Interessant zu lesen, besonders die Passage mit der BIP-Berechnung!
Die ganze Aufregung um den gesunkenen Gold-Preis und weiteren Aktionen der FED hat sich heute in Luft aufgelöst. Die FED hat entschieden, nichts zu entscheiden. Da keine neuen Käufe von Staatsanleihen über den bereits im März-Meeting vereinbarten $300 Mrd beschlossen wurden, stiegen die Realzinsen für die 10-jährigen Treasury Bonds von 3,0 % auf 3,1 % an.
Morgen wird Chrysler als erster Auto-Konzern Gläubigerschutz nach Chapter 11 des U.S.-Konkursrechts beantragen.
Das Bruttoinlands-Produkt in den U.S.A. ist im ersten Quartal 2009 um real 6,1 Prozent gegenüber den Vorjahres-Zeitraum gesunken. Der Begriff "real" macht die Nachricht verdächtig - hat nicht vor kurzem das BLS eine negative Inflations-Rate gemeldet ? Wenn dieser Wert in die Berechnung des realen BIPs eingeflossen ist, dann haben wir hier wohl wieder Zahlen vom "Wahrheits-Ministerium" zu verdauen. Wie leicht man hier Manipulation betreiben kann, zeigt folgendes Beispiel: Angenommen, das nominelle BIP betrage im 1Q08 $3.000 Mrd, im 1Q09 aber nur noch $2.800 Mrd. Nun meldet das BLS eine negative Preis-Steigerung von 0,5 %. In Wirklichkeit beträgt die Preis-Steigerung aber 5 %. Nach den Zahlen des BLS wären also die nominell $2.800 Mrd real $2.814 Mrd wert. Der Rückgang des BIP betrüge also real nur 6,2 %. Nun betrachten wir die gleiche Rechnung, wenn wir die wirkliche Inflation mit 5 % ansetzen. Dann beträgt das reale BIP in 1Q09 nur noch $2.667 Mrd. Das heisst der Rückgang des realen BIP betrüge nun 11,1 %. Minus 6,2 % gegenüber minus 11,1 % ist schon ein grosser Unterschied, oder ? Und bei diesem Beispiel habe ich nur an einer Stellschraube gedreht.
Paul Volker, ehemaliger FED-Präsident und Berater von Barack Obama sagt heute auf Bloomberg: "The economy is functioning only by the grace of government intervention and we're in for a long slog."
Natürlich kann man den Konsum am Leben halten, wenn der Staat Geld an die Bürger verteilt. Diese Strohfeuer-Initiative hält dann natürlich auch den Dienstleistungs-Sektor aufrecht, so dass der Rückgang des Bruttoinlands-Produkts in Grenzen gehalten werden kann. Aber welches Geld wird hier verteilt ? Verliehenes Geld, das durch verschiedene Monetarisierungs-Massnahmen der Notenbanken weltweit entstanden ist. Aber dieses Geld kann die FED nicht mehr zurückholen - was der Staat einmal an seine Bürger verteilt hat (nicht verliehen), das kann er nicht mehr zurückholen. Bei einer Stabilisierung der Wirtschaft auf niedrigem Niveau wird dieses überschüssige Geld plötzlich die Inflation anheizen, ohne dass die FED durch Zins- oder (negative) Repo-Geschäfte hier korrigierend eingreifen kann. Die einzige Möglichkeit ist die Abschöpfung der Liquidität durch attraktive (d.h. hohe Real-)Zinsen wie in den 80er-Jahren - das würde aber das gesamte Verschuldungs-System und somit auch die Banken zum Einsturz bringen.
Wir werden wohl in den nächsten Wochen - wenn nicht doch noch etwas anderes Gravierendes vorher passiert - wirklich eine kurzfristige Erholung auf niedrigem Niveau erleben. Sicherlich nicht in den exportorientierten Wirtschaften (sorry Angela - Deutschland wird nicht profitieren, da das Geld nicht in deutsche Exportgüter geht), aber in den konsumorientierten (USA, England). Man darf sich aber nicht täuschen lassen: Diese Entwicklung wird dann zu stark inflationären Entwicklungen führen, so dass die Notenbanken wohl wieder versuchen werden, vorsichtig auf die Geld-Bremse zu treten. Damit wird die Entwicklung jedoch weiter verschlimmert - die Deflation der auf verliehenen Geld gekauften Assets (Immobilien, LBOs, Aktien) wird stärker voranschreiten. Wir sehen dann eine Potenzierung der von Eichelburg prognostizierten und bereits beobachteten Situation, dass alle Vermögens-Gegenstände im Wert sinken, während alle lebensnotwendigen Dinge im Preis steigen.
