super, das hatte ich vergessen, es gibt keine bessere Übung als einen P&F von Hand zu zeichnen, denn nur dann kann man die Methode wirklich gründlich nachvollziehen, indem man es macht...
@ängstliche Mitleser/Marktteilnehmer, dazu mal ein paar Worte im Allgemeinen, letztendlich unterliegen wir alle den gleichen Gefühlslagen, je nach Auslöser, kann man in den wertbezogenen threads prima sehen, gehen Kurse rauf yipiee, gehen Kurse dann runter, giften sich alle an... Beim Trading kommt die Angst nur dann ungünstig zum Zuge, wenn man durch Mißerfolg geleitet ist, dann kann sie sich ausbreiten und Besitz von einem ergreifen... Das darf man nicht zulassen und umso mehr muss der Chart zur stützenden Hand werden... zum sicheren Hafen, auf den man sich verlassen kann...
Generell ist die Bereitschaft zu Traden wohl von einigen, aber von zwei grundlegenden Faktoren bestimmt:
1.) die subjektiv wahrgenommene Wahrscheinlichkeit ein bestimmtes Ziel zu erreichen (x,y,z % bald auf meinem Konto)
2.) der Anreizwert des Ziels zu (1.) dieser könnte z.B. ein primärer Verstärker sein
-- also z.B. die Befriedigung physiologischer Bedürfnisse in Aussicht stellen:
"wenn du erfolgreich tradest, darfst du soviel essen wie du möchtest von der und der Lieblingsspeise" oder "Sex haben soviel du willst und mit wem du schon immer wolltest"
die beiden Verstärker würden bereits Menschen zu Hochleistungstrading veranlassen :-)
der Verstärker ist aber nicht primärer Natur, sondern sekundär:
-- und da bleibt in erster Linie ein gewaltiger Anreiz: Geld, $$$
der funktioniert nur bein uns Menschen, da er nur in unserer Lebenswirklichkeit ein "Wert" besitzt, wenn ich meiner Katze eine 100-$ Note anbiete, wir die kaum aus ihrer bequemen Couch Einrolllage sich 1mm bewegen... wenn ich ihr einen leckeren Fressnapf hinstelle, in einiger Entfernung, dass sie ihn noch sehen kann, ist der Anreizwert direkt aus ihrem Verhalten zu erschließen :-)
soweit so gut...
nun gibt es noch zwei in uns liegende Motive die das Trading beeinflussen können und die mit 1.) + 2.) zudem verknüpft sind, dies sind die Hoffnung auf Erfolg (He) und die Furcht vor Mißerfolg (Fm), diese verhalten sich additiv zueinander
man könnte sagen die Bereitschaft zu Traden ist gleich
1 X 2 x 3 (wobei 3 = He +/- Fm)
"Angst" kann nur dann geschürt werden, wenn man Erfolg nicht kennt (also Fm > He ist)
das klingt brutal, ist aber so, denn wenn Erfolg zu verbuchen ist, überlagert das Erfolgsmotiv (He) die Furcht vor Mißerfolg (Fm) (He > Fm)
wenn man sich durch laufende Fehlinvestments immer tiefer reingeritten hat und zugleich der Druck steigt, endlich Erfolg zu haben, um das wieder rauszuholen, es sich aber nicht ändert (vom sekundären Verstärker wird einem nichts gegeben, sondern im Gegenteil was weggenommen) dann überwiegt die Furcht vor Mißerfolg und lähmt die Entscheidungsfähigkeit oder mit "kühlem Kopf" an die Sache zu gehen... das gesamte Agieren wird unterbewusst von Fm gestört...
was z.B. @Jense betrifft, den wir in keiner Weise beleidigen oder zu Nahe treten wollen, so muss er schrittweise an Erfolg (wieder) herangeführt werden, so dass das Erfolgsmotiv (He) die Angst auslöscht...
wenn man großes Glück hat, schafft man das durch Zufallspicks ins Blaue, nach dem Motto, och ich geh mal darein und bumm hat man einen Tenbagger und dicke Kohle gemacht... die Wahrscheinlichkeit besagt aber, dass es dann beim nächsten Mal bumm in die andere Richtung geht (vermutlich) "wie gewonnen so zerronnen"... um nun da Logik in das eigene Handlungsmuster reinzubringen, bleibt z.B. die Charttechnik als starker Partner... :-)
in diesem Sinne...
ich kork mir erst mal ein Birechen auf :-) das kann auch ein Verstärker sein :-))))
Grüße