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Gold 4.479,81 $ +2,29% Perf. seit Threadbeginn:   +472,21%
 
1ALPHA:

Ich wünsche erst 'mal

 
24.09.11 22:34
allen eine gute Nacht und einen besinnlichen Sonntag.
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DerFuchs99:

Vermögenssteuer

2
24.09.11 22:52
@Börsensieger:

Zitat: "Das habe ich auch schon seit Jahren erklärt. Du müsstest komplet allen zugewinn schon mal mit 100% besteuern plus eine negative verzinsung auf das vorhandene Vermögen."

Nein, nein, nein. Einkommen, Löhne, Zinsen usw., also alles neu "erwirtschaftete" sollte gar nicht besteuert werden!
NUR dauerhaft gehortetes Geld-Guthaben-Vermögen sollte hoch besteuert werden. Ich red hier von großen Geld-Guthaben nicht von Klein Ernas 10.000 Euro.

Eine Vermögensteuer ab 1 Million Geld-Guthaben trifft doch 98% der Leute gar nicht. Bringt aber durch die enorme Vermögens(guthaben)konzentration ein gewaltige Menge ein.

Bei den "Armen" und "Fleißigen" auch noch die Steuern zu erhöhen ist einfach ein Witz. Weil selbst 10% Steuererhöhung auf fast Nichts ist eben auch fast nichts, trifft aber die "Armen" enorm weil ja bei denen das komplette Einkommen in notwendigen Kosum umgesetzt werden muss. Ein "Armer" kann gar nicht horten!
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Dyus:

Krisenzeiten..

 
24.09.11 22:52

.. herrlich, soviel sollte, müsste hätten wir doch und "ich habs doch schon immer gesagt" kann man selten gebündelt irgendwo lesen.. Natürlich ist jeder voll überzeugt wo der Hund begraben ist. Und keiner gibt auch nur einen Deut nach, wozu auch wir sind ja in einem Goldforum.

Kühlen Kopf bewahren Leute, zum Glück oder hoffentlich ist niemand von euch in einer kritischen Schaltzentrale dieser Krise. Denn in Krisenzeiten werden Vermögen und Macht neu verteilt - Und eine Zukunft unter manchen altbekannten Forumsteilnehmer, bewahre mich davor.

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Ilmen:

US-Regierung droht neuer Stillstand Uneinigkeit in

4
24.09.11 22:53
US-Regierung droht neuer Stillstand Uneinigkeit in einem Punkt
Der Kompromiss über die Beilegung des Streits über den Haushaltsetat in den USA ist noch keine zwei Monate her, schon wird wieder über das Budget gestritten. Grundsätzlich sind sich Demokraten und Republikaner über das Ausgabenprogramm einig. Es spießt sich aber an einem Punkt, der etwa 0,04 Prozent des US-Budgets ausmacht. Bis zum Start des Haushaltsjahrs am 1. Oktober hat der Kongress Zeit, sich zu einigen. Beobachter fürchten aber noch weiteren Stillstand, wenn schon bei relativ kleinen Maßnahmen erbittert gestritten wird.
Frist bis 1. Oktober
Mit einem Kompromiss in letzter Minute ist die befürchtete Staatspleite in den USA nach einem monatelangen Streit über den Haushaltsetat im August abgewendet wurden. Trotz Widerstands einigten sich Demokraten und Republikaner kurz vor Beginn der US-Zahlungsunfähigkeit auf die Erhöhung des Schuldenlimits allerdings in Verbindung mit harten Einsparungen.
Wenige Wochen später droht der US-Regierung wegen eines Haushaltsstreits erneuter Stillstand. Am 1. Oktober beginnt in den USA das Haushaltsjahr. Üblicherweise verlängert der Kongress bestehende Ausgabenpläne in regelmäßigen Abständen, bis ein Etat verabschiedet ist. Grundsätzlich gibt es Einigkeit über das Ausgabenprogramm. Doch im Kongress wird noch über einen Punkt gestritten. Gibt es keine Einigung, sitzt die Regierung auf dem Trockenen.
Streit wegen 0,04 Prozent des Budgets
Bei dem strittigen Punkt geht es um die Zustimmung für eine Summe von Einsparungen in der Höhe von 1,6 Milliarden Dollar (1,19 Mrd. Euro). Das entspricht laut „Washington Post“ (Samstag-Ausgabe) etwa 0,04 Prozent des gesamten US-Budgets.

Konkret geht es laut „Washington Post“ darum, dass die Republikaner finanzielle Hilfsmittel für Opfer von Naturkatastrophen nur dann freigeben, wenn dafür ein Kreditprogramm für die Autoindustrie gekürzt wird, bei dem es um die Förderung spritsparender Fahrzeuge geht. Die Demokraten wehren sich, dieser Verbindung zuzustimmen.
Tea Party auf Konfrontationskurs
Vonseiten der Republikaner hatten vor allem Anhänger der Tea-Party-Bewegung gegen die eigene Partei rebelliert und die vorige Version der Vorlage abgelehnt. Die republikanisch dominierte Abgeordnetenkammer verabschiedete daher am Freitag dazu eine neue Ausgaben-Gesetzesvorlage mit der die Zahlungsfähigkeit des Bundes bis zum 18. November sichergestellt würde. Der mehrheitlich von den Demokraten gestellte Senat lehnte den Entwurf ab.
Der demokratische Fraktionschef Harry Reid versucht am Montag einen Kompromissvorschlag zur Abstimmung zu bringen. Die „New York Times“ zweifelt aber, ob er 60 Stimmen bekommen wird, um eine Blockade des Votums zu verhindern. Darüber hinaus verabschiedete sich die Abgeordnetenkammer in eine einwöchige Sitzungspause.
Negative Vorzeichen
Die aktuellen Unstimmigkeiten zum Haushalt wären vergleichsweise leichter zu lösen, als die umfassenden Programme zur Arbeitsbeschaffung und zum Abbau des US-Schuldenbergs. Einige Abgeordnete sehen es als schlechtes Vorzeichen für die USA, wenn sogar über relativ kleine Maßnahmen so erbittert diskutiert und gestritten wird.
Wahlkampf sichtbar
Hintergrund ist auch der bereits angelaufene Wahlkampf. Im November 2012 werden neben dem US-Präsidenten auch ein Drittel des Senats und das ganze Repräsentantenhaus neu gewählt. Erst vor wenigen Tagen forderte US-Präsident Barack Obama die Republikaner mit einem neuen Sparplan in der Höhe von drei Billionen Dollar (2,17 Bio. Euro) heraus.
Er will das enorme Defizit der USA mit geringeren Sozialausgaben, gesenkten Militärkosten aber auch mit höheren Steuern für Reiche reduzieren. Die Republikaner warfen Obama vor, einen „Klassenkampf“ anzuzetteln und kündigten Widerstand an.
Links:
         •§Weißes Haus
         •US-Repräsentantenhaus§
         •  US-Senat§
         •„Washington-Post“-Artikel§
         •§New York Times
Publiziert am 24.09.2011
http://orf.at/stories/2081005/2080997/
Altes KSK-Sparbuch 1935-1956 RM-DM Filmlänge 4,47min.
http://www.youtube.com/watch?v=ePnbVVntJaQ
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clray:

@DerFuchs99 Gehortete Guthaben

 
24.09.11 23:08
können auch durch Inflation entwertet werden - sie werden es auch ständig. Schon deswegen liegt das Zinsenzinsbeispiel des Jesuspfennig als Argument gegen "das böse System", welches angeblich alle Reichtümer dieser Welt den Gläubigern zufließen lässt, daneben. Der hypothetische Nachkomme von Jesus könnte sehr wohl ein astronomisch hohes Guthaben erben, allerdings ausgedrückt in "Jesus-Euros aus dem Jahre 0". Gemessen in Sachwerten bzw. real einziehbaren Forderungen würde es viel bescheidener ausfallen.

