Notenbanken pumpten soviel Liquidität in die Systeme wie noch nie.
Aber wie – wenn überhaupt – wird diese wieder abgeschöpft? Wie kann das funktionieren?
http://www.ariva.de/...all_Liquiditaet_Notenbanken_Quo_Vadis_c2996679
Das Direktorium der EZB traf sich vergangene Woche um über Details zum Ankauf von Pfandbriefen zu beraten. In den USA kauft die FED längst Unternehmensanleihen und Staatsanleihen auf. Ein Akt der Verzweiflung, denn die überbordende Liquidität erreicht die Märkte nur sehr zögerlich. Dies sind die Folgen der Kreditkrise, da die Banken einfach ihre Risikoprofile verändert haben - hin zu einer deutlichen Verminderung schlechter Schuldner. Seit Herbst 2008 wurden weltweit ca. 4-5 Billionen USD in die Märkte gepumpt. Alleine die amerikanische FED kauft für 1,75 Billionen USD Staatsanleihen, Agency Bonds und mit Hypotheken besicherte Wertpapiere auf. Doch was passiert, wenn die Konjunktur wieder anspringt? Dann werden wir sehr schnell wieder eine Blase gigantischen Ausmaßes sehen. Denn das „Geld“ will ja investiert werden und soll nicht bei Zinsen nahe Null dahin dümpeln.
Was sind nun die Instrumente, die den Notenbanken zur Verfügung stehen?
Am einfachsten ist es die Bilanz zu verkürzen. Auslaufende Refinanzierungsgeschäfte werden nicht verlängert. Am Ende der Laufzeit gibt die Notenbank den Banken die als Sicherheit hinterlegten Wertpapiere zurück und entzieht ihnen damit die Überschußreserven. Aktiv- und Passivseite schrumpfen jeweils um den entsprechenden Betrag.
Die zweite Variante wäre ein Passivtausch. Die Zentralbank legt eigene Schuldverschreibungen auf und verkauft diese an die Geschäftsbanken. Den neuen Verbindlichkeiten stünden weniger Überschußreserven gegenüber, da diese zur Finanzierung des Kaufs verwendet werden. Die EZB hat die gesetzliche Ermächtigung eigene Anleihen mit einer Laufzeit von unter 12 Monaten aufzulegen.
Erhöhung der Mindestreserven. Die Zentralbank erhöht die Mindestreservesätze und die Banken könnten dadurch weniger Kredite vergeben. Die niedrigen Zinsen derzeit würden wie eine Steuer auf die Banken wirken und würden diese natürlich zusätzlich belasten. Auch kann die Notenbank hohe Zinsen auf die Überschußreserven zahlen und somit das Geld bei sich halten. Dies wäre aber eine Subvention und wohl kaum durchsetzbar angesichts der exorbitanten Hilfsmaßnahmen, die schon gelaufen sind...................................
"Selten war mehr als ein Zehntel der Bevölkerung an dem beteiligt, was man Geschichte zu nennen pflegt!" (Samhaber)
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