Damit muss der Staat aber in noch grösserem Mass Geld zum Konsumenten umlenken, damit dieser nicht verhungert. Das verteilte Geld kann wieder nicht zurückgeholt werden und feuert die Inflation weiter an. Die Spirale dreht sich immer weiter bis zur vollständigen Zerstörung des Geld-Systems.
Für das Alternativ-Geld Gold betreiben die Zentralbanken ein ähnliches Spiel: Es wird über die Gold-Kartell Banken ausgeliehen, kann aber vom Markt nicht mehr zurückgeholt werden. Solange die Zentralbanken Gold im gleichen Umfang in den Markt pumpen, wie nicht-rückholbares Geld, wird der Wert von Gold gemessen in diesem Papier-Geld auch nicht sonderlich steigen. Aber die obige Entwicklung mündet in einer exponentiellen Ausweitung des Papier-Geldangebots, das nicht durch entsprechende Mengen Zentralbank-Gold kompensiert werden kann. Je schneller diese Entwicklung verläuft, desto explosiver wird der Ausbruch des Gold-Preises sein, wenn die Gold-Vorräte erschöpft sind. Dann sprechen wir nicht von einem Sprung auf $1.200, sondern mit Zwischenschritt $5.000 auf $10.000 oder sogar $20.000 und höher.
Der Gold-Tag war heute von unerwarteter Langeweile geprägt: Der A.M. Fix kam mit $894,50 (EUR 676,17) um $2 niedriger als gestern zustande, während der P.M. Fix mit $898,25 (EUR 678,08) bereits $8 höher stand als 24 Stunden zuvor. Gold beendete den Handel an der COMEX fast punktgenau bei $900.
(Erlaubnis zur Veröffentlichung liegt vor)
http://www.hartgeld.com/Ziemanns-gold-news.htm
Die ganze Aufregung um den gesunkenen Gold-Preis und weiteren Aktionen der FED hat sich heute in Luft aufgelöst. Die FED hat entschieden, nichts zu entscheiden. Da keine neuen Käufe von Staatsanleihen über den bereits im März-Meeting vereinbarten $300 Mrd beschlossen wurden, stiegen die Realzinsen für die 10-jährigen Treasury Bonds von 3,0 % auf 3,1 % an.
Morgen wird Chrysler als erster Auto-Konzern Gläubigerschutz nach Chapter 11 des U.S.-Konkursrechts beantragen.
Das Bruttoinlands-Produkt in den U.S.A. ist im ersten Quartal 2009 um real 6,1 Prozent gegenüber den Vorjahres-Zeitraum gesunken. Der Begriff "real" macht die Nachricht verdächtig - hat nicht vor kurzem das BLS eine negative Inflations-Rate gemeldet ? Wenn dieser Wert in die Berechnung des realen BIPs eingeflossen ist, dann haben wir hier wohl wieder Zahlen vom "Wahrheits-Ministerium" zu verdauen. Wie leicht man hier Manipulation betreiben kann, zeigt folgendes Beispiel: Angenommen, das nominelle BIP betrage im 1Q08 $3.000 Mrd, im 1Q09 aber nur noch $2.800 Mrd. Nun meldet das BLS eine negative Preis-Steigerung von 0,5 %. In Wirklichkeit beträgt die Preis-Steigerung aber 5 %. Nach den Zahlen des BLS wären also die nominell $2.800 Mrd real $2.814 Mrd wert. Der Rückgang des BIP betrüge also real nur 6,2 %. Nun betrachten wir die gleiche Rechnung, wenn wir die wirkliche Inflation mit 5 % ansetzen. Dann beträgt das reale BIP in 1Q09 nur noch $2.667 Mrd. Das heisst der Rückgang des realen BIP betrüge nun 11,1 %. Minus 6,2 % gegenüber minus 11,1 % ist schon ein grosser Unterschied, oder ? Und bei diesem Beispiel habe ich nur an einer Stellschraube gedreht.