So ähnlich steht es auch um die "garantierten" Festgeldanlagen (die im Moment *unter* dem Inflationsniveau liegen) und um die steigende Verschuldung. Ebenso wenig wie die Griechenanleihen 140% Rendite im nächsten Jahr abwerfen, können die globalen Schulden in ihrem vollen heutigen Wert an die Gläubiger zurückbezahlt werden.

Die Gläubiger wissen es sehr wohl, wollen aber dennoch so viel ausquetschen, wie sie nur real bekommen können - das ist ja ein normales Verhalten. Als selbstverständliche Randbedingung gilt, den Weltkollaps zu vermeiden. Denn bei einem Weltkollaps würden auch sie leiden müssen, insbesondere wäre dann ihr realer Besitz bedroht. Die meisten reichen Menschen dieser Welt haben Hirn und wollen nicht, dass um sie herum Arme aus Hunger sterben oder mit Kalashnikovs über die Straße laufen. Sie wissen es also, dass ihre "Assets" jeglicher Art (Gold inklusive) nur einen relativen Wert besitzen.

Zusammenfassend, auch die Guthabenhortung ist kein "Problem", weil sie langfristig nicht wirklich funktioniert. Der reale Wert des gehorteten Guthabens tendiert durch die Geldentwertung zu schrumpfen, ganz abgesehen von Vernichtungsmöglichkeiten duch Fehlinvestitionen. Ein realer Vermögenszuwachs kann nur anteilig zum realen Wirtschaftswachstum stattfinden. Die Gesellschaft sorgt dafür, dass Anteile von besitzenden Personengruppen sich nicht automatisch unendlich relativ zu anderen vergrößern. Ein dummer Reicher kann auch durch schlauere Ärmere abgezockt werden - siehe z. B. die Milliardärin Madeleine Schickedanz im Fall Arcandor - und auch besonders schlaue Reiche werden mit ihren Guthaben nicht begraben, sondern reichen es an dümmere weiter. Es gibt also Gerechtigkeit in dieser Welt ;-)
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free_lancer:

@ gulfnews.com

 
24.09.11 23:13

High price a boost for gold movement through Dubai

$41.3b of yellow metal traded through emirate last year..

gulfnews.com/business/markets/...vement-through-dubai-1.875970

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free_lancer:

G20 now preparing itself for Greek default after..

 
24.09.11 23:15

G20 now preparing itself for Greek default after October – Sky sources. Will be on Sky News imminently with more


G20 sources: all efforts behind the scenes (by G20 members) are now going into recapitalising banks, preparing economies for default.


G20 sources: default not expected until after Cannes G20 early November. Emergency funding should still keep Greece afloat thru October


G20 sources: No suggestion Greek default need imply country leaving the euro


G20 sources: @ Washington summit marked difference in attitude. Confident euro members edging closer to recapitalising banks, expanding EFS 

investmentwatchblog.com/...lf-for-greek-default-after-october/

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clray:

@DerFuchs99 Es geht auch ohne Vermögenssteuer

 
24.09.11 23:22
für Reiche, denn sie unterziehen sich bereits einer freiwilligen "Besteuerung", indem sie ihre "Guthaben" in die Wirtschaft investieren (in der Hoffnung auf Zinseszinsen hihi). Man kann es auch so sehen, dass ein Börsencrash einige Reiche überproportional bestraft und dafür (relativ!) die Gesamtheit der nicht investierten Arbeitern/Sparern belohnt.

Wer investiert, der weiß aus persönlicher Erfahrung, wie er durch die "armen" Arbeitnehmer und/oder hinterlistige Manager um sein Geld gebracht werden kann. Sie bekommen nämlich typischerweise ihre Tariflöhne/Boni garantiert ausgezahlt, während der eine oder andere "reiche" Investor zum Schluss in die Röhre guckt. Das Geld kann also in beide Richtungen fließen, auch ohne eine Reichensteuer. Die Wahrscheinlichkeit für den Geldabfluss aus Reichentaschen steigt mit ihrem wachsenden Vermögen, wenn die Menge von wirtschaftlich-technologisch sinnvollen Projekten mal abnimmt.
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DerFuchs99:

Inflation

 
24.09.11 23:36
@clray:

Inflation ist der natürliche Ausgleich für Zu-Langes-Horten der Sparer. Denn Staatsverschuldung erzeugt Guthaben für die Schuldner die ihre Tilgungsfristen einhalten müssen, denn Der Sparer rückt sein Guthaben ja nicht raus.
Der Staat erzeugt nicht freiwillig (!) diese ständige Netto-Neuverschuldung sondern hilft nur den Schuldnern mit Ersatzguthaben aus die die Sparer nicht rausrücken. Der Staat ist also zu Unrecht an den Pranger gestellt! Würde er sich nicht Netto-Neuverschulden hätte mir reihenweise Schuldnerpleiten und damit wär auch das gegenüberliegende Sparerguthaben entwertet. Davor fürchtet sich der Staat und geht lieber den Weg der Ersatzguthabenbeschaffung.

Inflation ist also ein Nullsummenspiel für den Sparer.

ABER dieses System sucht sich einen "natürlichen" anderen Ausweg für die viel-zu-vielen-Guthaben-Horter. Und das sind sinkende Zinsen, siehe USA, siehe Deutschland. Nur leider müssten diese sogar unter Null sinken um die Guthabenhorterei auf ganz "natürliche" Weise zu beseitigen (negativer Zins).

Und das ist der Knackepunkt. Die Zinsen können heutzutage nur bis Null sinken obwohl derzeit negative Zinsen auf Guthaben gesund wären. Das Zinsen-nicht-unter-Null-fallen-können bringt das System zum Platzen da sogar die derzeitigen Nullzinsen der FED zu "hoch" sind für soviel Guthabenhorter. Aber negative Zinsen würden zu einem sofortigen Bankrun und auszahlen der Guthaben in Bargeld führen. Tja, blödes Dilemma.
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clray:

@DerFuchs99 Zinsen brauchen nicht negativ

2
24.09.11 23:46
zu werden, es geht ja nur um den Unterschied Inflation - Zins = Realzins. Dieser ist zurzeit negativ, und ja, es ist die natürliche und langsame Weise, Schulden abzuwerten, mit stiller Zustimmung der Gläubiger (denn was können sie real dagegen tun, außer in Gold umschichten, welches aber letztlich auch nur relativen Wert besitzt?). Es muss keinen "Systemreset" geben, und es "platzt" nichts.
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clray:

Die Sorge ist deswegen

 
24.09.11 23:54
das gehemmte Wirtschaftswachstum bzw. Rezession/Depression. Denn dadurch verlieren Vermögen real am Wert. Es ist wie bei einer Naturkatastrophe: wenn Betriebe abfackeln (Unternehmen zu Grunde gehen) und Menschen statt brav weiterarbeiten auf ihrem Goldhaufen sitzen oder betteln gehen, dann haben die "reichen Guthabenbesitzer" überproportional mit. Die ganzen Schuldenberge sind nur insofern böse, inwiefern sie  wachstumshemmend wirken. Das wissen die Gläubiger, und sie werden es deswegen mit ihren Forderungen nicht übertreiben, auch wenn sie es versuchen werden, ihren eigenen Anteil an der Überwindung der "Krise" möglichst auf viele wehrlose Dritte abzuwälzen. Die Krise wird jedoch überwunden, denn ihre Überwindung ist im Interesse der Mehrheit von Marktteilnehmern.
Antworten
DerFuchs99:

