Jan Ullrich weiter angriffslustig
Während Lance Armstrong das Gelbe Trikot bereits "riecht", präsentierte sich Jan Ullrich mit ungebrochener Moral.
"Wir kämpfen bis zum letzten Tag", gab der Telekom-Kapitän nach seinem zweiten Rang beim prestigeträchtigen Bergzeitfahren von Grenoble nach Chamrousse die Parole des Tages aus. Zwar benötigte der Olympiasieger in seiner Spezialdisziplin eine Minute mehr, als sein großer Widersacher, doch Ullrich weiß: "In den Pyrenäen wird es noch drei Tage lang genügend Möglichkeiten Attacken geben."
Zuversicht ungebrochen
Zuversichtlich machte den 27-Jährigen auch der Umstand, dass er sich trotz eines leichten Materialfehlers derart gut gegen Armstrong behaupten konnte: Bereits nach wenigen Kilometern hatte sich der rechte Lenkervorbau seiner ultraleichten Spezialkonstruktion gelockert, so dass der Merdinger in den flachen Passagen nicht mehr die aerodynamisch günstigste Position einnehmen konnte.
"Das hat mich etwas verunsichert", erklärte Ullrich, der darin aber nicht die Ursache für seinen zweiten Rang sehen wollte: "Lance fährt derzeit in einer Superform." Obwohl sein Rückstand auf "Big Tex", der sich auf Rang drei vorschob, mittlerweile 3:34 Minuten beträgt, steckt Ullrich nicht auf. "Meine Beine sind gut. Das werde ich in den nächsten Tagen unter Beweis stellen."
Seine Zuversicht schöpft Ullrich vor allem aus dem Umstand, dass er die drei schweren Pyrenäen-Etappen ab Freitag aus dem Effeff kennt. "Es ist ein Vorteil, dass wir diese Etappen in der Tour-Vorbereitung abgefahren sind. Auch Lance wird sich vielleicht mal einen schwachen Tag leisten und dann greifen wir an", sagte Ullrich, der sich auf ein Team in Topform verlassen kann.
Team Telekom kompakt
"Mannschaftlich macht Team Telekom den kompaktesten Eindruck. Vielleicht können wir diese Stärke ja nutzen", erklärte Telekoms Teamsprecher Olaf Ludwig, der am Vormittag logistische Schwerarbeit zu leisten hatte. Wegen der widrigen Witterungsbedingungen in L`Alpe d`Huez konnten die Telekoms nicht wie geplant den Helikopter für den Transfer nach Grenoble nutzen. Ludwig: "Da mussten wir blitzschnell umdisponieren. Das war ärgerlich."
Auf die motivierende Wirkung seiner beiden Siege von L`Alpe d`Huez und Chamrousse setzt indes Lance Armstrong, der gewohnt dynamisch das bis zu 7,9 km steile Zeitfahren im Stakkato-Tritt absolvierte.
Während Jan Ullrich nun auf Rang fünf (16:41 Minuten zurück) notiert wird und sich um zwei Plätze verbesserte, hat Armstrong das Maillot Jaune bereits in Griffweite. So sieht es der zweimalige Tour-Sieger jedenfalls selbst. "Die letzten beiden Tage haben uns aufgerichtet. Wir können das Gelbe Trikot bereits riechen. Das motiviert uns natürlich zusätzlich."
Vor Armstrong liegt nun nur noch der Kasache Andrej Kiwilew (2:06 Minuten) und Francois Simon (11:01). Der drahtige Bonjour-Profi, selbst ist aber sicher, dass seine Tage im Leibchen des Spitzenreiters gezählt sind: "Ich kann Lance nicht schlagen."
Donnerstag Ruhe
Zumindest am Donnerstag ist dem 32-Jährigen das "Gelbe" noch sicher, denn die Fahrer dürfen erstmals nach zwölf anstrengenden Tour-Abschnitten durchatmen: Ruhetag. So richtig zum Entspannen dürften die Profis allerdings nicht kommen. Schließlich muss ein 700 Kilometer-Transfer per Flug nach Südfrankreich absolviert werden, ehe es am Freitag in die Pyrenäen geht.