Paul Volker, ehemaliger FED-Präsident und Berater von Barack Obama sagt heute auf Bloomberg: "The economy is functioning only by the grace of government intervention and we're in for a long slog."
Natürlich kann man den Konsum am Leben halten, wenn der Staat Geld an die Bürger verteilt. Diese Strohfeuer-Initiative hält dann natürlich auch den Dienstleistungs-Sektor aufrecht, so dass der Rückgang des Bruttoinlands-Produkts in Grenzen gehalten werden kann. Aber welches Geld wird hier verteilt ? Verliehenes Geld, das durch verschiedene Monetarisierungs-Massnahmen der Notenbanken weltweit entstanden ist. Aber dieses Geld kann die FED nicht mehr zurückholen - was der Staat einmal an seine Bürger verteilt hat (nicht verliehen), das kann er nicht mehr zurückholen. Bei einer Stabilisierung der Wirtschaft auf niedrigem Niveau wird dieses überschüssige Geld plötzlich die Inflation anheizen, ohne dass die FED durch Zins- oder (negative) Repo-Geschäfte hier korrigierend eingreifen kann. Die einzige Möglichkeit ist die Abschöpfung der Liquidität durch attraktive (d.h. hohe Real-)Zinsen wie in den 80er-Jahren - das würde aber das gesamte Verschuldungs-System und somit auch die Banken zum Einsturz bringen.
Wir werden wohl in den nächsten Wochen - wenn nicht doch noch etwas anderes Gravierendes vorher passiert - wirklich eine kurzfristige Erholung auf niedrigem Niveau erleben. Sicherlich nicht in den exportorientierten Wirtschaften (sorry Angela - Deutschland wird nicht profitieren, da das Geld nicht in deutsche Exportgüter geht), aber in den konsumorientierten (USA, England). Man darf sich aber nicht täuschen lassen: Diese Entwicklung wird dann zu stark inflationären Entwicklungen führen, so dass die Notenbanken wohl wieder versuchen werden, vorsichtig auf die Geld-Bremse zu treten. Damit wird die Entwicklung jedoch weiter verschlimmert - die Deflation der auf verliehenen Geld gekauften Assets (Immobilien, LBOs, Aktien) wird stärker voranschreiten. Wir sehen dann eine Potenzierung der von Eichelburg prognostizierten und bereits beobachteten Situation, dass alle Vermögens-Gegenstände im Wert sinken, während alle lebensnotwendigen Dinge im Preis steigen.
Damit muss der Staat aber in noch grösserem Mass Geld zum Konsumenten umlenken, damit dieser nicht verhungert. Das verteilte Geld kann wieder nicht zurückgeholt werden und feuert die Inflation weiter an. Die Spirale dreht sich immer weiter bis zur vollständigen Zerstörung des Geld-Systems.
Für das Alternativ-Geld Gold betreiben die Zentralbanken ein ähnliches Spiel: Es wird über die Gold-Kartell Banken ausgeliehen, kann aber vom Markt nicht mehr zurückgeholt werden. Solange die Zentralbanken Gold im gleichen Umfang in den Markt pumpen, wie nicht-rückholbares Geld, wird der Wert von Gold gemessen in diesem Papier-Geld auch nicht sonderlich steigen. Aber die obige Entwicklung mündet in einer exponentiellen Ausweitung des Papier-Geldangebots, das nicht durch entsprechende Mengen Zentralbank-Gold kompensiert werden kann. Je schneller diese Entwicklung verläuft, desto explosiver wird der Ausbruch des Gold-Preises sein, wenn die Gold-Vorräte erschöpft sind. Dann sprechen wir nicht von einem Sprung auf $1.200, sondern mit Zwischenschritt $5.000 auf $10.000 oder sogar $20.000 und höher.
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"An der Börse kann man 1.000 % Gewinn erzielen, aber nur 100% Verlust!"
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