Realzins

 
24.09.11 23:56
@clray: "zu werden, es geht ja nur um den Unterschied Inflation - Zins = Realzins. Dieser ist zurzeit negativ,"

Du meinst wohl eher Zins - Inflation = Realzins. Aber seis drum. Wenn derzeit 3% Inflation herrschen und wir 1% Zinsen haben dann haben wir ja unseren negativen Zins. Also -2% Realzins. Nur dumm ist es natürlich wenn die ganze jahrzentelange Guthabenhorterei derzeit einen viel größeren negativen Realzins erfordert. Tja und der Ausweg über höhere Inflation ist dank 2% Inflationsklausel der EZB versperrt und nach unten kann ich im Zins nicht durch 0 durchbrechen. Ganz blödes Dilemma, das sich nur über zwangsweise Guthabenauflösung durch Schuldnerpleite Auflösen lässt. Und die Pleiten kommen bald....
Antworten
clray:

@DerFuchs99 Danke,

 
25.09.11 00:09
ich meine die Formel natürlich so, wie du schreibst. Die 2% EZB-Verpflichtung könnte aber auch aufgehoben werden, oder?

Allerdings vermute ich auch eher eine Insolvenz und einen Rausschmiss Griechenlands aus der Währungsunion, welcher noch politisch schön verpackt und hinter den Kulissen so vorbereitet werden muss, dass möglichst der Dominoeffekt aufgehalten wird. Viellecht wird Griechen unter Auflagen angeboten, der Währungsunion irgendwann wiederbeizutreten o.ä.
Antworten
DerFuchs99:

Verbraucherpreisindex

 
25.09.11 00:29

Der "reiche" Guthabenhorter, also die Leute die wirklich viel Guthaben auf sich Konzentrieren, die lachen sich selbst über 10% oder 20% Inflationanzeige kaputt. Warum? Weil die Inflationsklausel der EZB ja ein Verbraucherpreisindex ist und keine "echter" Inflationsanzeiger. Und da ein Milliardär so gut wie nichts von diesen Produkten aus dem Verbraucherpreisindex kauft interessiert ihn und sein Guthaben das gar nicht. 

Wen der Anstieg der Verbraucherpreisinflation natürlich hart trifft sind die, die überhaupt gar kein Guthaben haben! Die Normalos eben. Die die all diese Produkte aus dem Verbraucherpreisindex benötigen.

Also ist das mit dem Realzins und dem Inflationziel 2% so ne Sache. Für die Guthabenbesitzer ist die Gesamtgeldmenge viel entscheidener und nicht die "Inflation" die die EZB misst!

 

Antworten
clray:

Inflation gibt es auch bei Luxusgütern

 
25.09.11 01:29
Wenn die Verbraucher- und Energiepreise um 10% steigen, dann ziehen irgendwann auch Löhne nach. Im Endeffekt passiert es sehr wohl, dass ein Auto, ein Flugticket, ein Urlaub oder eine Villa 10% teurer werden. Und wenn die Inflation zu schmerzhaft wird, muss man im Extremfall wie Gadaffi sein gesamtes Geld für persönlichen Schutz ausgeben - die Preise waren für ihn bestimmt nicht besonders günstig. Diese "Sorge" haben die Armen nicht. Ich glaube also, dass auch die Reichen relativ stabile Preise und eine halbwegs "normale" Wirtschaft wünschen, abgesehen davon, dass es ihnen (uns?) dank Rücklagen nicht sofort wehtut. Anders ausgedrückt, einem westeuropäischen Millionär wird es nicht unbedingt schmecken, zum Lebensstil eines afrikanischen oder südamerikanischen Millionärs wechseln zu müssen. Manche (viele?) Millionäre verfolgen auch (vor lauter Langeweile und Gewissensbissen) durchaus "wohltätige" Ziele.
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Ilmen:

Kein Plan, Insolvenz einzudämmen Erst vor wenigen

3
25.09.11 07:50
Kein Plan, Insolvenz einzudämmen

Erst vor wenigen Tagen hat Deutschlands Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) eine geordnete Insolvenz Griechenlands nicht mehr ausgeschlossen und dafür herbe Kritik geerntet. Mittlerweile mehren sich die Stimmen, die offen von der Möglichkeit einer Pleite sprechen - auch innerhalb von anerkannten Institutionen.
Erstmals schloss etwa mit dem Niederländer Klaas Knot ein Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB) eine Insolvenz Griechenlands nicht mehr aus: „Das ist eines der Szenarien. Alle Anstrengungen sind darauf gerichtet, das zu vermeiden, aber ich bin nun weniger entschieden beim Ausschließen eines Konkurses, als ich das noch vor ein paar Monaten war.“

Knot erachtet auch eine Aufstockung des europäischen Rettungsschirms EFSF auf eine Billion Euro oder noch mehr als notwendig, sollte sich die Schuldenkrise verschärfen: „Es ist offensichtlich, dass wenn die Dinge in Griechenland schieflaufen, man einen größeren Schutz braucht als ihn der derzeitige Fonds anbieten kann“, sagte er gegenüber dem „NRC Handelsblad“.

„Schuldenschnitt unvermeidbar“

Der US-Ökonom Kenneth Rogoff hält einen Schuldenschnitt für nicht mehr vermeidbar. Athen werde seine Verpflichtungen nicht erfüllen können, sagte der Harvard-Professor gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ („FAZ“, Freitag-Ausgabe). „Die Gläubiger werden von einem Euro nominalen Schulden wahrscheinlich nur 30 oder 40 Cent wiedersehen, vielleicht noch weniger“, erwartet Rogoff. „Das ist unvermeidlich.“ Die Politik sei diesbezüglich aber noch zurückhaltend, weil es keinen Plan gebe, die Insolvenz einzudämmen. Ob Griechenland in der Euro-Zone bleibe, entscheide aber allein die Politik.

Gerüchte auch in Griechenland

Griechische Medien berichteten, dass selbst Griechenlands Finanzminister Evangelos Venizelos erstmals über eine geordnete Umschuldung des Landes mit einem Schuldenschnitt von 50 Prozent gesprochen habe als ein mögliches Szenario unter mehreren. In der Zeitung „Ta Nea“ wird der Minister mit dem Satz zitiert: „Wir sollten aber nicht diejenigen sein, die das ins Gespräch bringen. Es ist gefährlich.“ Offiziell wurden diese Medienberichte dementiert. Die Regierung sicherte erneut zu, allen Zahlungsverpflichtungen gegenüber seinen Gläubigern nachzukommen und die Sparpolitik fortzusetzen.

Dafür müssen aber auch der Widerstand der eigenen Parteikollegen der sozialistischen Regierungspartei überwunden werden. Eine Abstimmung zur geplanten Sonder-Immobiliensteuer etwa musste wegen angeblicher Krankheit der Abgeordneten auf nächste Woche verschoben werden.

