wie gesagt, ich kann mich an den Namen nicht erinnern.
Insgesamt klingt Maugeri aber zumindest logisch und durchdacht, und ist daher prinzipiell ernst zu nehmen.
Habe ein bisschen zu Maugeri gegoogelt, seine Ansichten bezüglich Reserven und Reichweite der Reserven befinden sich im glaubwürdigen bis leicht opitismitischen Bereich (= mehr oder weniger die offiziellen, aktuellem IEA/EIA Zahlen).
Es stimmt, die "unkonventionellen Quellen" wie Teersand/Schweröl des Orinoco/Ölschiefer sind prinzipiell NICHT in "PEAK OIL METHODOLOGIE" berücksichtig - denn peak oil methodology addressiert zunächst einmal CRUDE - einige der peak oil protagnisten rechnen dann aber das maximal zu erwartenden Volumen aus den kanadischen teersanden hinzu, ebenso schweres Tiefseeöl, Liquified Natural Gas (LNG) und manche sogar Biotreibstoffe....
Als Grundszenario sollte man aber zunächste auf CRUDE focusiert bleiben, da dieses nachwievor den HAUPTTEIL von den "total liquids" stellen und die prognostizierten (ohnehin bescheidenen) Wachstumsraten aus den Teersanden und Biotreibstoffen erst einmal eingehalten werden müssen. Ein hoher Preis, der erst die Wirtschaftlichkeit von "unkonventionelle Quellen" bringt, kommt auch nicht per Zufall zustande, sondern wohl erst bei einem längerfristig knappen - angespannten Angebotsverhältnis von CRUDE.
Warum sollte man die Umwelt derart gefährden wie durch die Gewinnung aus den kanasischen Teersanden (+Kosten+ Wassser+Energiebedarf) oder die hohen Lebensmittelpreise als Folge der Biotreibstoffe in Kaufnehmen, WENN konventionelles Rohöl ohnehin noch soooo reichlich zu produzieren ist ?
Dass alternative Energien entwickelt und "unkonventionelle Quellen" in der Folge des Supplyproblems "Peak Oil" gesucht, gefunden und auch produziert werden (Hartmut) bestreitet keiner.
Ob es ausreichen wird, einige-viele sehr schlimme Jahre zu verhindern - das ist aus heutiger Sicht sehr schwer zu beurteilen. Es gibt die Pessimisten, die sich kaum vorstellen können, wie der Wechsel überhaupt ohne schwer jahrelange Rezession und Verwerfungen möglich sein soll (weil unser system so energiaufwendig geworden ist - und diese Energie, die nun langsam durch Rohöl weniger werden soll, nicht so schnell ersetzt werden kann) - und es gibt die Optimisten, die meinen der menschliche Erfindungsgeist und Überlebenswille werden das ohne allzugrosse Probleme schaffen.
Ich kann das nicht beurteilen, bin aber eher bei den Pessimisten und habe den (Robert) Hirsch Report (im Auftrag der US Regierung) im Hinterkopf, der meint, dass 20 Jahre VOR Peak oil mit den Transitional measures begonnen werden müsste, damit sich Forschung, Wirtschaft und Konsument anpasssen können. Alles unter 10 Jahre sei nur unter Verwerfungen zu meisten. Ein unmittelbares Peak Oil szenario hätte eine Katastrophe zur Folge. Der Autor (Robert Hirsch) selbst gibt KEINE prognose zu peak oil datum in diesem Report an. wer googelt findet den Hirsch report (den link dazu hatte ich hier auch schon mehrfach gepostet). Wer zu Robert Hirsch weiter googelt - der sieht, dass der Autor nach der Erstellung und Publikation dieses Reports im Auftrag der US Regierung - völlig zu den Peak Oil protagonisten "übergelaufen" ist.