Wiedervereinnigung nicht Ursache für Wachstumsschw


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Nassie:

Wiedervereinnigung nicht Ursache für Wachstumsschw

 
24.06.03 18:00

äche.
Berlin/Halle (vwd) - Die Wiedervereinigung ist aus Sicht des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) nicht die Hauptursache der derzeitigen Wachstumsschwäche in Deutschland. "Der Verweis auf die 'Lasten der Wiedervereinigung' lenkt von der Kernursache der Wachstumsschwäche ab: dem Ausbleiben der Reformen, die auf eine nachhaltige Kräftigung der Investitionstätigkeit in Deutschland insgesamt zielen", heißt es in einer Analyse von IWH-Präsident Rüdiger Pohl, die am Dienstag veröffentlicht wurde. Ostdeutschlands Aufholprozess werde inzwischen durch mangelnde gesamtdeutsche Dynamik gehemmt.

Das frühere Bundesgebiet habe sich "bereits am Vorabend der Wiedervereinigung auf einem absteigendem Ast" befunden. Das Arbeitsvolumen sei trendmäßig geschrumpft und habe in der zweiten Hälfte der 80-erJahre stagniert. Die Arbeitslosigkeit habe sich auf hohem Niveau verfestigt und die Investitionsquote sei zurückgegangen. Grundlegende Reformen seien jedoch unterblieben und auch durch die Wiedervereinigung nicht ausgelöst worden. "Das ist der Kern der bis heute anhaltenden Wachstumsschwäche Deutschlands".Allerdings sei nicht zu bestreiten, dass die Wiedervereinigung zu Belastungen geführt habe, die wachstumsdämpfend gewesen seien.

Die steigende Abgabenlast und die Staatsverschuldung seien "wachstumshemmende Folgen der Vereinigung, so wie sie betrieben wurde",heißt es in der IWH-Analyse. Im Gefolge der Wiedervereinigung sei die Abgabenlast drastisch gestiegen. Zur Finanzierung der sozialen Folgekosten, insbesondere durch die hohe Arbeitslosigkeit im Osten, seien die Sozialbeiträge kräftig und dadurch wachstumshemmend erhöht worden. Zugleich sei das Staatsdefizit nach der Vereinigung "massiv angeschwollen, weil die Kosten der Vereinigung "in nicht geringem Maße" durch Kreditaufnahme finanziert worden seien.

Die darauf folgende Zinsbelastung habe die Fähigkeit des Staates zum Investieren geschwächt. Als Folge sei das vereinigte Deutschland im Jahr 2002, also zwölf Jahre nach der Vereinigung, "noch immer rechnerisch 'ärmer'
als das frühere Bundesgebiet am Vorabend der Vereinigung" gewesen. Das reale Bruttoinlandsprodukt je Einwohner habe 2002 mit 24.100 EUR nach wie vor unter dem Wert von 24.300 EUR gelegen, den das frühere Bundesgebiet 1991 erzielte. Seit der Vereinigung betrage die Wachstumsrate nur noch durchschnittlich 1,1 Prozent, während sie im früheren Bundesgebiet zwischen 1970 bis 1991 durchschnittlich 2,4 Prozent betragen habe.
+++ Beate Preuschoff
vwd/24.6.2003/bp/jej

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ruhrpottzocker:

So schlecht ist die Analyse gar nicht !

 
24.06.03 18:33

Wenigstens wird einmal die Hauptursache allen Übels beim Namen genannt ! Die Verschuldung !

Fest steht: Bereits vor der Wiedervereinigung hatte die CDU-geführte Regierung einen Schuldenberg gewaltigen Ausmasses aufgetürmt. Das war die Folge einer jede Reform vermeidende Politik aus Angst, die eigenen Wahlaussichten zu schmälern.

Dementsprechend war man für die Wiedervereinigung auch sehr schlecht gerüstet.

Die Folgen bewältigte die CDU-geführte Regierung in der Hauptsache wiederum aus Krediten (Ausnahme: Soli) und Belastung unserer Sozialsysteme.

So wurde der Ruin der Staatsfinanzen eingeläutet und letztendlich auch erreicht.

Reformstau, Verschwendungssucht und Mutlosigkeit waren die Ursachen und werden uns noch lange zusetzen.

Aus diesem Grunde habe ich vor der letzten Bundestagswahl dringend davor gewarnt, CDU zu wählen. Sie hätten so weiter gemacht.

Wie Recht ich hatte, weiss jeder, der seitdem Zeitung gelesen oder Nachrichten gehört hat.  

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