Nervosität bei Banken

Die verstärkten Pleitegerüchte wirkten sich auch an den Börsen aus, die am Freitag erneut Kursverluste hinnehmen mussten. Zudem stellen sich auch die Banken zunehmend auf Probleme wegen Griechenland ein. Die Deutsche Bank etwa rechnete, dass sich die Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen nicht nur auf die ausgehandelten 21 Prozent belaufen, sondern de facto auf 25 Prozent und mehr.
Das Ende Juli ausgehandelte Rettungspaket für Griechenland über rund 100 Milliarden Euro involviert erstmals auch private Gläubiger in die Griechenland-Rettung. Geplant ist, dass Banken und Versicherer ihre alten Griechenland-Bonds gegen neue mit längerer Laufzeit tauschen.

Änderungen bei zweitem Rettungspaket?

Deutschlands Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) deutete aber bereits notwendige Änderungen am zweiten Paket an. Es wäre überraschend, wenn zwar die Voraussetzungen für die ausstehende sechste Tranche verändert würden, nicht aber das zweite Rettungspaket, sagte Schäuble. Die nächste Hilfstranche muss in den nächsten Tagen ausgezahlt werden, um die Zahlungsfähigkeit Griechenlands zu garantieren.
Ob der Bankensektor nach der Finanzkrise 2008 und den staatlichen Stützungsmaßnahmen in vielen Ländern ausreichend auf eine Verschlechterung der Schuldenkrise vorbereitet ist, ist fraglich. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht bei den Banken von einem Kapitalloch von mindestens 200 Milliarden Euro aus.

Links:
         •        EU§
         •       IWF§
         •       EZB§
         •       IWF§
         •§Ta Nea
         •§Griechische Regierung

Publiziert am 24.09.2011

http://orf.at/stories/2080906/2080826/
Altes KSK-Sparbuch 1935-1956 RM-DM Filmlänge 4,47min.
http://www.youtube.com/watch?v=ePnbVVntJaQ
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Ilmen:

Auch Deutsche Bank schwitzt ganz schön

 
25.09.11 07:55
Die Schuldenkrise bringt Europas Banken immer stärker in Bedrängnis. Der Internationale Währungsfonds (IWF) schätzt, dass die Risiken in den Büchern der Institute durch die Probleme der Euro-Zone um 300 Milliarden Euro gestiegen sind. Daher bräuchten die Geldhäuser dringend frisches Kapital.

Kapital sei dringend nötig, um potenzielle Verluste ausgleichen zu können, heißt es in dem am Mittwoch vorgelegten Globalen Finanzstabilitätsbericht des IWF. „Die Risiken sind erhöht, und die Zeit wird knapp, die Gefahren anzugehen, die das globale Finanzsystem und die Konjunkturerholung bedrohen“, so der IWF. Die Krise könne auch auf Banken in den Schwellenländern, vor allem in Lateinamerika, überschwappen.

Die EU-Kommission sieht keine Notwendigkeit für vorgezogene Finanzspritzen an Europas Banken. Ein Kommissionssprecher dementierte am Freitag in Brüssel Medienberichte, wonach Europas Bankenaufseher die beim letzten Banken-„Stresstest“ fast durchgefallenen Institute rascher mit frischem Geld versorgen wollen als bisher vorgesehen. „Der Fahrplan bleibt gültig, es gibt keine Beschleunigung des vorgesehenen Kalenders“, sagte der Sprecher.

200 Milliarden für Europa nötig?

Die neue IWF-Chefin Christine Lagarde hatte vor einigen Wochen den Unmut vieler europäischer Regierungen auf sich gezogen, als sie eine Zwangskapitalisierung der Banken forderte. Mittlerweile erkennen aber nach Worten von IWF-Chefvolkswirt Olivier Blanchard Regierungen in Europa das Problem: Sie prüften zunehmend, wie sie die Kapitalbasis der Banken stärken können, nachdem in der Finanzkrise bereits Milliarden an Steuergeldern in viele Institute geflossen sind.

Laut IWF müssen die Banken alles tun, um die Mittel auf dem Kapitalmarkt aufzunehmen. Als letzte Instanz müssten aber die - nun oftmals selbst finanziell bedrängten - Staaten bereitstehen. Der Umfang des Kapitalbedarfs für Europas Banken ist strittig. Die Summe von 200 Mrd. Euro wurde genannt, das aber unter der Annahme einer Abschreibung aller Euro-Staatsanleihen. Experten schätzten den Finanzierungsbedarf auf 100 Mrd. Euro. Der IWF wollte keine Summen nennen - hierzu wäre ein umfassender Stresstest nötig, so der Fonds.

Lage in Österreich alles andere als rosig

Auch in Österreichs Banken sei keine optimale Kapitalausstattung gegeben, hatte am Dienstagabend Österreichs Finanzstaatssekretär Andreas Schieder (SPÖ) befunden. „Nicht umsonst gibt es extreme Schweißausbrüche vor jedem Stresstest“, sagte der Staatssekretär Dienstagabend bei einer Diskussion in Wien. Bei Hypo Group Alpe Adria und Kommunalkredit, die beide verstaatlicht werden mussten, wäre es besser gewesen, sie hätten mehr Eigenkapital gehabt. In der ÖVAG sei man jetzt mühsam am Aufbau.
Selbst die anderen Banken, die sich aktuell mit Rückzahlungsplänen trugen, seien nicht so ausgestattet, dass sie sich ganz locker von staatlichem Eigenkapital trennen und das Geld durch eigenes ersetzen können, sagte Schieder. Stefan Bruckbauer, Chefökonom der Bank Austria, unterstrich seinerseits: „Zurzeit gibt es kein Kapital für Banken, auch wenn sich die IWF-Chefin Lagarde das wünscht.“

Auch Deutsche Bank „schwitzt ganz schön“

Der IWF hat für seinen Bericht die Risiken ermittelt, die sich durch die Schuldenprobleme einiger Euro-Länder und die Verunsicherung der Investoren ergeben. Dabei hat der Fonds den Rückgang der Kurse der Staatsbonds und anderer Vermögenswerte sowie den Anstieg der Refinanzierungskosten berücksichtigt. Der IWF räumte ein, dass sich Banken einiger Länder nur noch schwer auf dem Kapitalmarkt Gelder beschaffen könnten.
Auch Deutsche-Bank-Finanzchef Stefan Krause räumte zuletzt ein, dass auch seinem Haus die Schuldenkrise immer stärkeres Kopfzerbrechen bereite: Sowohl im Investmentbanking, als auch im Kreditgeschäft, sorgten die Turbulenzen an den Märkten für Verunsicherung der Kunden. Die Erträge brächen weg. „Wir schwitzen ganz schön ordentlich“, gab der Bankmanager auf einer Konferenz in Frankfurt zu. Auch die Commerzbank braucht eine „relativ schnelle“ Beruhigung der Märkte, um auf Kurs zu bleiben, wie Vorstandschef Martin Blessing einräumte. „Der August war mit Sicherheit für viele Banken kein toller Monat.“

Geheimniskrämerei um EZB-Rettungsmanöver

Die Europäische Zentralbank (EZB) kündigte am Mittwoch an, sie werde eine Bank in der Euro-Zone mit US-Dollar für eine Woche refinanzieren. In einem entsprechenden Geschäft wurden insgesamt 500 Millionen US-Dollar zu einem festen Zinssatz von 1,07 Prozent zugeteilt, teilte die EZB mit. Das Geschäft beginnt am Donnerstag und läuft sieben Tage. Die Nachfrage ist ein Anzeichen dafür, dass Banken der Euro-Zone Probleme haben, sich Geld bei US-Banken zu leihen. Es wurde nicht veröffentlicht, welche Bank nach Geld gefragt hat.

