des Vergleichs.
Ich erwarte so etwa 128 Mio Umsatz (Vorjahr 138,4 Mio) bei 3,5 Mio AEbitda (Vorjahr 19,6 Mio).
Westwing würde damit im Vergleich zu anderen ECommerceren immernoch starke Zahlen abliefern. Und die Bewertung empfinde ich nach wie vor als viel zu gering.
Andererseits musste ich lernen, dass Anleger im allgemeinen sehr einfach gestrickt sind. Soll heißen, sie vergleichen gerne. Als der Umsatz und überproportional der Gewinn in 2020 bis Anfang 2021 stark gestoegen ist (mit dem Höhepunkt Q1/21), waren die Anleger helliaf begeistert und schossen den Kurs in große Höhen. Jetzt wo seit Q3/21 die Margen nachgeben (wegen Frachtkosten und höheren Marketingaufwendungen und sonstigen Kapazitäten) sehen sie nur noch den stark fallenden Gewinn und Umsatzrückgang. Eine genauere Analyse der übergeordneten Strategie oder der Kostenstruktur findet schlicht nicht statt. Man sieht nur die Zahl, die dann halt am Ende gemeldet wird. Insofern kann man schon sagen, dass der Markt die Q1-Zahlen für megaschlecht halten wird. Die Frage ist nur, ob der Markt auch erkennt, dass Q1/22 der Tiefpunkt sein dürfte und daher eine mögliche aber nicht garantiert negative Kursrreaktion dann auch sofort das Tief für die nächsten Jahre bilden wird. Das ist derzeit so meine Tendenz, dass ich im April/Mai mir nochmal neue Tiefs so im bereich 17 € vorstellen könnte, die als Kurzschlussreaktion auf diese Q1-Zahlen entstehen, aber der Markt dann auch sehr schnell dann erkennen könnte, dass diese "megaschlechten" Q1Zahlen nur dem hohen Basiseffekt des Vorjahres sgeschuldet ist und man ab Q2, spätestens Q3 wieder deutlich anziehende Gewinne sehen dürfte, zumal dann ab Q3 auch der Basiseffekt wieder genau umgekehrt wirkt. Dann haben wir plötzlich wieder News, wo der Gewinn steigt. Da sind wir dann wieder beim Thema einfach gestrickte Anleger. Man will als Anleger offenbar Wachstum und Gewinnsteigerung sehen. Alles dazwischen zu analysieren, macht zu viel Arbeit.
the harder we fight the higher the wall