eute wundere ich mich, dass meine Großeltern trotzdem ein eigenes Haus besaßen, mit einem Garten von geschätzten 1000 Quadratmetern Größe. Wie selbstverständlich in dieser Zeit versorgte man sich selbst, baute Kartoffeln und Gemüse an, züchtete vielleicht noch Kaninchen wie Großvater es tat oder hielt sich ein Schwein oder Hühner, um seinen Bedarf an Fleisch und Eiern decken zu können. Jedes Mitglied der Familie half, die Gartenarbeit zu erledigen, auch dann noch als Töchter und Söhne längst eigene Familien gegründet hatten, brachte der Garten genügend Ertrag für alle. Großvater hatte sogar ein Auto, einen DKW 1000 S, wenn ich mich recht entsinne. Ich frage mich: „Wie war das möglich?“ Hierbei handelt es sich nicht um einen Einzelfall, wie Vater zu berichten weiß, es war normal. Normal war es auch, dass die Arbeitgeber der damaligen Zeit Wohnungen oder Häuser für die Mitarbeiter des Unternehmens zur Verfügung stellten, für eine moderate Miete versteht sich, dies nennt man soziale Verantwortung, wie sie wohl heute kaum noch zu finden ist.
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