Links:
         •       IWF§
         •       EZB§
         •§Finanzministerium

Publiziert am 24.09.2011

http://orf.at/stories/2080906/2080450/
Altes KSK-Sparbuch 1935-1956 RM-DM Filmlänge 4,47min.
http://www.youtube.com/watch?v=ePnbVVntJaQ
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Ilmen:

Früherer Euro-Rettungsschirm für Schäuble möglich

 
25.09.11 08:04
Früherer Euro-Rettungsschirm für Schäuble möglich

Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat einen früheren Start des permanenten Euro-Rettungsschirms ESM nicht ausgeschlossen. „Wenn der ESM früher in Kraft gesetzt werden kann, dann hätten wir nichts dagegen“, sagte Schäuble gestern in Washington am Rande der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF). „Wenn es möglich ist - ja.“ Der ESM soll Mitte 2013 starten und den aktuellen Rettungsfonds EFSF ablösen.

Schäuble sprach sich für eine dauerhafte und überzeugende Lösung für Griechenland aus. „Wir brauchen eine Lösung, die glaubwürdig und langfristig das Griechenland-Problem löst.“ Zuletzt hatte Schäuble angedeutet, dass es Änderungen am zweiten Rettungspaket für Griechenland geben könnte. Umstritten ist unter anderem der Umfang der Beteiligung privater Gläubiger.

Schäuble und Bundesbank-Präsident Jens Weidmann lehnten Forderungen ab, die Finanzkraft des aktuellen Rettungsfonds EFSF per Kredithebel mit Rückgriff auf die Europäische Zentralbank (EZB) zu stärken. Es gebe auch andere Formen, sagte Schäuble.
Top-Wirtschaftsmächte wollen gegen Krise vorgehen

Die globalen Top-Wirtschaftsmächte wollen sich gemeinsam und entschlossen gegen die Krisen beiderseits des Atlantiks stemmen. „Wir werden gemeinsam handeln, um Vertrauen und Finanzstabilität wiederherzustellen und das weltweite Wachstum wieder aufleben zu lassen“, teilte der Lenkungsausschuss des Internationalen Währungsfonds nach einer Sitzung gestern in Washington mit.

Die Strategie sei, die Staatsfinanzen wieder in Ordnung zu bringen und zugleich die Wirtschaftserholung sicherzustellen, hieß es im Kommunique, dem 24 Länder mit Sitz im Exekutivrat des Fonds angehören, darunter Deutschland, die USA, China, Spanien und Italien.

Die Länder der Euro-Zone „werden alles Notwendige unternehmen“, um die Schuldenkrise zu lösen und die Stabilität des Finanzsystem im Bereich der Gemeinschaftswährung zu sichern. Dazu gehöre auch die Umsetzung der Beschlüsse des Krisengipfels in Brüssel im Juli. Dabei gehe es auch darum, die Wirksamkeit des Rettungsschirms EFSF zu maximieren.

http://orf.at/#/stories/2081018/
Altes KSK-Sparbuch 1935-1956 RM-DM Filmlänge 4,47min.
http://www.youtube.com/watch?v=ePnbVVntJaQ
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TalentfreieZon.:

Jetzt gehen wir in die Billionen

3
25.09.11 08:11

Deutschland wird immer weiter bedrängt mehr  zu tun. Die anderen Europäer auch. Aber Deutschland hat das Potential  noch an Gelder ranzukommen und hat eine Bevölkerung, die über mehrere  Billionen an Sparvermögen verfügt. Dazu eine Ökonomie, die noch hohe  Überschüsse erwirtschaftet.

Egal  was man Ihnen andernorts erzählt, dies wird mit einkalkuliert.  Billionen werden gebraucht. In Deutschland liegt das Geld herum.  Womöglich ist es Ihr Geld.

Die  neuesten Informationen sind niederschmetternd. Die Gefahren für die  globale Wirtschaft sind jetzt so hoch, dass man bis zum vorläufig  Äussersten gehen wird.

Das bedeutet: Die EU arbeitet bereits an einem neuen "Rettungsplan", der nunmehr 2 Billionen Euro umfassen soll.
Vor  einigen Monaten hatten wir einmal geschrieben, dass 3,5 Billionen  notwendig wären, wenn auch Italien und weitere Länder in Probleme  geraten würden und um die Märkte zu beruhigen.

Mittlerweile würde selbst dies dies nicht mehr ausreichen.

Die  Gerüchteküche bringt demzufolge sogar noch höhere Summen ins Spiel.  Aber das ist falsch, die Politik hinkt natürlich den Entwicklungen  hinterher. Und wenn die Beschlüsse dann gefasst sind, hat wiederum die  Entwicklung die Akteure eingeholt.

Der  2 Billionen Mega-Plan soll schon wieder die Banken in der Euro-Zone  re-kapitalisieren und zudem eine "Schutzmauer" um besonders gefährdete  Staaten legen. Darunter immer noch Griechenland, Portugal und Irland.  Wir wissen aber alle, dass von Zypern über Litauen, Italien, Spanien und  nicht zuletzt auch Frankreich neue Spannungen entstanden sind.

Der IWF soll auch mit im Boot sein, hat aber selbst knapp unter 400 Milliarden Dollar an finanzieller Ausstattung, welches 
er  natürlich nicht nur für die Rettung Europas bereitstellen kann. Für ein  Europa, dass immer noch über seine Verhältnisse lebt, wie es am Samstag  erst Putin zur Sprache gebracht hat.


Länder,  wie China oder Brasilien um Hilfe zu bitten, ist im Prinzip schon ein  Armutszeugnis. Wie viele Monate gibt es in Brasilien Arbeitslosengeld,  wenn man überhaupt eine feste Anstellung hatte? Wie sind die sozialen  Verhältnisse in China?
Und die ganze Welt soll in den Internationalen Währungsfonds 
noch mehr Geld einzahlen, damit die Europäer weiterhin besser leben können, als der Rest der Welt?

Trotzdem ist das möglich, weil mittlerweile die ganze Welt Angst vor einem möglichen Zusammenbruch Europas hat.
Weit  haben wir es gebracht. Und immer noch ist Griechenland mit im Boot. Wie  wir schon einmal sagten, 2% der Wirtschaftsleitung Europas und 90% der  Bad News.

Man lässt diesen Tumor weiter wuchern, die Metastasen sind bis in den letzten Winkel des Weltfinanzsystems angekommen.


Daran sieht man auch ganz deutlich, dass die Maßnahmen völlig irrelevant sind. Aus einer beherrschbaren Situation entstehen weltweite Krisen. Unnötigerweise. Hatte man uns das bis vor kurzem nicht ganz anders und als völlig alternativlos dargestellt?

Wer verbreitet Unwahrheiten und zieht uns immer weiter runter?

Die  eigene Regierung. Wir werden schon am nächsten Donnerstag in der  Parlamentsabstimmung sehen, wie hartnäckig man falsche Entscheidungen  dennoch gegen jegliche Vernunft und Logik durchboxt.


Wie  groß werden erst die Krisen werden, wenn die Bürgschaften und Haftungen  schlagend werden? Wenn Länder wie Deutschland und Frankreich auf die  bisherige Staatsverschuldung noch einmal hunderte von Milliarden  schultern müssen? Und der neue Plan noch größere Einzahlungen vorsieht?

Das  ist bar jeglicher Vernunft. Und es wird auch kein gutes Ende nehmen. Es  wird nicht einmal genug Zeit kaufen. Der Gegenwert ist nahezu Null. Und  trotzdem wird man es versuchen durchzusetzen. Mit Notstandsgesetzen? 

Ich frage mich in der Tat, wie man den neuen Plan unter normalen Umständen durchbekommen will? 