Während Lance Armstrong das Gelbe Trikot bereits "riecht", präsentierte sich Jan Ullrich mit ungebrochener Moral.
"Wir kämpfen bis zum letzten Tag", gab der Telekom-Kapitän nach seinem zweiten Rang beim prestigeträchtigen Bergzeitfahren von Grenoble nach Chamrousse die Parole des Tages aus. Zwar benötigte der Olympiasieger in seiner Spezialdisziplin eine Minute mehr, als sein großer Widersacher, doch Ullrich weiß: "In den Pyrenäen wird es noch drei Tage lang genügend Möglichkeiten Attacken geben."
Zuversicht ungebrochen
Zuversichtlich machte den 27-Jährigen auch der Umstand, dass er sich trotz eines leichten Materialfehlers derart gut gegen Armstrong behaupten konnte: Bereits nach wenigen Kilometern hatte sich der rechte Lenkervorbau seiner ultraleichten Spezialkonstruktion gelockert, so dass der Merdinger in den flachen Passagen nicht mehr die aerodynamisch günstigste Position einnehmen konnte.
"Das hat mich etwas verunsichert", erklärte Ullrich, der darin aber nicht die Ursache für seinen zweiten Rang sehen wollte: "Lance fährt derzeit in einer Superform." Obwohl sein Rückstand auf "Big Tex", der sich auf Rang drei vorschob, mittlerweile 3:34 Minuten beträgt, steckt Ullrich nicht auf. "Meine Beine sind gut. Das werde ich in den nächsten Tagen unter Beweis stellen."
Seine Zuversicht schöpft Ullrich vor allem aus dem Umstand, dass er die drei schweren Pyrenäen-Etappen ab Freitag aus dem Effeff kennt. "Es ist ein Vorteil, dass wir diese Etappen in der Tour-Vorbereitung abgefahren sind. Auch Lance wird sich vielleicht mal einen schwachen Tag leisten und dann greifen wir an", sagte Ullrich, der sich auf ein Team in Topform verlassen kann.
Team Telekom kompakt
"Mannschaftlich macht Team Telekom den kompaktesten Eindruck. Vielleicht können wir diese Stärke ja nutzen", erklärte Telekoms Teamsprecher Olaf Ludwig, der am Vormittag logistische Schwerarbeit zu leisten hatte. Wegen der widrigen Witterungsbedingungen in L`Alpe d`Huez konnten die Telekoms nicht wie geplant den Helikopter für den Transfer nach Grenoble nutzen. Ludwig: "Da mussten wir blitzschnell umdisponieren. Das war ärgerlich."
Auf die motivierende Wirkung seiner beiden Siege von L`Alpe d`Huez und Chamrousse setzt indes Lance Armstrong, der gewohnt dynamisch das bis zu 7,9 km steile Zeitfahren im Stakkato-Tritt absolvierte.
Während Jan Ullrich nun auf Rang fünf (16:41 Minuten zurück) notiert wird und sich um zwei Plätze verbesserte, hat Armstrong das Maillot Jaune bereits in Griffweite. So sieht es der zweimalige Tour-Sieger jedenfalls selbst. "Die letzten beiden Tage haben uns aufgerichtet. Wir können das Gelbe Trikot bereits riechen. Das motiviert uns natürlich zusätzlich."
Vor Armstrong liegt nun nur noch der Kasache Andrej Kiwilew (2:06 Minuten) und Francois Simon (11:01). Der drahtige Bonjour-Profi, selbst ist aber sicher, dass seine Tage im Leibchen des Spitzenreiters gezählt sind: "Ich kann Lance nicht schlagen."
Donnerstag Ruhe
Zumindest am Donnerstag ist dem 32-Jährigen das "Gelbe" noch sicher, denn die Fahrer dürfen erstmals nach zwölf anstrengenden Tour-Abschnitten durchatmen: Ruhetag. So richtig zum Entspannen dürften die Profis allerdings nicht kommen. Schließlich muss ein 700 Kilometer-Transfer per Flug nach Südfrankreich absolviert werden, ehe es am Freitag in die Pyrenäen geht.