der antizyklischen Kaufzone angekommen. Zwischen 100 und 110 Euro liegt das maßgebliche Unterstützungsband.
Bisher haben sich Kursverluste bis unter 100 Euro als Panikmomente herausgestellt. Dort dürften nun vermehrt Limits im Markt liegen und die Aktie zusätzlich stützen.
Oberhalb von 100 Euro kommt es zu einem Kaufsignal, dann wäre wieder der Weg in Richtung 115 und 120 frei.
Im Widerstandsbereich bei 126 bis 129 Euro sollte mit erhöhtem Verkaufsinteresse gerechnet werden.
Chart vom 02.04.2019 Kurs: 108,30 Kürzel: WDI - Wochenkerzen | LYNX Online Broker
QUELLE ; www.lynxbroker.de/analysen/...5991792&eatglc=z02iae9fvmg9