Was  kommt noch in Zukunft? Sperrung der Sparguthaben und Rückzahlung nach  drei Jahren, wie in Brasilien oder Argentinien vor vielen Jahren?

Das  Unwahrscheinliche, was wir vor Jahren beschrieben hatten, ist schon  heute Realität. Also werden die Maßnahmen in Zukunft noch einmal eine  Steigerung erfahren müssen. Wenn man am Euro und dem System des  Mehr-Ausgeben-Als Einnehmen fest halten will. 
Erwartet man aber ernsthaft, dass dafür das Ausland und die eigene Bevölkerung den EURO-Staaten in Zukunft Geld leihen werden?
Das  kann doch nur eine Illusion sein, die schlafenden Hunde sind doch bis  ins letzte Kaff der Welt geweckt, denn selbst dort gibt es mittlerweile  ein Radio oder ein Fernseher.

Das  Spiel, was man einmal angefangen hat, muss man fortführen. Glaubt man.  Will man uns zumindest weiter glauben machen. Und wie ein  Kaffeefahrt-Verkäufer wird uns das in einer einmalig schmierigen Art und  Weise angedreht.

Dabei  wäre es doch so einfach, sich von den Schulden zu befreien und der  Erpressung und Umklammerung. Raus aus dem Euro, aber nicht aus  Nostalgie, sondern um mit der einhergehenden Währungsreform schon einmal  50% der Staatsschulden zu verlieren. Dazu bräuchte man nur Neue Währung  zu Euro 1:1 umstellen. Durch den anfänglichen Anstieg der Neuen Währung  kann man sich von den restlichen Schulden noch einmal günstiger lösen.  Je weniger wir jetzt Schulden für andere noch zusätzlich schultern,  desto einfacher wird es. 

Wir  kommen ab einem bestimmten Zeitpunkt ohnehin an dieser Entscheidung  nicht mehr vorbei -oder wollen wir vorher noch in die Trillionen gehen-  mit dem Euro?

www.marktorakel.com/index.php?id=7677855998026095373

 

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Ilmen:

Langfrist Silber Chart sieht eigentlich gut aus...

2
25.09.11 08:16

Der langfrist Silber Chart sieht eigentlich doch recht gut aus. Die erzeugte Fieberkurve ist tadellos gezeichnet, denn der Wunderstoff Silber ist ein heißbegehrtes Material, so für Käufer wie für Leerverkäufer. Den Kursrutsch sollte (nur Feststoffmaterial abholen) unbedingt zum Silber Nachkauf und Einstieg genutzt werden.

Wenn das Gold redet, dann schweigt die Welt! 442559
Altes KSK-Sparbuch 1935-1956 RM-DM Filmlänge 4,47min.
http://www.youtube.com/watch?v=ePnbVVntJaQ
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Alles Klaroo:

Theorie

5
25.09.11 08:23

Einen schönen Sonntagmorgen wümsche ich

@Fuchs42634 ua.  Wie schon per Bordmail zugesand, gehst Du meiner Meinung nach von theoretischen Modellen aus. Das ist wie bei der Wetterprognose, man nähert sich der Realität, kann sie aber nicht abbilden. So auch hier.

Ein Horten kann man den Menschen nicht verwehren und abgewöhnen, da es das akkumulieren  ihrer Arbeitszeit/kraft für schlechte Zeiten ist. Das ist Notwendig, wie eine Vorratshaltung auch. Durch das Zins und Zinseszinssystem wird ein kontinuierliches Wachstum vorausgesetzt, ja erzwungen. Es ist und bleibt in diesem Ponzisystem das Übel und treibende Kraft zu einem systembedingten Zusammenbruch. Das von Dir richtig vorausgesetzte Horten ist zwar Voraussetzung um die Zinseszinsen einzustreichen, aber unabwendbar. Weil der Mensch nun mal zur Vorratshaltung neigt.  Du schreibst :"Der Staat erzeugt nicht freiwillig (!) diese ständige  Netto-Neuverschuldung sondern hilft nur den Schuldnern mit  Ersatzguthaben aus die die Sparer nicht rausrücken. " Falsch. Ein Ponzisystem kann systembedingt nur dann erhalten bleiben, wenn einzelne Teilbereiche in den Konkurs gehen. Das ständige Eingreifen des Staates hat politische Hintergründe um Parteiinteressen durchzusetzen.

Ein Schneeballsystem  impliziert ein ständiges Pleitegehen, um das exponentielle Wachstum zu drosseln. Sobald der Staat durch Netto-Neuverschuldung eingreift potenziert sich das Problem. Negative Zinsen würden das auch erreichen, die gibt es aber nicht.. Ein Sinken der Zinsen auf Null (neg. Realzinsen) würde auch nur temporäre Erleichterung verschaffen, wie das Pleitegehen einzelner Teilbereiche, das Grundproblem würde nicht betroffen werden.

Mir kommt es so vor als setztest Du Dich für ein System ein, welches aus Eigeninteresse erhalten werden soll. Die Hauptprofiteure der Zinsen und der Zinseszinsen  sind nun Mal die Finanzindustrie.

Wieso verzichtet man nicht grundsätzlich  auf Zinsen. Eine Gebühr für die Dienstleistungen der Banken darf ja berechnet werden.

Das Argument der Ressourcenschonung, also der Nachhaltigkeit wird bei Deinen Denkansätzen in keinster Weise berücksichtigt. Nachhaltigkeit und Wachstum wiedersprechen sich. Wir können nicht ständig mehr verbrauchen als die Natur uns regenerativ schenkt, vor Allem nicht bei 7 Milliarden Menschen.  Allein deshalb gehört das Zinssystem abgeschaft.

Ein verteidigen dieses Systems  ist meiner Meinung nach nur ein Absichern alter Besitzstände und Pfründe.

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Ilmen:

Euro Krise:Lasst Griechenland endlich pleite gehen

2
25.09.11 08:29
Euro-Krise
08:06
Lasst Griechenland doch endlich pleitegehen!

Wut und Verzweiflung in Griechenland: Eine Umschuldung könnte dem klammen Land helfen, sagen Ökonomen. Aber die Politiker müssen erst Vorsorge treffen.

Viel schlechter war die Stimmung beim Jahrestreffen des Internationalen Währungsfonds (IWF) nicht einmal im Krisenjahr 2008, als kurz nach der Pleite der US-Bank Lehman Brothers die Welt den Zusammenbruch des internationalen Finanzsystems fürchtete. „Über Europa hängen dunkle Wolken, und die Unsicherheit in den USA ist groß“, sagte IWF-Chefin Christine Lagarde. Sie warnte vor dem Rückfall der Weltwirtschaft in eine Rezession. Jean-Claude Trichet, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), sagte, die aktuelle Lage sei prekärer als damals. Die Euro-Zone sei mitverantwortlich. „Wir haben eine globale Krise der Kreditwürdigkeit von Staaten, und wir sind das Epizentrum dieser Krise.“

Foto: frankhoppmann.de Griechenland steckt im Schuldensumpf und die Menschen sind wütend

Führende Ökonomen und Bankenexperten fordern zur Rettung des Euro die Regierungen zum entschlossenen Handeln auf. Anders als viele Politiker befürworteten sie in einer Umfrage der „Welt am Sonntag“ einen Schuldenschnitt für Griechenland, um die Krise einzudämmen. „Ein schneller Schuldenschnitt in Griechenland würde kurzfristig für viel Unruhe sorgen, hätte aber zwei Vorteile: Es würde Unsicherheit aus den Märkten genommen, und Griechenland hätte eine Chance, sich wirtschaftlich zu erholen“, sagt Clemens Fuest von der Universität Oxford.

