Die USA sind immer noch die Wirtschaftsmacht Nr. 1. Sich an dieser zu orientieren ist schon ganz in Ordnung. Allerdings sollte es das Ziel der Europäischen Union sein, ein ernsthafter Kokurrent der USA werden zu wollen. Und dazu gehört eine eigenständige Wirtschaftspolitik und mithin eine EZB, die sich ihre Ziele selbst vorgibt und nicht darauf schielt, was denn die FED so macht.
Wer immer nur danach schreit "Die FED hat die Zinsen gesenkt, die EZB muß das jetzt auch tun" hat meines Erachtens überhaupt nichts kapiert.
DIE FED IST FÜR DIE USA ZUSTÄNDIG, DIE EZB FÜR EUROPA!!!
Und das die FED beileibe nicht allmächtig ist, zeigt ein Artikel, den ich eben gefunden habe.
Viel Spaß bei der Lektüre:
21/06 08:47 Zeitung - Fed besorgt über ausbleibende Zinssenkungs-Wirkung
Washington, 21. Jun (Reuters) - Vertreter der US-Notenbank
(Fed) sind nach einem Zeitungsbericht zunehmend besorgt darüber,
dass die aggressiven Zinssenkungen seit Jahresbeginn bislang
keine Wirkung auf die US-Konjunktur erkennen ließen. In einem
Kommentar der "Washington Post" heißt es, zwar gingen Vertreter
der Fed zwar weiterhin davon aus, dass die fünf Zinssenkungen
seit dem 3. Januar dieses Jahres um zusammen 2,5 Prozentpunkte
auf 4,0 Prozent beim Schlüsselzins Wirkung zeigen werden, doch
seien sie sich über den Zeitpunkt unsicher. Dies erschwere auch
eine Zinsentscheidung beim nächsten turnusmäßigen Treffen des
für die Geldpolitik der Fed verantwortlichen
Offenmarktausschusses (FOMC) am 26. und 27. Juni.
Angesichts der üblicherweise langen Vorlauffrist sollte
zumindest die erste Zinssenkung vom 3. Januar allmählich
Auswirkungen auf die amerikanische wirtschaft zeigen, heißt es
in dem Kommentar weiter. Da sich aber die Konjunktur statt
dessen weiter abgekühlt habe, zeigten sich Vertreter der
Notenbank zunehmend besorgt. Die erwartete Erholung der
Wirtschaft könnte nach ihrer Einschätzung nun möglicherweise
nicht vor Anfang kommenden Jahres einsetzen.