WIEN IST ANDERS


Thema
abonnieren
Beiträge: 4
Zugriffe: 512 / Heute: 1
sir charles:

WIEN IST ANDERS

 
26.07.01 11:04
Wien ist und bleibt auch heuer anders


Wien läuft seit Jahresbeginn den anderen Börsen den Rang ab. Grund dafür: der Mangel an Technologiewerten

Wien - Im März vergangenen Jahres war am Neuen Markt in Frankfurt die Welt noch in Ordnung. Die deutsche Wachstumsbörse lag bei über 9500 Punkten, die 220 gelisteten Unternehmen waren mit 450 Mrd. DM ( 3166 Mrd. S/ 230 Mrd. EURO) bewertet, und keiner wollte an ein baldiges Ende des Traumes deutscher Anleger glauben.
Keine eineinhalb Jahre später macht sich Katzenjammer breit: Derzeit notieren 343 Unternehmen mit einem Marktwert von nur noch 135 Mrd. DM am ehemaligen Anlegerparadies bei gerade mal über 1200 Punkten, und das Paradies scheint nun zur Zockerhölle zu verkommen.

Einige Unternehmen notieren jetzt schon unter dem Wert von einem Euro, was an der US-Wachstumsbörse Nasdaq längst ein Grund wäre, die Firmen vom Börsenparkett zu verbannen, weil sie die anderen mit in den Keller ziehen. Allein, da zeigen sich die Deutschen noch nachgiebig - trotz heftig aufgeflammter Diskussionen. Immer mehr Experten verlangen, dem US-Vorbild zu folgen und Unternehmen auf den "Todeslisten", die seit einiger Zeit kursieren, den Neuen Markt zu verschließen.

ATX mit 13,5 Prozent plus

Dem Trugschluss eines günstigen Schnäppchens sind so manche Anleger am Neuen Markt erlegen - am Ende wurde wie bei der Filmhandelsfirma EM.TV viel Geld verbrannt. In Wien ist das anders: Wer nicht gerade in die in den Ausgleich geschlitterte Buchkette Libro setzte (minus 79,10 Prozent seit Jahresanfang), konnte Gewinne verbuchen. Vor allem wer auf die Fundamentalwerte setzte: VA Stahl (plus 22 Prozent), wieder umbenannt in Voest Alpine, Austria Tabak (plus 39,7 Prozent), aber auch der Edelstahlhersteller Böhler-Uddeholm (plus 29,9 Prozent) und der Energiekonzern OMV (plus 27,2 Prozent) legten satte Wachstumsraten hin. Dagegen sackten Technowerte wie Cybertron oder BetandWin zweistellig ab. Unterm Strich legte der Leitindex in Wien ein Plus von 13,5 Prozent seit Jahresbeginn hin. Alle außer Moskau reihten sich dahinter ein.

Und was jahrelang Grund österreichischer Mittelmäßigkeit war, entpuppt sich nun als Grundlage des Erfolges: Der Mangel an Technologiewerten ließ Wien ungeschoren von internationalen Schwächen davonkommen. Allein dieser Mangel wird dann wieder gegen Wien sprechen, wenn sich die Wachstumsmärkte erholen.

Fritz Erhart, Fondsmanager der Capitalinvest, sieht noch einen Grund für den Wiener Börsenfrühling: "Wien führt auch durch die Übernahmefantasie ein Eigenleben." Diese Fantasie pushte den Kurs der Austria Tabak, vor kurzem von der britischen Gallaher übernommen. Zurzeit lässt die Fantasie einer Übernahme bei der Böhler-Uddeholm die Herzen der Investoren höher schlagen. Erhart setzt einen breiten Korridor für den Wiener Leitindex bis ans Jahresende von 1050 bis 1320 Punkten. Den großen Aufschwung wird es also nicht geben. (Esther Mitterstieler, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 16. 7. 2001

Antworten
sir charles:

Keine Sau ruft mich an kein Mensch interesiert

 
26.07.01 11:32
sich für mich..............
Antworten
ReWolf:

österreich halt *grins

 
26.07.01 12:57
jedem auf folgt ein ab... jedem berg ein tal

Antworten
sir charles:

Gut geheult Wolf....... o.T.

 
26.07.01 12:59
Antworten
Auf neue Beiträge prüfen
Es gibt keine neuen Beiträge.


Börsen-Forum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen
--button_text--