   
So funktionieren die Rettungsschirme

Es gibt zwei Euro-Rettungsschirme – den modifizierten vorläufigen Mechanismus EFSF und seinen dauerhaften Nachfolger ESM, der Mitte 2013 in Kraft tritt.

Er war bis zum vergangenen Jahr Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats des Finanzministeriums. Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger stimmt zu: „Ein Schuldenschnitt von 50 Prozent ist nötig, um Griechenland wieder Luft zum Atmen zu geben. Wenn es keinen Befreiungsschlag gibt, haben wir ein Problem.“

Ein Schuldenschnitt wäre das Eingeständnis Athens, seine Verbindlichkeiten nicht mehr komplett zurückzahlen zu können. Der griechische Finanzminister sympathisiert offenbar mit einem solchen Schritt. Banken und Versicherungen müssten auf einen Teil ihres Geldes verzichten. Griechenland wäre pleite. Nach einer Umschuldung würde der Schuldenstand entsprechend sinken.

Athens schrumpfende Wirtschaftsleistung

Foto: Infografik Welt Online Griechenlands Bruttosozialprodukt ist rückläufig

An den Finanzmärkten gibt es seit Tagen die Sorge vor einer Zahlungsunfähigkeit des Landes. Der deutsche Aktienindex Dax gab daher in einer turbulenten Woche 6,7 Prozent nach. Vor allem Aktien von Banken kamen unter Druck. Trotzdem befürworten auch Bankenexperten eine Entschuldung. „Je länger wir die Blase nicht aufstechen, desto schmerzhafter wird sie“, warnt Hans-Peter Burghof, Bankenprofessor der Universität Hohenheim.

Ein Schuldenschnitt sei aber nur sinnvoll, wenn Griechenland in der Euro-Zone gehalten werde, sagt Thomas Straubhaar, Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts. Allen Spekulationen über das Ende des Euro würde so schlagartig die Grundlage entzogen. „Dann würde aus der Währungs- wieder eine Schuldenkrise, bei der nicht nur die Steuerzahler, sondern auch private Gläubiger ihren Teil zur Normalisierung beitragen müssten.“

Wegen der Angst vor einer Schieflage vieler Banken hatten die europäischen Regierungen eine Umschuldung bisher ausgeschlossen. Auch könnten andere hoch verschuldete Staaten angesteckt werden. „Ein Schuldenschnitt sollte erst dann kommen, wenn Investoren sicher sein können, dass die anderen Krisenländer nicht insolvent werden könnten“, sagt Dennis Snower, Präsident des Instituts für Weltwirtschaft (IfW). Bofinger geht noch einen Schritt weiter.

Er fordert „eine Absicherung der übrigen Länder durch Euro-Bonds. Ein Schuldenschnitt ohne Absicherung der anderen wäre riskant. Die Marktteilnehmer sind ohnehin nervös, und es ist völlig unklar, wie sie die Situation von Italien und Frankreich bewerten, wenn es einen griechischen Schuldenschnitt gibt.“

Viele Euro-Staaten waren bisher strikt gegen eine Umschuldung Griechenlands, doch nun macht die Bundesregierung hinter den Kulissen Druck. Nach Informationen der „Welt am Sonntag“ prüft sie, das geplante zweite Hilfspaket für Griechenland noch einmal zu ändern. Statt der bisher vorgesehenen freiwilligen Beteiligung privater Gläubiger könnte der zwangsweise Schuldenschnitt ein Bestandteil werden. Mit dem Rettungspaket könnten zudem griechische Banken nach dieser Maßnahme gestützt werden.

Unterstützung für ihren Euro-Rettungskurs bekommt Bundeskanzlerin Angela Merkel zunehmend auch vom Koalitionspartner FDP. Bei den Liberalen sinkt die Zahl der Bundestagsabgeordneten, die der Erweiterung des Euro-Rettungsschirms in der kommenden Woche nicht zustimmen wollen. Sowohl die Regierungskoalition als auch die SPD rechnen mittlerweile mit einer Kanzlermehrheit bei der so wichtigen Abstimmung.

http://www.welt.de/wirtschaft/article13623892/...ich-pleitegehen.html
Altes KSK-Sparbuch 1935-1956 RM-DM Filmlänge 4,47min.
http://www.youtube.com/watch?v=ePnbVVntJaQ
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Ilmen:

Der Bundesbankpräsident als Widersacher Merkels

4
25.09.11 08:48
Der Bundesbankpräsident als Widersacher Merkels

Er kämpft gegen eine Transferunion und hat sich so zu einem gefährlichen Gegner für die Kanzlerin entwickelt: Bundesbankpräsident Jens Weidmann.

Kassandra ist eine der traurigsten Gestalten in der griechischen Mythologie. Die Königstochter besaß die Gabe, die Zukunft vorherzusehen, war jedoch mit dem Fluch belegt, dass man ihren Worten keinen Glauben schenkte. Und so musste Troja untergehen. Auch die Kassandrarufe von Bundesbankpräsident Jens Weidmann in der Euro-Krise verhallen, so scheint es, wirkungslos. Mit immer deutlicheren Worten warnt Deutschlands oberster Währungshüter vor den Folgen der Rettungsaktionen. Doch in Berlin weigert man sich beharrlich, die von ihm beschworenen Gefahren des eingeschlagenen Weges zur Kenntnis zu nehmen.

Jens Weidmann
Foto: dapd/DAPD Spart nicht mit Kritik am Kurs der Bundesregierung und der EZB: Jens Weidmann

Jens Weidmann, der einstige Kanzlerinnen-Vertraute, hat sich binnen kurzer Zeit zu einem ihrer bedeutendsten Widersacher entwickelt.

Dabei ist es gerade einmal fünf Monate her, dass der Top-Ökonom von der Spree an den Main wechselte und zum jüngsten Bundesbankchef in der bundesdeutschen Geschichte avancierte. Zuvor war er ein halbes Jahrzehnt lang Angela Merkels wichtigster Wirtschaftsberater gewesen. Ob Opel-Hilfe, Banken-Rettung, Abwrackprämie oder G-7-Treffen – als Abteilungsleiter im Kanzleramt zog der jugendlich wirkende Mann mit dem blonden Seitenscheitel die Fäden.

Weidmann, ein Mann der unbequemen Worte

Doch alle Skeptiker, die anfangs befürchteten, dass ein Bundesbank-Chef von Merkels Gnaden nicht genügend Rückgrat haben werde, die Unabhängigkeit dieser altehrwürdigen Institution zu wahren, hat er inzwischen widerlegt. Gern weist Weidmann heute darauf hin, dass er von der Bundesbank nur ans Kanzleramt ausgeliehen war und nun zurückgekehrt ist an seine ursprüngliche Wirkstätte. Und als pflichtschuldiger Beamter – aber auch aus tiefster Überzeugung – orientiert er sich nunmehr an dem vornehmsten Ziel der Bundesbank, der Geldwertstabilität, und eben nicht mehr an der Kanzlerin, dem Finanzminister oder den Überlegungen der schwarz-gelben Koalition.

Foto: Reuters/REUTERS Der frühere Wirtschaftsberater von Angela Merkel, Jens Weidmann, ist seit wenigen Monaten neuer Bundesbankpräsident.

