Im Jahr 2001 haben die Vereinigten Staaten und Kanada zusammen etwas mehr als 95 Millionen Unzen Silber gefördert und die Verkäufe der Siver-Eagle-Münzen lagen bei rund 9 Millionen Unzen, d. h. sie machten weniger als 10% der Gesamtproduktion aus. 2015 belief sich das Silberangebot aus der nordamerikanischen Minenproduktion auf 47 Millionen Unzen. Es hat sich also halbiert, doch allein die Nachfrage nach Silber Eagles und Silver Maple Leafs lag im letzten Jahr bei 81 Millionen Unzen und übertraf die Fördermenge der USA und Kanadas damit um 33-34 Millionen Unzen.
2001 war also noch Silber übrig, welches in der Industrie und zur Herstellung von Schmuck und Silberwaren verwendet werden konnte, doch heute müssen allein für die Herstellung der Silbermünzen 33 Millionen Unzen importiert werden. Dieser aktuelle Trend stellt eine phänomenale Entwicklung dar. Die Nordamerikaner sammeln aus irgendeinem Grund gern Silbermünzen, während in Asien, oder zumindest in Indien, Silberbarren beliebter sind. In Nordamerika werden also viele Silbermünze und selbst Silbermedaillen gekauft. Diese Nachfrage ist richtungweisend für den Edelmetall-Investmentmarkt.
Ich schätze, dass die Verkaufszahlen der Silver Eagles und Silver Maple Leafs in diesem Jahr deutlich steigen werden, insgesamt vielleicht auf 90 Millionen Unzen. Da die Minenproduktion in etwa stabil bleiben wird, erhöht sich das Defizit dadurch um weitere 7 oder 8 Millionen Unzen, allein aufgrund der Münznachfrage. Diese Entwicklung sollte nicht unterschätzt werden, Mike.
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