wie wir sie sehen gibt es immer mehrere Gründe.
Neben der Konjunkturschwäche und den irrationalen Übertreibungen sowohl von Anlegerseite, als alles blind gekauft wurde, als auch von Unternehmensseite, als um jeden Preis expandiert wurde, sehe ich im Moment eher psychologische Aspekte im Vordergrund. Rein Bewertungstechnisch sind wir in Deutschland eher günstig als teuer. In den USA sieht dies aber leider anders aus. Gerade heute habe ich wieder eine Statistik gesehen, die das KGV zu markanten Markttiefpunkten der letzten Jahrzehnte berechnet hat. Und da sind wir immer noch zu teuer, viel zu teuer. Zudem die Sorge vor der nächsten Enron und dem nächsten Terroranschlag. Nahost kann auch nicht beruhigen und ein Irak-Krieg droht. Da kann sich dann auch hierzulande panikartige Stimmung verfestigen. Zwei hausgemachte Probleme haben wir dann auch noch. Zum einen die Wahl im September mit all den Unsicherheiten, die daraus resultieren können. Zum anderen die vielleicht schon vorausgreifenden Unternehmen, die ihre Beteiligungen nun steuerneutral auf den Markt werfen, bevor sie unter Stoiber wieder Steuern zahlen müssen.
Fasst man das alles zusammen, so kann es durchaus, abgesehen von Zwischenerholungen, bis in den Herbst hinein weiter runtergehen. Gründe gibt es ja genung, und sei es nur, dass wir mal wieder völlig blind den Amis folgen.