Wie groß die Kluft zwischen ihm und dem Berliner Politikbetrieb inzwischen ist, zeigte sich Anfang der Woche bei der Expertenanhörung im Bundestag. Freundlich und ruhig im Auftritt, aber hart und unbeirrbar in der Sache, erläuterte er den Parlamentariern die Tücken der geplanten Ausweitung des europäischen Rettungsschirms. Der Zentralbanker machte keinen Hehl daraus, dass er das Gesetz, über das der Bundestag in wenigen Tagen abstimmt, nicht nur für überflüssig, sondern auch für gefährlich hält. Es sei ein weiterer großer Schritt in Richtung Haftungsgemeinschaft, beklagte Weidmann. Denn die Risiken für die hiesigen Steuerzahler stiegen deutlich, ohne dass man im Gegenzug mehr Kontrolle über die Haushaltspolitik der Schuldensünder bekomme. Und mit Blick auf Griechenland forderte der Währungsexperte in aller Klarheit, den Geldhahn zuzudrehen, wenn das Land das vereinbarte Programm nicht umsetze.

Weidmanns Kritik ist sachlich-fundiert

Dass Weidmann ebenso wie FDP-Wirtschaftsminister Philipp Rösler eine Staatspleite als letzte Konsequenz für sanierungsunfähige oder -unwillige Staaten für geboten erklärte, muss Merkel in den Ohren klingeln. Denn noch immer schließt die Kanzlerin eine Insolvenz
Griechenlands kategorisch aus und bemüht sich, ihren Kurs als den ökonomisch einzig vernünftigen darzustellen. Dass auch die Erweiterung des Rettungsschirms trotz der unermüdlichen Werbung der Regierung nicht den Segen der Bundesbank erhält, muss Weidmanns frühere Dienstherrin ebenfalls schmerzen. Schließlich war es die Kanzlerin selbst gewesen, die ihn bei seinem Amtsantritt sehr überzeugend als klugen Kopf und brillanten Ökonomen lobte.

Doch nicht nur seine unbestrittene Fachkompetenz macht Weidmann für die Kanzlerin zu einem höchst unangenehmen Gegner. Der weltgewandte und frankophile Finanzmann ist überdies völlig unverdächtig, mit seinen Mahnungen europaskeptische oder gar rechtspopulistische Tendenzen zu verfolgen. Er spricht nicht nur fließend Französisch, sondern hat in dem Nachbarland auch gelebt.

Und die Europäische Union liegt ihm schon seit Studienzeiten am Herzen. So haben zwar etliche CDU-Granden keinerlei Problem damit, FDP-Chef Philipp Rösler zu bezichtigen, dem „Euro-Populismus“ verfallen zu sein. Weidmanns sachlich-fundierte Kritik an den zunehmend hilflosen Euro-Manövern und seine Warnungen vor einer nachhaltigen Beschädigung der Währung aber schweigen sie in Berlin lieber tot.

Geldwertstabilität statt Ankauf von Staatsanleihen

Weidmann baut jedoch darauf, dass die Bundesbank in der hiesigen Bevölkerung nach wie vor ein hohes Ansehen genießt. Während die Europäische Zentralbank (EZB) in den vergangenen eineinhalb Jahren all ihre Prinzipien über Bord geworfen hat, blieben die deutschen Zentralbanker ihrer Linie treu. Sie gehören zu den Falken im EZB-Rat – werden dort allerdings regelmäßig von den vor allem aus dem Süden entsandten Tauben überstimmt. Und so schmissen erst Weidmanns Vorgänger Axel Weber und jüngst EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark resigniert das Handtuch.

Droht ein neues Bankenbeben?

Beide wollten es nicht länger mittragen, dass die Zentralbank Staatsanleihen von hoch überschuldeten Euro-Ländern aufkauft, damit diese weiterhin billig an frisches Geld kommen. Auch Weidmann stemmte sich vergebens im EZB-Rat gegen diesen Tabubruch, der dem Ziel der Geldwertstabilität diametral entgegensteht. Der 43-Jähige will aber trotz seines unverhohlenen Ärgers über die europäischen Kollegen nicht aufgeben. Allerdings muss er alleine kämpfen. In der EZB gilt er als Spielverderber und die Bundesregierung steht in diesem Konflikt auf der Seite der Tauben, nach der Devise: Alles, was die Finanzmärkte beruhigt, geschehe.

Stabilitätsunion statt Transferunion

Weidmann ist über diesen Kurs tief besorgt. Mit dem Philosophieren der Politiker über die Vereinigten Staaten von Europa kann der kühl analysierende Ökonom nichts anfangen. Nüchtern verweist er darauf, dass ein solcher Quantensprung nirgends in der EU derzeit
mehrheitsfähig sei. Sein Europa ist kein Traumschloss, sondern ein solide konstruierter Zweckbau: eine Währungsunion, in der strikte Stabilitätsregeln gelten, mit Schuldenbremsen und automatischen Sanktionen bei Verstößen und einer Zentralbank, die sich nicht länger von der Politik als Bad Bank missbrauchen lässt. Noch, so sagt Weidmann, sei die Umkehr zu einer solchen Stabilitätsunion möglich.

Für seine Idee einer Währungsunion, in der die heilsame Wirkung des Marktes auf die Schuldensünder nicht durch immer größere Rettungsschirme außer Kraft gesetzt wird, wirbt dieser Bundesbankchef also. Und er setzt auf sein diplomatisches Geschick, um unter
den europäischen Amtskollegen, die gleichfalls stabilitätsorientiert sind, Bundesgenossen zu suchen. Auch im Inland nutzt er seine weitverzweigten Netzwerke in Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Medien, um die Deutschen für die Gefahr zu sensibilisieren, in der
sich der Euro befindet. Weidmann ist kein charismatischer Redner, der das Rampenlicht sucht und dem die Menschen in Scharen folgen.

Doch seine präzise vorgetragenen Argumente sind schlagend. Und es ist unfassbar, dass die Bundeskanzlerin offensichtlich meint, in dieser schweren Krise auf Weidmanns Euro-Expertise verzichten zu können.

http://www.welt.de/debatte/article13623291/...idersacher-Merkels.html
Altes KSK-Sparbuch 1935-1956 RM-DM Filmlänge 4,47min.
http://www.youtube.com/watch?v=ePnbVVntJaQ
Antworten
bucks09:

@ talentfreie Zone, treffend analysiert

3
25.09.11 09:20

..."Wie   groß werden erst die Krisen werden, wenn die Bürgschaften und  Haftungen  schlagend werden? Wenn Länder wie Deutschland und Frankreich  auf die  bisherige Staatsverschuldung noch einmal hunderte von  Milliarden  schultern müssen? Und der neue Plan noch größere  Einzahlungen vorsieht?"...

 

Da fiel mir ein Satz ein:  "Wer bürgt, wird erwürgt." Und so wird es auch - leider - wohl im Großen geschehen. Ich frage mich nur, wie die Offenbarung der Politiker vor der Öffentlichkeit dann geschehen wird, und wie das Volk, also wir alle, dann reagieren werden. Werden wir danach wieder dieselben Parteien wählen, werden wir überhaupt wählen gehen oder was ist die Alternative? Wahrscheinlich werden uns einschneidende Maßnahmen präsentiert werden, die "alternativlos" sind.

Momentan sehe ich als alternativlos nur das Umschichten in EMs an. Und so wird es wohl auch für eine längere Zeit bleiben.

Allen Investierten alles Gute und einen schönen Sonntag.

Antworten
John Rambo:

wieso

 
25.09.11 10:04
kauft ihr euch nicht lieber eine schöne wohnung statt gold
Antworten
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